Geheime Staatspolizei - Staatspolizei(leit)stelle Düsseldorf RW 0058 (Bestand)
Show full title
RW 0058
Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik) >> 2. Verwaltungsbehörden Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln >> 2.4. Polizei >> 2.4.3. Polizeidienststellen der NS-Zeit >> 2.4.3.4. Geheime Staatspolizei >> 2.4.3.4.1. Geheime Staatspolizei-Staatspolizei(leit)stelle Düsseldorf
1933-1945
Personen-Einzelfallakten: In der Regel Personalbogen, Vernehmungsniederschriften, Einlieferungs- bzw. Entlassungsanzeigen, Korrespondenz, Gerichtsurteile, Schutzhaftbefehle, auch Flug- und Druckschriften, Zeitungsausschnitte) mit folgenden Schwerpunkten: Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) und Nebenorganisationen (u. a. Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (KJVD), Kampfbund gegen den Faschismus, Roter Frontkämpferbund (RFB), Revolutionäre Gewerkschaftsopposition (RGO), Rot Sport, Aufbruch-Arbeitskreis, Ringbolschewisten); KPD-Opposition; Links-Opposition (Trotzkisten); Kommunismus (u.a. Rotspanienkämpfer, Internationale Arbeiterhilfe, Rote Hilfe, Esperanto-Bewegung); Roter Kämpfer-Kreis; Französischer Rheinschifferverband; SPD und Nebenorganisationen (u. a. Sozialistische Arbeiterjugend, Eiserne Front, Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold); Sozialistische Arbeiterpartei; Marxismus; Ausländer; Rückwanderer; Sekten (u. a. Adventisten, Bibelforscher bzw. Zeugen Jehovas, Christliche Versammlung); Freikirchen; Geheimlehren; Freimaurer; Pazifisten; Zentrum; katholische Kirche (Weltgeistliche, Orden, Laien, Verbände); evangelische Kirche (allgemein, Bekennende Kirche, Deutsche Christen); Juden; Emigranten; Vergehen gegen das Heimtückegesetz und allgemeine Opposition; Monarchisten; Stahlhelm (Nationalsozialistischer Deutscher Frontkämpferbund (NSDFB)); Jungdeuts-cher Orden; Schwarze Front; Vereinswesen; Gewerkschaften; Wirtschaft; ausländische Arbeiter; Kriegsgefangene; Arbeitsdienst; Jugendbünde; Presse; Rundfunk; bildende Kunst; Landesverrat; Spionage; Sabotage; Wehrmacht; Polizei; Separatismus; Fremdenlegionäre; Vergehen nach § 175; Arbeitsuntreue fremdvölkische Minderheiten; Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) 1933-1944.
Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte
Als nach Berlin zweitgrößte Gestapostelle im Deutschen Reich war die Staatspolizeileitstelle (StaPo) Düsseldorf mit ihren Außendienststellen in Essen, Mönchengladbach, Wuppertal, Duisburg -Hamborn, Oberhausen und Krefeld sowie den Grenzpolizeikommissariaten Emmerich, Kaldenkirchen und Kleve für den Regierungsbezirk Düsseldorf zuständig. Ab 1939 als Staatspolizeileitstelle fielen auch für die Regierungsbezirke Köln, Aachen, Trier und Koblenz in ihren Zuständigkeitsbereich. Die Staatspolizei(leit)stelle bestand aus drei Abteilungen: 1934: Abt. I Organisation und Verwaltung. Abt. II Juristische Abteilung. Abt. III Exekutiv-Abteilung. 