Mainz, 1614.03.06. (Richter Hettisch). Der B. und Schwertfeger Jakob Rüdesheimer u.s.Fr. Katharina bekennen, Herrn Georg Schobinger, B. und Handelsmann zu München, 473 fl. 31 Kr. zu schulden. Sie haben in gerichtlichem Protokoll vom 20.7.1613 versprochen, davon zu jeder Frankfurter Messe 60 fl. zu zahlen; doch war ihnen gleich die erste Rate dem Melchior Jenisch, Faktor des Georg Schobinger, zu zahlen nicht möglich. Dem Diener Georg Schobingers, Paul Winkel, versprechen sie nun zur nächsten Frankfurter Fastenmesse 100 fl. zu zahlen, sodann alle weiteren Raten mit je 30 fl. Unterpfand: 1) Ihr zinsfreies Haus im Kirschgarten, zwischen Hans Rotels Ww. und Johann Harn, Stadtgerichtsprokurator; 2) ihre ganze fahrende Habe und Nahrung. Z.: Paul Debolt, Buchbinder, und Ebert Ruel, Kürschner.
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Mainz, 1614.03.06. (Richter Hettisch). Der B. und Schwertfeger Jakob Rüdesheimer u.s.Fr. Katharina bekennen, Herrn Georg Schobinger, B. und Handelsmann zu München, 473 fl. 31 Kr. zu schulden. Sie haben in gerichtlichem Protokoll vom 20.7.1613 versprochen, davon zu jeder Frankfurter Messe 60 fl. zu zahlen; doch war ihnen gleich die erste Rate dem Melchior Jenisch, Faktor des Georg Schobinger, zu zahlen nicht möglich. Dem Diener Georg Schobingers, Paul Winkel, versprechen sie nun zur nächsten Frankfurter Fastenmesse 100 fl. zu zahlen, sodann alle weiteren Raten mit je 30 fl. Unterpfand: 1) Ihr zinsfreies Haus im Kirschgarten, zwischen Hans Rotels Ww. und Johann Harn, Stadtgerichtsprokurator; 2) ihre ganze fahrende Habe und Nahrung. Z.: Paul Debolt, Buchbinder, und Ebert Ruel, Kürschner.
U / 1614 März 6 (in 5 / 24)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
06.03.1614
Stadtgericht Mainz
In 5 / 24, fol. 60 v.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:31 MESZ