Nachlass Oskar Suffert (Bestand)
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D 72 Suffert
Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik) >> 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe >> 1.3. Organisationen, Güter, Familien, Personen >> 1.3.5. Nachlässe
1913-1974
Lebenserinnerungen (darin: 1. u. 2. Weltkrieg in Flandern, Serbien, Polen); Manuskripte, Materialsammlungen (auch Bilder und Fotos), Ausarbeitungen zur lippischen und allgemeinen Geschichte, zu Naturkunde und Volkskunde.
Bestandsgeschichte: (1892-1974), Direktor des Lippischen Landesmuseums in Detmold, Germanenforscher, Landesbeauftragter für Naturschutz etc.
Form und Inhalt: Oskar Suffert wurde am 23.12. 1892 in Hannover geboren. Nach dem Abitur 1911 studierte er in Marburg/Lahn, Greifswald, München und Grenoble Geschichte, Germanistik und Romanistik, unterbrochen durch den Militärdienst im 1. Weltkrieg; nach dem 1. Staatsexamen 1920 in Marburg und seiner Zeit als Studienreferendar in Hannover gründete Suffert zunächst eine Privatschule in der Lüneburger Heide, trat dann in Uelzen in den staatlichen Schuldienst ein und wurde 1927 Studienrat am Oberlyzeum in Detmold (seine Mutter stammte aus Detmold).
1934 wurde er Leiter des Lippischen Landesmuseums und blieb dies bis 1957. Im 2. Weltkrieg musste Suffert in Detmold, Bromberg, Lingen, Rheine und in der Senne Militärdienst ableisten. Neben seiner Tätigkeit als Museumsdirektor war Suffert auch noch in der Germanenforschung (Zeitschrift "Germanien") tätig, er war Landesbeauftragter für Naturschutz, stellvertretender Vorsitzender des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe, Vorstandsmitglied des Lippischen Heimatbundes, Mitglied im Bund für Vogelschutz, in der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und im Tierschutz der Tat.
Nach seiner Pensionierung 1957 scheint sich Suffert hauptsächlich der Heimat- und Naturkunde gewidmet zu haben. Seine unermüdliche Tätigkeit lässt sich - da die meisten seiner Notizen datiert sind - bis kurz vor seinem Tod im Februar 1974 verfolgen.
Sufferts Nachlass bietet einen guten Überblick über dessen breitgestreute Interessengebiete. Wie die gesammelten Zeitungen und Zeitschriften zeigen, war er als junger Mensch an Politik und Zeitgeschehen sehr interessiert beschäftigte sich aber auch mit Kunst, Literatur, Philosophie. Ende der 20er Jahre bis zum Ende der NS-Herrschaft konzentrierte er sich sehr stark auf Vor- und Vorgeschichte und Germanenforschung; nach dem 2. Weltkrieg wandte er sich hauptsächlich der Naturkunde zu. Dienstliche und private Interessen sind bei Suffert kaum zu trennen. Hingewiesen sei noch auf den Bestand L 115 E: Schriftleitung der Zeitschrift Germanien. Persönliche Unterlagen befinden sich in den Heftern:
39: Dienstpapiere, Briefe, Erinnerungen, Fotos vom Militärdienst im 2. Weltkrieg (Einsatz in Polen)
49: private und dienstliche Korrespondenzen
94: Entnazifizierungsverfahren
111: Mitgliedskarte im Bund für Vogelschutz
146: Mitgliedskarte im Lippischen Heimatbund
122: Tätigkeit im 3. Reich ("Germanien")
228: Erinnerungen an Militärdienst im 1. Weltkrieg
292: Mitgliedskarte in der Schutzgemeinde Deutscher Wald
294: handgeschriebener Lebenslauf 1947 (Notizen)
358: Portraitfoto Sufferts
Nachrufe der Lippischen Landeszeitung und der Lippischen Rundschau vom 15.02.1974 (Vgl. Freie Presse vom 13.10.1950).
Der vorliegende Bestand kam kurz nach Sufferts Tod ins Staatsarchiv Detmold (Zugang 13/1974); ein großer Teil befand sich in Hängemappen, die von Suffert selbst beschriftet und zum Teil mit Signaturen versehen waren. Die Nummern 1-381 wurden 1982 von Staatsarchivreferendar Dr. Ecker verzeichnet, der Rest vom Unterzeichneten.
Es ist zu zitieren: D 72 Suffert Nr. ...
