Hans Keller, Bürgermeister, und David Engler, des Rates, beide Bürger zu Memmingen und vom dortigen Rat verordnete Pfleger der armen Spitaldürftigen und ihres Hauses, sowie Alexander Huber, Hofmeister daselbst, beurkunden, dass sich Enderle Schmalholz zu Dickenreishausen (Dickerlishausen), ehelicher Sohn des bereits verstorbenen Hans Schmalholz und der Ursula Kaiser, der bisher dem Armenspital leibeigen gewesen ist, um eine Summe Geldes in nicht genannter Höhe von dessen Leibherrschaft losgekauft hat. Also sprechen die Aussteller genannten Enderle von der bisherigen Eigenschaft seines Leibes und Gutes mit allen anhängenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, so dass er künftig bei anderen Herrschaften Schutz und Schirm oder Bürgerrecht annehmen und mit seinem Leib und Gut nach eigenem Willen verfahren kann, wobei er keine Behinderung seitens der Aussteller oder ihrer Amtsnachfolger gewärtigen muss.
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Hans Keller, Bürgermeister, und David Engler, des Rates, beide Bürger zu Memmingen und vom dortigen Rat verordnete Pfleger der armen Spitaldürftigen und ihres Hauses, sowie Alexander Huber, Hofmeister daselbst, beurkunden, dass sich Enderle Schmalholz zu Dickenreishausen (Dickerlishausen), ehelicher Sohn des bereits verstorbenen Hans Schmalholz und der Ursula Kaiser, der bisher dem Armenspital leibeigen gewesen ist, um eine Summe Geldes in nicht genannter Höhe von dessen Leibherrschaft losgekauft hat. Also sprechen die Aussteller genannten Enderle von der bisherigen Eigenschaft seines Leibes und Gutes mit allen anhängenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, so dass er künftig bei anderen Herrschaften Schutz und Schirm oder Bürgerrecht annehmen und mit seinem Leib und Gut nach eigenem Willen verfahren kann, wobei er keine Behinderung seitens der Aussteller oder ihrer Amtsnachfolger gewärtigen muss.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 3161
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1550-1599
1582 Juli 4
21 x 32,7 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Armenspital (Unterhospital) zu Memmingen
Empfänger: Enderle Schmalholz
Siegler: Die Spitalpfleger
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Empfänger: Enderle Schmalholz
Siegler: Die Spitalpfleger
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Engler, David
Huber, Alexander
Kaiser, Ursula
Keller, Hans
Schmalholz, Enderle
Schmalholz, Hans
Dickenreishausen : Memmingen MM
Memmingen MM
Memmingen MM; Armenspital
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:19 MEZ
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