Kaiser Ferdinand III. (volle Titualatur) belehnt Carl von Streitberg auf seine Bitte um Neubelehnung und in Anbetracht der Dienste, die er und seine Vorfahren dem Reich und den römischen Kaisern und Königen geleistet haben, mit den unbenannten Lehen, die vor ihm sein Bruder Wilhelm von Streitberg und nach dessen Tod er selbst von Kaiser Ferdinand II. als Lehen empfangen hatten, um sie nach der Neubelehnung als Afterlehen weiterverleihen zu können. Alle diese Lehen werden Carl von Streitberg so verliehen, wie sie bereits an seinen Vorfahren Dietrich von Streitberg und zuletzt an Wilhelm von Streitberg als jeweils Älteste ihres Geschlechts von den vorangegangenen römischen Kaisern und Königen verliehen worden waren, die er nun als der derzeit Älteste des Geschlechts innehaben und nutznießen kann, wie des dem Recht des Lehens und dem alten Herkommen entspricht, wovon die Rechte des Kaisers und des Reiches aber nicht beeinträchtigt werden. Carl von Streitberg schwört durch seinen bevollmächtigten Gewalthaber, Johann Löwen von Eysenach, Rat und Agent unterschiedlicher Fürsten und Stände des Reiches am kaiserlichen Hof, mit einem gewöhnlichen Gelübde und Eid, dass er dem heiligen Reich wegen dieses Lehens getreu, gehorsam und gewärtig dienen und sich so verhalten wird, wie es sich gebührt.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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