Detmold, im Mai 1985
gez. Schwinger
Die Nummern 585-602 wurden am 23.03.2011 von Frau Professorin Bormeyer abgegeben.
gez. Niebuhr, 24.03.2011
Bestandsgeschichte: (1892-1974), Direktor des Lippischen Landesmuseums in Detmold, Germanenforscher, Landesbeauftragter für Naturschutz etc.
Form und Inhalt: Oskar Suffert wurde am 23.12. 1892 in Hannover geboren. Nach dem Abitur 1911 studierte er in Marburg/Lahn, Greifswald, München und Grenoble Geschichte, Germanistik und Romanistik, unterbrochen durch den Militärdienst im 1. Weltkrieg; nach dem 1. Staatsexamen 1920 in Marburg und seiner Zeit als Studienreferendar in Hannover gründete Suffert zunächst eine Privatschule in der Lüneburger Heide, trat dann in Uelzen in den staatlichen Schuldienst ein und wurde 1927 Studienrat am Oberlyzeum in Detmold (seine Mutter stammte aus Detmold).
1934 wurde er Leiter des Lippischen Landesmuseums und blieb dies bis 1957. Im 2. Weltkrieg musste Suffert in Detmold, Bromberg, Lingen, Rheine und in der Senne Militärdienst ableisten. Neben seiner Tätigkeit als Museumsdirektor war Suffert auch noch in der Germanenforschung (Zeitschrift "Germanien") tätig, er war Landesbeauftragter für Naturschutz, stellvertretender Vorsitzender des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe, Vorstandsmitglied des Lippischen Heimatbundes, Mitglied im Bund für Vogelschutz, in der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und im Tierschutz der Tat.
Nach seiner Pensionierung 1957 scheint sich Suffert hauptsächlich der Heimat- und Naturkunde gewidmet zu haben. Seine unermüdliche Tätigkeit lässt sich - da die meisten seiner Notizen datiert sind - bis kurz vor seinem Tod im Februar 1974 verfolgen.
Sufferts Nachlass bietet einen guten Überblick über dessen breitgestreute Interessengebiete. Wie die gesammelten Zeitungen und Zeitschriften zeigen, war er als junger Mensch an Politik und Zeitgeschehen sehr interessiert beschäftigte sich aber auch mit Kunst, Literatur, Philosophie. Ende der 20er Jahre bis zum Ende der NS-Herrschaft konzentrierte er sich sehr stark auf Vor- und Vorgeschichte und Germanenforschung; nach dem 2. Weltkrieg wandte er sich hauptsächlich der Naturkunde zu. Dienstliche und private Interessen sind bei Suffert kaum zu trennen. Hingewiesen sei noch auf den Bestand L 115 E: Schriftleitung der Zeitschrift Germanien. Persönliche Unterlagen befinden sich in den Heftern:
39: Dienstpapiere, Briefe, Erinnerungen, Fotos vom Militärdienst im 2. Weltkrieg (Einsatz in Polen)
49: private und dienstliche Korrespondenzen
94: Entnazifizierungsverfahren
111: Mitgliedskarte im Bund für Vogelschutz
146: Mitgliedskarte im Lippischen Heimatbund
122: Tätigkeit im 3. Reich ("Germanien")
228: Erinnerungen an Militärdienst im 1. Weltkrieg
292: Mitgliedskarte in der Schutzgemeinde Deutscher Wald
294: handgeschriebener Lebenslauf 1947 (Notizen)
358: Portraitfoto Sufferts
Nachrufe der Lippischen Landeszeitung und der Lippischen Rundschau vom 15.02.1974 (Vgl. Freie Presse vom 13.10.1950).
Der vorliegende Bestand kam kurz nach Sufferts Tod ins Staatsarchiv Detmold (Zugang 13/1974); ein großer Teil befand sich in Hängemappen, die von Suffert selbst beschriftet und zum Teil mit Signaturen versehen waren. Die Nummern 1-381 wurden 1982 von Staatsarchivreferendar Dr. Ecker verzeichnet, der Rest vom Unterzeichneten.
Es ist zu zitieren: D 72 Suffert Nr. ...
Detmold, im Mai 1985
gez. Schwinger
Die Nummern 585-602 wurden am 23.03.2011 von Frau Professorin Bormeyer abgegeben.
gez. Niebuhr, 24.03.2011
71 Kartons, 10 Mappen = 602 Archivbände 1913-1974. - Findbuch: D 72 Suffert.
Bestand
German
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ
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