Sammlungen: Urkunden aus dem Nachlass Stengel/Heinemeyer (Lichtbildarchiv älterer Originalurkunden Marburg) (Bestand)
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Urk. 145
Hessisches Staatsarchiv Marburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> Urkunden >> Sammlungen
800-1821
Enthält: Ankäufe durch Prof. Dr. Walter Heinemeyer von einem (Berliner?) Antiquariat für das Seminar für Historische Hilfswissenschaften Marburg
Enthält: Erwerbungen durch Stengel-Schüler
Enthält: Bestand des alten Historischen Seminars der Philipps-Universität Marburg
Enthält: Schenkungen der Erben des Bundespräsidenten Gustav Heinemann über Prof. Dr. Luise Berthold und Prof. Dr. Walter Heinemeyer
Enthält: Schenkungen von Prof. Dr. Edmund E. Stengel
Bestandsgeschichte: Die Abgabe des Bestandes erfolgte im Frühjahr 2003 durch Dr. Heinrich Meyer zu Ermgassen, Marburg. Die Abgabe wurde dem Nachlass von Prof. Dr. Edmund E. Stengel, von dem Herr Meyer zu Ermgassen diesen im Jahr 1968 zur Klärung und Aussonderung von familiären Bestandteilen als Schenkung übernommen hatte, zugewiesen. Der Stengelnachlass diente nach dem Tod Stengels 1968 dem Seminar für Historische Hilfswissenschaften unter Prof. Dr. W. Heinemeyer als hilfswissenschaftliche Lehrsammlung und wurde von Herrn Meyer zu Ermgassen betreut und verwaltet. In der Zeit, in der Heinemeyer den Lehrstuhl für Historische Hilfswissenschaften innehatte, wurde die Sammlung um weitere Stücke ergänzt. Wegen der zahlreichen Urkunden, Bruchstücke und Pergamente wurde er im Herbst 2008 in die Abteilung Urkunden des Staatsarchivs Marburg überführt, wo er geordnet und verzeichnet wurde.
In den Jahren 2007-2016 wurden die einzelnen Überlieferungen vereinzelt und umverpackt, die Siegel wurden mit Siegeltaschen versehen und die Signaturen wurden auf Numerus Currens umgestellt.
Geschichte des Bestandsbildners: Edmund Ernst Stengel wurde am 24. Dezember 1879 geboren. Er studierte in Lausanne, Greifswald und Berlin Geschichte, Kunstgeschichte, Wirtschaftswissenschaft und Philologie. Bei Michael Tangl promovierte er am 18. Oktober 1902 mit einer Arbeit über die „Immunitätsurkunden der deutschen Könige“. 1907 wurde Stengel in Marburg in Mittlerer und Neuerer Geschichte habilitiert, 1914 wurde er zum außerordentlichen Professor und zum Direktor des Seminars für Hilfswissenschaften, 1919 zum persönlichen Ordinarius ernannt. Seine beiden Hauptarbeitsgebiete waren die Diplomatik der Kaiserzeit und die Landesgeschichte mit Schwerpunkt Fulda. Stengel rief das Institut für geschichtliche Landeskunde für Hessen und Nassau ins Leben und begründete 1929 das Lichtbildarchiv älterer Originalurkunden in Marburg. Stengel wurde 1946 emeritiert und verstarb am 4. Oktober 1968 in Marburg.
Walter Heinemeyer, geboren am 5. August 1912, promovierte 1935 an der Universität Göttingen über die Diplomatik mittelalterlicher Verträge. Ein weiteres Arbeitsgebiet umfasste die Geschichte der gotischen Urkundenschrift. Seit 1949 war er Archivar am Staatsarchiv Marburg, von 1963 bis 1980 Professor für Historische Hilfswissenschaften und Archivwissenschaft an der Universität Marburg, außerdem Mitdirektor des Instituts für Mittelalterliche Geschichte, Historische Hilfswissenschaften und Geschichtliche Landeskunde sowie Direktor des Lichtbildarchivs älterer Originalurkunden. Heinemeyer verstarb 2001 in Marburg.
Findmittel: Arcinsys
Findmittel: Übersichtsverzeichnis Nachlass Stengel / Heinemeyer, angelegt 2008, maschinenschriftlich, 1 Heft (Signatur: R 2015).