1939: Abt. I Verwaltung. Abt. II Innenpolitische Polizei. Abt. III Abwehrpolizei. Der Amtssitz befand sich zunächst am Alte Garde-Ufer 2 (Cecilienallee 2), von März 1939 an in der Prinz Georg Str. 98, von Juni 1943-Feb.1945 nicht mehr in Düsseldorf, sondern in Ratingen, Mülheimer Str. 47, 1945 in Wuppertal sowie in Wewelsburg-Niederhagen. Die Leiter waren: Rudolf Murray (01.08.1933-08.1934) Franz Sommer (26.9.1934-31.7.1939) Dr. Karl Haselbacher (01.9.1939-1940) Dr. Kurt Venter (07.1940), März-Juli1941) Dr. Walter Albath (Nov. 1941-Juli 1943) Gustav Adolf Noske (August 1943-August 1944) Hans Henschke (01.10.1944-06.01.1945) Hans Kolitz (06.01.1945-Kriegsende) (zur Geschichte der Gestapo(leit)stelle Düsseldorf, s. Literaturhinweise sowie ) Der Bestand RW 0058 mit den 71644 Personenakten umfasst nicht um die vollständige Überlieferung der Gestapo Düsseldorf, da diese durch Bombenkrieg, Vernichtung und Nachkriegsverlusten reduziert wurde. Gleichwohl bildet dieser Bestand, der im damaligen Staatsarchiv Düsseldorf die Bestandsbezeichnung RW 0058 erhielt, die größte, erhalten gebliebene Überlieferung der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) in Deutschland. Zur Bestandsgeschichte: Ende 1944 Bedienstete der Staatspolizei(leit)stelle Düsseldorf verbrennen in Ihrem Ausweichquartier in Ratingen tagelang Akten. April/Mai 1945 Amerikanische Truppen beschlagnahmen die von der Gestapo noch nicht vernichteten und nach Westfalen ausgelagerten Akten der Staatspolizei(leit)stelle Düsseldorf und verbrennen ”in Unkenntnis der Bedeutung“ einen Teil der Akten vor Abgabe des Restbestands an die Britischen Militärregierung. April 1952 Nach anderthalbjährigen Verhandlungen gibt das englische Land Commissioner's Office die zuletzt im Düsseldorfer Stahlhof gelagerten Gestapo-Akten an das Staatsarchiv Düsseldorf. 1961-1981 Zur Erleichterung der Auswertung durch die Wissenschaft lässt das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf die Gestapo-Akten nach Personennamen, Verfolgungsgründen und Orten maschinenschriftlich auf Karteikarten erfassen (Umfang heute ca. 100.000 Karteikarten). 2001 Abgabe von 2.300 Düsseldorfer Gestapo-Akten über niederländische Bürger durch das Nederlandse Rijksinstituut voor Oorlogsdocumentatie Amsterdam an das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf. (Neue Archivsignaturen hier: RW 0058 Nr. 74370 bis Nr. 76670) Die Akten mit den Signaturen RW 58 Nr. 76671 bis Nr. 76745 wurden nachträglich dem Bestand beigefügt. Es handelt sich um Akten der Gestapo(leit)stelle Düsseldorf, die in den Besitz der DDR - in das dortige Ministerium für Staatssicherheit der DDR bzw. des ZPKK und des Deutschen Zentralarchivs in Potsdam gelangt waren. Nach der Wende 1989 wurden diese vom Bundesarchiv in zwei Aktenabgaben vom 12.07.2006 (Registratur: 43-01-04-2#954) sowie vom 02.02.2009 (R3M-1-09-0230/09), an das damalige Landesarchiv NRW Hauptstaatsarchiv Düsseldorf abgegeben und dort zunächst als Bestände BR 2278 und BR 2372 verzeichnet. Weitere Original-Akten der ehemaligen Gestapo(leit)stelle Düsseldorf befinden sich nach derzeitigem Kenntnisstand in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, beim Internationalen Suchdienst des Roten Kreuzes in Bad Arolsen sowie im Institut des Nationalen Gedenkens in Warschau.
Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte
Als nach Berlin zweitgrößte Gestapostelle im Deutschen Reich war die Staatspolizeileitstelle (StaPo) Düsseldorf mit ihren Außendienststellen in Essen, Mönchengladbach, Wuppertal, Duisburg -Hamborn, Oberhausen und Krefeld sowie den Grenzpolizeikommissariaten Emmerich, Kaldenkirchen und Kleve für den Regierungsbezirk Düsseldorf zuständig. Ab 1939 als Staatspolizeileitstelle fielen auch für die Regierungsbezirke Köln, Aachen, Trier und Koblenz in ihren Zuständigkeitsbereich. Die Staatspolizei(leit)stelle bestand aus drei Abteilungen: 1934: Abt. I Organisation und Verwaltung. Abt. II Juristische Abteilung. Abt. III Exekutiv-Abteilung. 1939: Abt. I Verwaltung. Abt. II Innenpolitische Polizei. Abt. III Abwehrpolizei. Der Amtssitz befand sich zunächst am Alte Garde-Ufer 2 (Cecilienallee 2), von März 1939 an in der Prinz Georg Str. 98, von Juni 1943-Feb.1945 nicht mehr in Düsseldorf, sondern in Ratingen, Mülheimer Str. 47, 1945 in Wuppertal sowie in Wewelsburg-Niederhagen. Die Leiter waren: Rudolf Murray (01.08.1933-08.1934) Franz Sommer (26.9.1934-31.7.1939) Dr. Karl Haselbacher (01.9.1939-1940) Dr. Kurt Venter (07.1940), März-Juli1941) Dr. Walter Albath (Nov. 1941-Juli 1943) Gustav Adolf Noske (August 1943-August 1944) Hans Henschke (01.10.1944-06.01.1945) Hans Kolitz (06.01.1945-Kriegsende) (zur Geschichte der Gestapo(leit)stelle Düsseldorf, s. Literaturhinweise sowie ) Der Bestand RW 0058 mit den 71644 Personenakten umfasst nicht um die vollständige Überlieferung der Gestapo Düsseldorf, da diese durch Bombenkrieg, Vernichtung und Nachkriegsverlusten reduziert wurde. Gleichwohl bildet dieser Bestand, der im damaligen Staatsarchiv Düsseldorf die Bestandsbezeichnung RW 0058 erhielt, die größte, erhalten gebliebene Überlieferung der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) in Deutschland. Zur Bestandsgeschichte: Ende 1944 Bedienstete der Staatspolizei(leit)stelle Düsseldorf verbrennen in Ihrem Ausweichquartier in Ratingen tagelang Akten. April/Mai 1945 Amerikanische Truppen beschlagnahmen die von der Gestapo noch nicht vernichteten und nach Westfalen ausgelagerten Akten der Staatspolizei(leit)stelle Düsseldorf und verbrennen ”in Unkenntnis der Bedeutung“ einen Teil der Akten vor Abgabe des Restbestands an die Britischen Militärregierung. April 1952 Nach anderthalbjährigen Verhandlungen gibt das englische Land Commissioner's Office die zuletzt im Düsseldorfer Stahlhof gelagerten Gestapo-Akten an das Staatsarchiv Düsseldorf. 1961-1981 Zur Erleichterung der Auswertung durch die Wissenschaft lässt das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf die Gestapo-Akten nach Personennamen, Verfolgungsgründen und Orten maschinenschriftlich auf Karteikarten erfassen (Umfang heute ca. 100.000 Karteikarten). 2001 Abgabe von 2.300 Düsseldorfer Gestapo-Akten über niederländische Bürger durch das Nederlandse Rijksinstituut voor Oorlogsdocumentatie Amsterdam an das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf. (Neue Archivsignaturen hier: RW 0058 Nr. 74370 bis Nr. 76670) Die Akten mit den Signaturen RW 58 Nr. 76671 bis Nr. 76745 wurden nachträglich dem Bestand beigefügt. Es handelt sich um Akten der Gestapo(leit)stelle Düsseldorf, die in den Besitz der DDR - in das dortige Ministerium für Staatssicherheit der DDR bzw. des ZPKK und des Deutschen Zentralarchivs in Potsdam gelangt waren. Nach der Wende 1989 wurden diese vom Bundesarchiv in zwei Aktenabgaben vom 12.07.2006 (Registratur: 43-01-04-2#954) sowie vom 02.02.2009 (R3M-1-09-0230/09), an das damalige Landesarchiv NRW Hauptstaatsarchiv Düsseldorf abgegeben und dort zunächst als Bestände BR 2278 und BR 2372 verzeichnet. Weitere Original-Akten der ehemaligen Gestapo(leit)stelle Düsseldorf befinden sich nach derzeitigem Kenntnisstand in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, beim Internationalen Suchdienst des Roten Kreuzes in Bad Arolsen sowie im Institut des Nationalen Gedenkens in Warschau.
Archivbestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
21.04.2026, 8:22 AM CEST
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 2. Verwaltungsbehörden Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln (Archival tectonics)
- 2.4. Polizei (Archival tectonics)
- 2.4.3. Polizeidienststellen der NS-Zeit (Archival tectonics)
- 2.4.3.4. Geheime Staatspolizei (Archival tectonics)
- 2.4.3.4.1. Geheime Staatspolizei-Staatspolizei(leit)stelle Düsseldorf (Archival tectonics)