Ausssprache im Parlament zur Lage der Landwirtschaft in Baden-Württemberg
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/002 D681001/305
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/002 Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg des SDR 1958-1970
Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg des SDR 1958-1970 >> 1968 >> Januar
27. Januar 1968
(O-Ton) Friedrich Konrad Stork, MdL, FDP/DVP, Freiburg-Land und (O-Ton) Franz Gurk, Dr., CDU, Landtagspräsident von Baden-Württemberg: Stork hebt an zu reden, Gurk rügt ihn im Rahmen seiner Kampagne für die freie Rede wegen seines Wortkonzepts, erteilt "zum letzten Male" die Erlaubnis dazu: "Wir sind nicht minderer geistiger Qualität wie die Herren Bundestagsabgeordeten. Wenn's noch einmal vorkommt, darf's wirklich nimmer vorkommen" (Gelächter, Zustimmung) / Stork setzt seine Rede nunmehr ununterbrochen fort: Besorgniserregende Entwicklung in allen Zweigen der Landwirtschaft in Bund und Land / Lebhafte Verbindung mit der Landbevölkerung: Unruhe dort wegen nachteiliger Entwicklung in Produktion, Absatz und der erzielten Preise / (2'59)
(O-Ton) Eugen Leibfried, CDU, Landwirtschaftsminister von Baden- Württemberg: Die existentielle Bedeutung der Erzeugung von Nahrungsmitteln / 75 Prozent Bedarfsdeckung aus eigener Produktion: Erfolg bäuerlichen Fleißes, sachgerechter Beratung und ausgewogener Förderungspolitik / Deutsche Landwirtschaft, Trägerin gesamtwirtschaftlich, soziologisch und kulturell eminent bedeutender Funktionen, auch innerhalb der EWG / Statistik zu Ausgaben, Lebenshaltung, Steuern, Verkaufserlösen in der Landwirtschaft / (2'48)
(O-Ton) Josef Siedler, MdL, CDU, Leutkirch: Zwei Drittel der Menschheit hungern / Überschüsse an Lebensmitteln in Hungergebiete liefern, die technischen Mittel sind vorhanden / Die Kosten dafür im Vergleich zu den Kosten für die Lagerhaltung in Deutschland (vereinzelter Applaus) / Gebot der Humanität / (2'31)
(O-Ton) Friedrich Stephan, MdL, SPD, Offenburg: Schwierige Fragen für die Landwirtschaft am Beginn des gemeinsamen Marktes / Prekäre Lage, aber die Landwirtschaft hat am wirtschaftlichen Aufschwung auch teilgenommen / Geringeres Pro-Kopf-Einkommen: Disparität nach und nach abbauen / (1'22)
(O-Ton) Eugen Leibfried, CDU, Landwirtschaftsminister von Baden- Württemberg: Die existentielle Bedeutung der Erzeugung von Nahrungsmitteln / 75 Prozent Bedarfsdeckung aus eigener Produktion: Erfolg bäuerlichen Fleißes, sachgerechter Beratung und ausgewogener Förderungspolitik / Deutsche Landwirtschaft, Trägerin gesamtwirtschaftlich, soziologisch und kulturell eminent bedeutender Funktionen, auch innerhalb der EWG / Statistik zu Ausgaben, Lebenshaltung, Steuern, Verkaufserlösen in der Landwirtschaft / (2'48)
(O-Ton) Josef Siedler, MdL, CDU, Leutkirch: Zwei Drittel der Menschheit hungern / Überschüsse an Lebensmitteln in Hungergebiete liefern, die technischen Mittel sind vorhanden / Die Kosten dafür im Vergleich zu den Kosten für die Lagerhaltung in Deutschland (vereinzelter Applaus) / Gebot der Humanität / (2'31)
(O-Ton) Friedrich Stephan, MdL, SPD, Offenburg: Schwierige Fragen für die Landwirtschaft am Beginn des gemeinsamen Marktes / Prekäre Lage, aber die Landwirtschaft hat am wirtschaftlichen Aufschwung auch teilgenommen / Geringeres Pro-Kopf-Einkommen: Disparität nach und nach abbauen / (1'22)
0:11:48; 0'11
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg
Baden-Württemberg; Landtag: Landtagspräsident
Debatte: freie Rede
Entwicklungspolitik
Ernährung: Hunger
Europa: EG
Förderung
Landwirtschaft
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:31 MEZ