Zusatzinformationen: Einige der Stücke können über die angegebene LBA-Signatur auch in der Online-Datenbank des Marburger Lichtbildarchivs für ältere Originalurkunden (http://lba.hist.uni-marburg.de/lba) eingesehen werden.
Enthält: Erwerbungen durch Stengel-Schüler
Enthält: Bestand des alten Historischen Seminars der Philipps-Universität Marburg
Enthält: Schenkungen der Erben des Bundespräsidenten Gustav Heinemann über Prof. Dr. Luise Berthold und Prof. Dr. Walter Heinemeyer
Enthält: Schenkungen von Prof. Dr. Edmund E. Stengel
Bestandsgeschichte: Die Abgabe des Bestandes erfolgte im Frühjahr 2003 durch Dr. Heinrich Meyer zu Ermgassen, Marburg. Die Abgabe wurde dem Nachlass von Prof. Dr. Edmund E. Stengel, von dem Herr Meyer zu Ermgassen diesen im Jahr 1968 zur Klärung und Aussonderung von familiären Bestandteilen als Schenkung übernommen hatte, zugewiesen. Der Stengelnachlass diente nach dem Tod Stengels 1968 dem Seminar für Historische Hilfswissenschaften unter Prof. Dr. W. Heinemeyer als hilfswissenschaftliche Lehrsammlung und wurde von Herrn Meyer zu Ermgassen betreut und verwaltet. In der Zeit, in der Heinemeyer den Lehrstuhl für Historische Hilfswissenschaften innehatte, wurde die Sammlung um weitere Stücke ergänzt. Wegen der zahlreichen Urkunden, Bruchstücke und Pergamente wurde er im Herbst 2008 in die Abteilung Urkunden des Staatsarchivs Marburg überführt, wo er geordnet und verzeichnet wurde.
In den Jahren 2007-2016 wurden die einzelnen Überlieferungen vereinzelt und umverpackt, die Siegel wurden mit Siegeltaschen versehen und die Signaturen wurden auf Numerus Currens umgestellt.
Geschichte des Bestandsbildners: Edmund Ernst Stengel wurde am 24. Dezember 1879 geboren. Er studierte in Lausanne, Greifswald und Berlin Geschichte, Kunstgeschichte, Wirtschaftswissenschaft und Philologie. Bei Michael Tangl promovierte er am 18. Oktober 1902 mit einer Arbeit über die „Immunitätsurkunden der deutschen Könige“. 1907 wurde Stengel in Marburg in Mittlerer und Neuerer Geschichte habilitiert, 1914 wurde er zum außerordentlichen Professor und zum Direktor des Seminars für Hilfswissenschaften, 1919 zum persönlichen Ordinarius ernannt. Seine beiden Hauptarbeitsgebiete waren die Diplomatik der Kaiserzeit und die Landesgeschichte mit Schwerpunkt Fulda. Stengel rief das Institut für geschichtliche Landeskunde für Hessen und Nassau ins Leben und begründete 1929 das Lichtbildarchiv älterer Originalurkunden in Marburg. Stengel wurde 1946 emeritiert und verstarb am 4. Oktober 1968 in Marburg.
Walter Heinemeyer, geboren am 5. August 1912, promovierte 1935 an der Universität Göttingen über die Diplomatik mittelalterlicher Verträge. Ein weiteres Arbeitsgebiet umfasste die Geschichte der gotischen Urkundenschrift. Seit 1949 war er Archivar am Staatsarchiv Marburg, von 1963 bis 1980 Professor für Historische Hilfswissenschaften und Archivwissenschaft an der Universität Marburg, außerdem Mitdirektor des Instituts für Mittelalterliche Geschichte, Historische Hilfswissenschaften und Geschichtliche Landeskunde sowie Direktor des Lichtbildarchivs älterer Originalurkunden. Heinemeyer verstarb 2001 in Marburg.
Findmittel: Arcinsys
Findmittel: Übersichtsverzeichnis Nachlass Stengel / Heinemeyer, angelegt 2008, maschinenschriftlich, 1 Heft (Signatur: R 2015).
Zusatzinformationen: Einige der Stücke können über die angegebene LBA-Signatur auch in der Online-Datenbank des Marburger Lichtbildarchivs für ältere Originalurkunden (http://lba.hist.uni-marburg.de/lba) eingesehen werden.
