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Klöster und Propsteien: Hersfelder Klöster und Propsteien
[ehemals: Urkunden M II - M VIII] (Bestand)
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Enthält: Propstei Johannesberg, Propstei Petersberg, Kloster Gellingen/Göllingen, Propstei Blankenheim [Kloster Aue], Kloster Frauensee, Kloster Kreuzberg, Kloster Vacha.
Enthält im Wesentlichen Rechtsstreitigkeiten, Güterverkehr und Lehnsangelegenheiten.
Bestandsgeschichte: Der Bestand gelangte über die landgräfliche Kanzlei und das Kasseler Regierungsarchiv ins Staatsarchiv Kassel und von dort ins Staatsarchiv Marburg, wo er nach Ausstellungsdatum chronologisch aufgestellt wurde.
In den Jahren 2007-2016 wurden die einzelnen Überlieferungen vereinzelt und umverpackt, die Siegel wurden mit Siegeltaschen versehen und die Signaturen wurden auf Numerus Currens umgestellt.
Geschichte des Bestandsbildners: Propstei Johannesberg:
Benediktinerpropstei (Mons S. Johannis), Kirche 811 geweiht. 1525 zerstärt, 1803 aufgehoben.
Propstei Petersberg:
Bendediktinerpropstei, gegründet um 836, 1012 mit Kanonikern besetzt, 1525 zerstört. 1622 von Hessen eingezogen, 1641 an Hessen-Rotenburg, 1693 wieder an Hessen-Kassel. 1803 aufgehoben.
Propstei Blankenheim:
1190 als Nonnen (Sanktimonialen-)Kloster in Aue (Maria, Joseph) gegründet. 1195 bestätigt. 1229 noch in Aue, später in Blankenheim. 1415 noch Augustinerorden, dann hersfeldische Propstei, im 16. Jahrhundert verlassen.
Kloster Göllingen:
Benediktinerkloster (Wigbert), Anfang des 11. Jhs. von der Abtei Hersfeld gegründet. 1510 Beitritt zur Bursfelder Kongregation, 1606 säkularisiert. Im Westfälischen Frieden als Hersfelder Eigenkloster an Hessen-Kassel, 1804 und 1814 lag die Propstei Göllingen im Fürstentum Hersfeld. 1816 an Schwarzburg-Rudolstadt.
Kloster Kreuzberg:
Benediktinerinnenkloster (Maria, Jacob), gegründet vor 1191 von Hersfeld.1525 zerstört, 1568 aufgegeben, 1593 an Hessen. An Stelle des Klosters ließ Landgraf Philipp 1686 Schloß Philippstal erbauen.
Kloster Vacha:
Servitenkloster (Sigismund), 1368 von Mariengart besiedelt. 1525 zerstört, 1527 die Mönche, 1555 der Prior abgefunden.
Kloster Frauensee:
Nonnenkloster (Maria), gegründet vor 1202. Im 13. Jahrhundert mit Zisterzienserinnen, vom 14. Jahrhundert ab mit Benediktinerinnen besetzt. Abfindung der Nonnen 1527-32. 1595 an Landgraf Moritz, 1606 aufgehoben.
Findmittel: Repertorium Propstei Johannesberg, Propstei Petersberg, Kloster Göllingen, angelegt Ende des 18. Jh., überarbeitet um 1890, handschriftlich, 1 Band (Signatur: R 1782).
Repertorium Propstei Blankenheim, angelegt in der ersten Hälfte des 19. Jh., überarbeitet um 1890, handschriftlich, 1 Band (Signatur: R 1783).
Repertorium Kloster Kreuzberg, angelegt Ende des 18. Jh., überarbeitet um 1890, handschriftlich, 1 Band (Signatur: R 1784).
Repertorium Kloster Vacha, angelegt Ende des 18. Jh., überarbeitet um 1890, handschriftlich, 1 Band (Signatur: R 1785; unter R 1786 findet sich das Konzept zu diesem Repertorium).
Repertorium Kloster Frauensee, angelegt Ende des 18. Jh., handschriftlich, 1 Band (Signatur: R 1787).
Findmittel: Arcinsys-Datenbank
834 Urkunden
Bestand
Korrespondierende Archivalien: Kloster Vacha:
Urk. 6 Vacha [ehemals Urk. A I e]; Urk. 92 von Dörnberg [ehemals Urk. X 5]; Best. 40 c; Best. 104; Best. 257 Fragmenta Actorum XIII, 6; M 1 Landau; S 599; R I.
Korrespondierende Archivalien: Propstei Johannesberg:
Urk. 77 Propstei Johannesberg [ehemals Urk. R II]; Rechn. I u. II; Best. 104.
Korrespondierende Archivalien: Kloster Kreuzberg:
Urk. 75 Fulda, Reichsabtei, Stift [ehemals Urk. R I a Fulda, Reichsabtei, Stift]; Best. 17 e; Best. 22 a 11; Best. 104.
Korrespondierende Archivalien: Kloster Frauensee:
Urk. 6 Frauensee [ehemals Urk. A I e Frauensee]; Urk. 100 [ehemals Urk. Z]; Best. 3; Best. 17 e; Best. 40c; S 316; K 496-499.
Die Hauptüberlieferung befindet sich im thüringischen Staatsarchiv Weimar.
Korrespondierende Archivalien: Propstei Petersberg:
Urk. 77 Propstei Petersberg [ehemals Urk. R II]; Urk. 92 von Dörnberg [ehemals Urk. X 5]; Best. 104; Best. 257 Fragmenta Actorum XXII 11, XXIII, 42; K 252.
Korrespondierende Archivalien: Kloster Göllingen:
Best. 5; Best. 17 c; Best. 17 e; Best. 40 a Rubr. 04; Best. 40 c; Best. 22 a 11; Best. 23 c Göllingen; Best. 104.
Literatur: W. Dersch, Hessisches Klosterbuch (VHKH 12), Ndr. d. 2. erg. Aufl., Marburg 2000.
Literatur: A. Bitter, Die Geschichte von Kloster Kreuzberg und Schloß Philippstal, in: Hessischer Gebirgsbote 95, 1994, Heft 2, S. 55-57; H.R. Blankenburg, Das Kloster St. Jakob zu Kreuzberg (Philippsthal), in: Mein Heimatland 34, 1990, Heft 9, S. 53-56.
Literatur: U. Sareik, Das Benediktinerkloster Göllingen, Altenburg 2002.
Literatur: G. Willm, Die Säkularisation der Propstei Johannesberg, in: Buchenblätter 64, 1991, Heft 21/22, S. 81-82, 85-86.
Literatur: W. Küther, Vacha und sein Servitenkloster im Mittelalter (Mitteldeutsche Forschungen 64), Köln 1971.
Literatur: H. Licht, Frauensee – Kloster und Vogtei im hessisch-thüringischen Grenzraum, in: Mein Heimatland 34, 1991, Heft 23a, S. 145-147; W. Küther, Urkundenbuch des Klosters Frauensee 1202-1540 (Mitteldeutsche Forschungen 20), Köln 1961.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.