Mainz, 1593.07.05. Katharina, Witwe Herrn Magister Philipp Zimmermanns, weltlichen Richters zu Mainz, quittiert, nachdem Johan Michael Horn, seine Ehefrau und Meister Martin Schonleben, Bürger und Schuhmacher in Mainz, 200 fl. Mainzer Währung, verzinslich mit 10 fl. auf Lichtmess, Peter Schweitzer, Prokurator des Hofgerichts, und Jörg Schneider, Pedell des weltlichen Stadtgerichts zu Mainz, als den Vormündern der Agnes, der nachgelassenen Tochter Peter Schülers, schuldig geworden und als Unterpfand des Erstgenannten Behausung zum Rad ("Rath") und des Zweitgenannten Behausung in der Schuhmachergasse verlegt haben, nunmehr aber im Namen Hans Michal Horns und seines Eheweibs 100 fl. Kapital samt Zinsen für 2 1/2 Jahre und einigen Unkosten, zusammen 123 fl., von Frau Barbara Flachin von Schwarzenberg, Äbtissin von Altmünster in Mainz, als Käuferin der Behausung zum Rad, entrichtet worden sind, den Empfang dieser Summe und gibt die Behausung zum Rad von der Pfandschaft frei. Aufgedrückte Petschaft 1) der Ausstellerin, 2) des Konrad Kennicken, der Rechten Lizentiaten und weltlichen Richters (der auch die Urkunde geschrieben hat).
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Mainz, 1593.07.05. Katharina, Witwe Herrn Magister Philipp Zimmermanns, weltlichen Richters zu Mainz, quittiert, nachdem Johan Michael Horn, seine Ehefrau und Meister Martin Schonleben, Bürger und Schuhmacher in Mainz, 200 fl. Mainzer Währung, verzinslich mit 10 fl. auf Lichtmess, Peter Schweitzer, Prokurator des Hofgerichts, und Jörg Schneider, Pedell des weltlichen Stadtgerichts zu Mainz, als den Vormündern der Agnes, der nachgelassenen Tochter Peter Schülers, schuldig geworden und als Unterpfand des Erstgenannten Behausung zum Rad ("Rath") und des Zweitgenannten Behausung in der Schuhmachergasse verlegt haben, nunmehr aber im Namen Hans Michal Horns und seines Eheweibs 100 fl. Kapital samt Zinsen für 2 1/2 Jahre und einigen Unkosten, zusammen 123 fl., von Frau Barbara Flachin von Schwarzenberg, Äbtissin von Altmünster in Mainz, als Käuferin der Behausung zum Rad, entrichtet worden sind, den Empfang dieser Summe und gibt die Behausung zum Rad von der Pfandschaft frei. Aufgedrückte Petschaft 1) der Ausstellerin, 2) des Konrad Kennicken, der Rechten Lizentiaten und weltlichen Richters (der auch die Urkunde geschrieben hat).
U / 1593 Juli 5 / I
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden (ohne Fotos)
05.07.1593
Altmünster Mainz
Ausfertigung. Pap.
Urkunden
Vgl. die Urkunde von 1593 Juni 24.
Flach, Barbara
Horn, Michael
Kennick, Conrad
Schneider, Jorg
Schonleben, Martin
Schüler, Agnes
Schüler, Peter
Schweitzer, Peter
Zimmerman, Catharina
Zimmerman, Philippi
Mainz
Mainz
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:31 MESZ