117 Urkunden
Bestand
Korrespondierende Archivalien: Best. 340 Stengel.
Literatur: O. Dascher, Walter Heinemeyer †, in: Der Archivar 56 (2003), S. 93-94; I. Fees, Walter Heinemeyer und die Historischen Hilfswissenschaften, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 63 (2013), S. 215-235; H.-J. Kahlfuß, In memoriam Professor Dr. Walter Heinemeyer, in: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde 106 (2001), S. 309-311; T. Kölzer, Walter Heinemeyer und das "Archiv für Diplomatik", in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 63 (2013), S. 237-249.; W. Reininghaus, Walter Heinemeyer und die (hessische) Landesgeschichte, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 63 (2013), S. 203-213; H. Stehkämpfer, Nachruf Walter Heinemmeyer, in: Blätter für deutsche Landesgeschichte 137 (2001), S. VII-X; A. Meyer, Stengel, Edmund Ernst, in: Handbook of medieval studies: terms – methods – trends, hg. von A. Classen, Berlin 2010, S. 2662-2670; K. Schäfer, Aus den Papieren eines sparsamen Professors. Edmund Ernst Stengel (1879-1968) zum 125. Geburtstag, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 109 (2004), S. 323-344; U. Reuling, Von der „Atlaswerkstatt“ zur Landesbehörde. Das Hessische Landesamt für geschichtliche Landeskunde in Marburg in seiner institutionellen und forschungsgeschichtlichen Entwicklung unter Edmund E. Stengel und Theodor Mayer, in: Hundert Jahre Historische Kommission für Hessen 1897-1997, hg. von W. Heinemeyer, Marburg 1997, S. 1169-1203; W. Heinemeyer, Nachruf auf Edmund E. Stengel, in : Archiv für Diplomatik 16 (1970), S. 506-513; H. Appelt, Edmund Ernst Stengel (Nachruf), in: Almanach. Österreichische Akademie der Wissenschaften 119 (1969), S. 387-391; H. Grundmann, Nekrolog Edmund E. Stengel, in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 24 (1968), S. 605-606; H. Beumann, Edmund E. Stengel †, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 18 (1968), S. XI-XV.
Literatur: O. Dascher, Walter Heinemeyer †, in: Der Archivar 56 (2003), S. 93-94; I. Fees, Walter Heinemeyer und die Historischen Hilfswissenschaften, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 63 (2013), S. 215-235; H.-J. Kahlfuß, In memoriam Professor Dr. Walter Heinemeyer, in: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde 106 (2001), S. 309-311; T. Kölzer, Walter Heinemeyer und das "Archiv für Diplomatik", in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 63 (2013), S. 237-249.; W. Reininghaus, Walter Heinemeyer und die (hessische) Landesgeschichte, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 63 (2013), S. 203-213; H. Stehkämpfer, Nachruf Walter Heinemmeyer, in: Blätter für deutsche Landesgeschichte 137 (2001), S. VII-X; A. Meyer, Stengel, Edmund Ernst, in: Handbook of medieval studies: terms – methods – trends, hg. von A. Classen, Berlin 2010, S. 2662-2670; K. Schäfer, Aus den Papieren eines sparsamen Professors. Edmund Ernst Stengel (1879-1968) zum 125. Geburtstag, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 109 (2004), S. 323-344; U. Reuling, Von der „Atlaswerkstatt“ zur Landesbehörde. Das Hessische Landesamt für geschichtliche Landeskunde in Marburg in seiner institutionellen und forschungsgeschichtlichen Entwicklung unter Edmund E. Stengel und Theodor Mayer, in: Hundert Jahre Historische Kommission für Hessen 1897-1997, hg. von W. Heinemeyer, Marburg 1997, S. 1169-1203; W. Heinemeyer, Nachruf auf Edmund E. Stengel, in : Archiv für Diplomatik 16 (1970), S. 506-513; H. Appelt, Edmund Ernst Stengel (Nachruf), in: Almanach. Österreichische Akademie der Wissenschaften 119 (1969), S. 387-391; H. Grundmann, Nekrolog Edmund E. Stengel, in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 24 (1968), S. 605-606; H. Beumann, Edmund E. Stengel †, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 18 (1968), S. XI-XV.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 08:12 MESZ