Archiv des Innern (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, E 165 a
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Ober- und Mittelbehörden 1806-um 1945 >> Geschäftsbereich Ministerium des Innern >> Oberbehörden, zentrale Einrichtungen
1817-1923 (Va ab 1807)
Überlieferungsgeschichte
Das Archiv des Innern ging 1817 aus dem Hauptdepot der älteren Akten, meist kurz Hauptaktendepot genannt, hervor, das 1806 in Stuttgart als Zusammenschluss der Registraturen der Zentralbehörden der Herzogszeit entstanden war. 1866 verlegte man es in das Schloss Ludwigsburg. Zum 1. April 1921 wurde das Archiv des Innern der Archivdirektion Stuttgart unterstellt und verwaltungsmäßig mit dem Staatsfilialarchiv Ludwigsburg verbunden, mit dem es zum 1. Februar 1924 vereinigt wurde.
Inhalt und Bewertung
Der Bestand enthält neben Vorakten des Hauptaktendepots Akten und Bände des Archivs des Innern, vor allem Diarien und Aktenverzeichnisse. Angesichts zahlreicher Kassationen im 19. Jh. kommt den Akten-, Ausscheidungs- und Extraditionsverzeichnissen des Bestands besondere Bedeutung zu.
Vorbemerkung: Das Archiv des Innern ging aus dem "Hauptdepot der älteren Akten" (meist kurz "Hauptaktendepot" genannt) hervor, das 1806 in Stuttgart als Zusammenschluss der Registraturen der großen württembergischen Zentralbehörden aus der Herzogszeit entstand; 1817 wurde aus diesem Depot das Archiv des Innern errichtet, das zunächst in der "Alten Kanzlei" in Stuttgart fortbestand, bis es 1866 aus Raumbedürfnissen in das Schloß Ludwigsburg verlegt werden musste. Das Archiv des Innern unterstand dem Ministerium des Innern und war zuständig für die Übernahme und Verwahrung der im Geschäftsgang nicht mehr benötigten Altakten aller Behörden im Geschäftsbereich des Ministeriums des Innern. Zum 1. April 1921 wurde das Archiv des Innern der Archivdirektion Stuttgart unterstellt und verwaltungsmäßig mit dem Staatsfilialarchiv Ludwigsburg verbunden. Die endgültige Vereinigung mit dem Staatsfilialarchiv Ludwigsburg erfolgte zum 1.2.1924. (im einzelnen vgl. Karl Otto Müller: Das württembergische Staatsfilialarchiv in Ludwigsburg. In Archivalische Zeitschrift 35/1925, S. 62-110, speziell S. 92-103). Vgl. auch die Vorbemerkung zu Repertorium E 62. Der hier erschlossene Bestand E 165a wurde 1924 von Staatsarchivrat K.O. Müller angelegt und war in die Teilbestände I - III unterteilt. Bei der Neuverzeichnung im März und April durch den Archivangestellten Erwin Biemann unter Leitung des Unterzeichneten wurde die bei K.O. Müller übliche Zusammenfassung zahlreicher oft unterschiedlicher Einheiten zu einer Verzeichnungseinheit zugunsten einer gründlichen Erschließung aufgegeben, bei der die Einheiten einzeln erfasst und aufgenommen wurden. Die bei K.O. Müller in Archivverzeichnis E 165a I erfassten Kanzleiakten des Archivs des Innern sind jetzt unter Ziffer 1-11 erschlossen, die in Verzeichnis E 165a II erfassten Übersichten über ausgeschiedene Aktenverzeichnisse des Archivs des Innern unter Ziffer 12-13 erschlossen. Das Verzeichnis E 165a III über Druckschriften des Archivs des Innern wurde im Original zu Büschel 331. Da bei der Tätigkeit des Archivs des Innern im 19. Jahrhundert zahlreiche Akten aus früheren Jahrhunderten kassiert wurden, kommt den im Bestand erhaltenen zum Teil sehr ausführlichen Ausscheidungsverzeichnissen über ältere Akten erheblicher Quellenwert zu (vgl. Vorbemerkung von Dr. K.O. Müller 1924 in E 165a III), sie wurden deshalb hier bewusst detailliert erschlossen. Die Akten entstanden im wesentlichen beim Archiv des Innern; einzelne Vorgänge stammen aus der Zeit des "Hauptaktendepots" ab 1807; wenige Verzeichnisse (in Büschel 279) entstanden bereits 1794-1795 - wohl in der Registratur des Oberrats. Der Bestand enthält die Bände und Büschel Nr. 1-331 im Umfang von 8,3 lfd. m. Ludwigsburg, Februar 1985 Dr. Schmierer
Das Archiv des Innern ging 1817 aus dem Hauptdepot der älteren Akten, meist kurz Hauptaktendepot genannt, hervor, das 1806 in Stuttgart als Zusammenschluss der Registraturen der Zentralbehörden der Herzogszeit entstanden war. 1866 verlegte man es in das Schloss Ludwigsburg. Zum 1. April 1921 wurde das Archiv des Innern der Archivdirektion Stuttgart unterstellt und verwaltungsmäßig mit dem Staatsfilialarchiv Ludwigsburg verbunden, mit dem es zum 1. Februar 1924 vereinigt wurde.
