Erich Kästner Realschule (Bestand)
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CS 3
Kreisarchiv Viersen (Archivtektonik) >> C Kempen
Vorwort Der Bestand der Erich-Kästner-Realschule in Kempen wurde von der Schule ihrem ehemaligen Lehrer Hans Kaiser zum Verfassen einer Schulgeschichte zur Verfügung gestellt. Ende 2019 übergab Kaiser den Bestand dem Kreisarchiv (Akzession 2019-26). Die Unterlagen enthalten eine umfangreiche Zeitungsausschnittssammlung, eine Sammlung von Schulzeitungen und Zeitungen anlässlich des Schulabschlusses der Klasse 10, diverse Einzelfotos und nur wenig loses Registraturgut (Klassifikationspunkt "Diverse Unterlagen"). Weiterhin enthalten sind die Materialien einer größeren Ausstellung zur Schulgeschichte, die im Jahre 2019 im Kempener Rathaus präsentiert wurde, sowie eine Akte zum sozialen Engagement der Realschule in Rumänien.Nach Sichtung und Ordnung der Unterlagen wurden nur wenige Blätter kassiert; hierbei handelte es sich um qualitativ minderwertige Fotokopien von unkommentierten Fotografien sowie unzusammenhängende Kopien von schon publizierten Gedichten und Texten (wahrscheinlich aus dem Kontext der Schülerzeitungen), teilweise beschädigte Doppelexemplare. Die ausführliche Dokumentation zur Ausstellung "Die Realschule Kempen 1964-2019 - ein Rückblick", gezeigt im Kempener Rathaus vom 17. Juni - 31. Juli 2019, befand sich in einem nicht archivfähigen Zustand und musste ersatzdigitalisiert werden.Die Verzeichnung des Bestandes wurde im Januar 2020 begonnen. Geschichte der Schule:Am 29. Januar 1963 beschloss der Kreistag in Kempen die Errichtung der Kreisrealschulen in Kempen und Osterath. Nach einem Wettbewerb erhielt der Architekt Leo Franken aus Kaldenkirchen den Zuschlag für den Neubau auf dem Gelände an der Wachtendonker Straße. Der Spatenstich wurde allerdings erst im Sommer 1965 durchgeführt, sodass die geplante zweizügige Realschule mit 12 Klassen ab April 1964 ersteinmal in einer Realschule in Süchteln Quartier bezog. Die Schülerinnen und Schüler wurden übergangsweise für sechs Wochen mit Bussen von Kempen nach Süchteln gebracht. Danach bezog die Schule eine eilig errichtete Baracke auf dem Hof der späteren Martinschule und später 1966 Räumlichkeiten des zuvor fertiggestellten Abendgymnasiums, welches von vielen Realschülern nach Beendigung der vorgesehenen Schuljahre besucht wurde. Der Bau des neuen Realschulgebäudes dauerte von 1965 bis 1969. 1988 wurde im Zuge der Zusammenlegung der Sonderschulen ein Anbau errichtet. 2000/2001 war die Realschule Kempen sechszügig und hatte 864 Schülerinnen und Schüler. Ein weiterer Neubau entstand im Jahr 2000. 2010/2011 wurde das Hauptgebäude neu gedämmt und erhielt neue Fenster. Ab diesem Schuljahr ging die Realschule zum Ganztagsunterricht über, für den im November 2011 eine Mensa im Erdgeschoss des Nebengebäudes eingerichtet wurde. 2013 beschloss der Rat der Stadt Kempen die Auflösung der Realschule und Hauptschule zugunsten einer neu zu errichtenden Gesamtschule für das auslaufende Schuljahr 2019.
Bestand
Hans Kaiser/Günther Reufsteck, Unsere Realschule Kempen 1964-2019. Kempen 2019. (RK-KK 10182)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