Mainz, 1584.01.22. (Richter Zimmermann). Eheberedung zwischen Hans Jakob Scholl von Hainstadt und Helena, hinterlassenen Tochter Johann Reychards, Domorganisten zu Worms, und seiner Frau Katharina: Georg Scholl, Domvikar und Pfarrherr zu St. Ignaz, verspricht für Hans Jakob 300 fl. Heiratsgut. Helena bringt ihr ganzes Vermögen in die Ehe, das Herr Melchior Folz, ihr Pflegevater, noch in Händen hat. Stirbt der Ehemann zuerst, so behält die Ww. ihr Zugebrachtes und aus dem Seinen 100 fl. (200 fl. erhalten seine Verwandten). Stirbt sie zuerst, so behält er sein Zugebrachtes und aus ihrer Nahrung 100 fl. Z.: 1) Für ihn: Die Domvikare Georg Scholl und Georg Rudel und Johann Hell, Schatzmeister, 2) für sie: Herr Melchior Folz, Johann Pursius, Gerichtsschreiber, 3) Z.: Theobald Geyer, Hans Schöller, Hans Müller und Helias Faust.
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Mainz, 1584.01.22. (Richter Zimmermann). Eheberedung zwischen Hans Jakob Scholl von Hainstadt und Helena, hinterlassenen Tochter Johann Reychards, Domorganisten zu Worms, und seiner Frau Katharina: Georg Scholl, Domvikar und Pfarrherr zu St. Ignaz, verspricht für Hans Jakob 300 fl. Heiratsgut. Helena bringt ihr ganzes Vermögen in die Ehe, das Herr Melchior Folz, ihr Pflegevater, noch in Händen hat. Stirbt der Ehemann zuerst, so behält die Ww. ihr Zugebrachtes und aus dem Seinen 100 fl. (200 fl. erhalten seine Verwandten). Stirbt sie zuerst, so behält er sein Zugebrachtes und aus ihrer Nahrung 100 fl. Z.: 1) Für ihn: Die Domvikare Georg Scholl und Georg Rudel und Johann Hell, Schatzmeister, 2) für sie: Herr Melchior Folz, Johann Pursius, Gerichtsschreiber, 3) Z.: Theobald Geyer, Hans Schöller, Hans Müller und Helias Faust.
U / 1584 Januar 22 (in 5 / 7)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
22.01.1584
Stadtgericht Mainz
In 5 / 07, fol. 486 r.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:31 MESZ