Dominicus [I. Laymann], Abt, sowie Prior und Konvent zu Weingarten schließen mit Johann Rudolf von der Halden zu Haldenegg, Weingartener Rat und Vogt der Herrschaft Blumenegg, einen gütlichen Vergleich in Streit über Leibeigenschaft, Abzug oder Nachsteuer, Steuer, Schnitz und Fronbarkeit. Wegen Leibeigenschaft und Abzug verbleibt es bei dem gräflich sulzischen Befreiungsbrief von 1612, jedoch mit Einschränkungen für den Fall der Heirat von der Haldenscher Nachkommen mit Leibeigenen und des Erwerbs weiterer Güter. Die von der Haldenschen Häuser bleiben von Frondiensten befreit, solange die Familie diese persönlich bewohnt, jedoch fallen Landes- und Gemeinwerke nicht unter die Befreiung. Weitere Bestimmungen betreffend Schadloshaltung für Reichs-, Kreis- und Bundeslasten. Auflistung der betroffenen Gebäude, darunter Stammhaus Haldenegg, Haus in Bludenz, Mühle in Bludesch und sonstige Liegenschaften wie Äcker, Wiesen, Weingärten, Maiensässe und Alpen sowie Gülten, ferner Güter, die dem Sohn des Vogts, Hans Christoph von der Halden eingeräumt wurden, darunter ein Haus in der Au zu Ludesch, von den Erben des Ammanns Schmid gekauft, und Liegenschaften, die der Tochter Katharina, Ehefrau des Landschreibers Joseph Zürcher in Thüringen, übergeben wurden.
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Dominicus [I. Laymann], Abt, sowie Prior und Konvent zu Weingarten schließen mit Johann Rudolf von der Halden zu Haldenegg, Weingartener Rat und Vogt der Herrschaft Blumenegg, einen gütlichen Vergleich in Streit über Leibeigenschaft, Abzug oder Nachsteuer, Steuer, Schnitz und Fronbarkeit. Wegen Leibeigenschaft und Abzug verbleibt es bei dem gräflich sulzischen Befreiungsbrief von 1612, jedoch mit Einschränkungen für den Fall der Heirat von der Haldenscher Nachkommen mit Leibeigenen und des Erwerbs weiterer Güter. Die von der Haldenschen Häuser bleiben von Frondiensten befreit, solange die Familie diese persönlich bewohnt, jedoch fallen Landes- und Gemeinwerke nicht unter die Befreiung. Weitere Bestimmungen betreffend Schadloshaltung für Reichs-, Kreis- und Bundeslasten. Auflistung der betroffenen Gebäude, darunter Stammhaus Haldenegg, Haus in Bludenz, Mühle in Bludesch und sonstige Liegenschaften wie Äcker, Wiesen, Weingärten, Maiensässe und Alpen sowie Gülten, ferner Güter, die dem Sohn des Vogts, Hans Christoph von der Halden eingeräumt wurden, darunter ein Haus in der Au zu Ludesch, von den Erben des Ammanns Schmid gekauft, und Liegenschaften, die der Tochter Katharina, Ehefrau des Landschreibers Joseph Zürcher in Thüringen, übergeben wurden.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 M U 196
HSTAM Weingarten Nr. 247
HSTAM Öst. Extr. 3879
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 M Weingarten, Benediktinerkloster, Münchner Ablieferung: Urkunden
Weingarten, Benediktinerkloster, Münchner Ablieferung: Urkunden >> Urkunden
1638 November 2 (den andern Novembris)
46 x 65 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Ausstellungsort: Bludesch
Aussteller: Dominicus [I. Laymann], Abt, sowie Prior und Konvent zu Weingarten
Empfänger: Johann Rudolf von der Halden zu Haldenegg, Weingartener Rat und Vogt der Herrschaft Blumenegg
Siegler: Aussteller und Empfänger
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 3 S. in Holzkapsel, 1 besch.
Aussteller: Dominicus [I. Laymann], Abt, sowie Prior und Konvent zu Weingarten
Empfänger: Johann Rudolf von der Halden zu Haldenegg, Weingartener Rat und Vogt der Herrschaft Blumenegg
Siegler: Aussteller und Empfänger
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 3 S. in Holzkapsel, 1 besch.
Halden, Johann Christoph von der
Halden, Johann Rudolf von der; Landvogt
Halden, Katharina von der
Laymann, Dominicus I.; Abt von Weingarten
Schmid, Martin, Landammann
Weingarten, Dominikus I. Laymann; Abt, 1598-1673
Zürcher, Joseph, Landschreiber
Zürcher, Katharina
Au : Ludesch, Vorarlberg [A]
Bludenz, Vorarlberg [A]
Bludesch, Vorarlberg [A]
Blumenegg, Vorarlberg [A]; Landschreiber
Blumenegg, Vorarlberg [A]; Landvogt
Haldenegg, Ansitz in der Herrschaft Blumenegg, Vorarlberg [A]
Ludesch, Vorarlberg [A]
Thüringen, Vorarlberg [A]; Einwohner
Weingarten RV; Kloster, Abt und Konvent
Weingarten RV; Kloster, Prior und Konvent
Weingarten RV; Kloster, Räte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:25 MEZ
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