Inhalt und Bewertung
Der Bestand enthält neben Vorakten des Hauptaktendepots Akten und Bände des Archivs des Innern, vor allem Diarien und Aktenverzeichnisse. Angesichts zahlreicher Kassationen im 19. Jh. kommt den Akten-, Ausscheidungs- und Extraditionsverzeichnissen des Bestands besondere Bedeutung zu.
Vorbemerkung: Das Archiv des Innern ging aus dem "Hauptdepot der älteren Akten" (meist kurz "Hauptaktendepot" genannt) hervor, das 1806 in Stuttgart als Zusammenschluss der Registraturen der großen württembergischen Zentralbehörden aus der Herzogszeit entstand; 1817 wurde aus diesem Depot das Archiv des Innern errichtet, das zunächst in der "Alten Kanzlei" in Stuttgart fortbestand, bis es 1866 aus Raumbedürfnissen in das Schloß Ludwigsburg verlegt werden musste. Das Archiv des Innern unterstand dem Ministerium des Innern und war zuständig für die Übernahme und Verwahrung der im Geschäftsgang nicht mehr benötigten Altakten aller Behörden im Geschäftsbereich des Ministeriums des Innern. Zum 1. April 1921 wurde das Archiv des Innern der Archivdirektion Stuttgart unterstellt und verwaltungsmäßig mit dem Staatsfilialarchiv Ludwigsburg verbunden. Die endgültige Vereinigung mit dem Staatsfilialarchiv Ludwigsburg erfolgte zum 1.2.1924. (im einzelnen vgl. Karl Otto Müller: Das württembergische Staatsfilialarchiv in Ludwigsburg. In Archivalische Zeitschrift 35/1925, S. 62-110, speziell S. 92-103). Vgl. auch die Vorbemerkung zu Repertorium E 62. Der hier erschlossene Bestand E 165a wurde 1924 von Staatsarchivrat K.O. Müller angelegt und war in die Teilbestände I - III unterteilt. Bei der Neuverzeichnung im März und April durch den Archivangestellten Erwin Biemann unter Leitung des Unterzeichneten wurde die bei K.O. Müller übliche Zusammenfassung zahlreicher oft unterschiedlicher Einheiten zu einer Verzeichnungseinheit zugunsten einer gründlichen Erschließung aufgegeben, bei der die Einheiten einzeln erfasst und aufgenommen wurden. Die bei K.O. Müller in Archivverzeichnis E 165a I erfassten Kanzleiakten des Archivs des Innern sind jetzt unter Ziffer 1-11 erschlossen, die in Verzeichnis E 165a II erfassten Übersichten über ausgeschiedene Aktenverzeichnisse des Archivs des Innern unter Ziffer 12-13 erschlossen. Das Verzeichnis E 165a III über Druckschriften des Archivs des Innern wurde im Original zu Büschel 331. Da bei der Tätigkeit des Archivs des Innern im 19. Jahrhundert zahlreiche Akten aus früheren Jahrhunderten kassiert wurden, kommt den im Bestand erhaltenen zum Teil sehr ausführlichen Ausscheidungsverzeichnissen über ältere Akten erheblicher Quellenwert zu (vgl. Vorbemerkung von Dr. K.O. Müller 1924 in E 165a III), sie wurden deshalb hier bewusst detailliert erschlossen. Die Akten entstanden im wesentlichen beim Archiv des Innern; einzelne Vorgänge stammen aus der Zeit des "Hauptaktendepots" ab 1807; wenige Verzeichnisse (in Büschel 279) entstanden bereits 1794-1795 - wohl in der Registratur des Oberrats. Der Bestand enthält die Bände und Büschel Nr. 1-331 im Umfang von 8,3 lfd. m. Ludwigsburg, Februar 1985 Dr. Schmierer
331 Büschel (8,7 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