Kammerort Berg (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 427 L
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Topographische Auslesebestände und Bezirksbehörden >> Rentkammerämter
1559-1821
1. Zur Geschichte von Burg, Weiler und Kammerort Berg: Bei Berg handelt es sich um eine Burgsiedlung. Ihre erste Nennung stammt aus dem 12. Jahrhundert ("de Berg"). Die Burg in der Nähe der Villa Berg war Sitz der im 12. Jahrhundert und von 1241 bis 1291 erwähnten Herren von Berg. Sie wurde wohl 1291 durch Albrecht von Hohenberg zerstört. Ihre Ringmauern blieben bis zum Neubau der Berger Kirche 1853 erhalten. Außerdem gab es in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts bei der Bachmühle eine Wasserburg. Sie wurde 1287 von König Rudolf zerstört. Berg unterstand vom 17. Jahrhundert an der herzoglichen Rentkammer. Der Weiler ohne eigene Gemarkung wurde 1836 unter gleichzeitigem Gebietsausgleich gegenüber Cannstatt nach Stuttgart eingegliedert. 1874 noch Stuttgarter Vorstadt, wurde Berg als Wohnplatz 1950 aufgehoben. Literatur: Beschreibung des Oberamts Canstatt, Stuttgart und Tübingen 1832 Beschreibung des Stadtdirections-Bezirkes Stuttgart, Stuttgart 1856 Das Land Baden-Württemberg, 3, Stuttgart 1980
2 Zur Geschichte und Verzeichnung des Bestandes: Die Rentkammerämter umfassen nur wenige, erst im 17. und 18. Jahrhundert erworbene Orte und Besitzungen, die nicht der "Landschaft" eingegliedert wurden, keine Vertreter in den Landtag entsandten und daher keine Beiträge an die Landschaftskasse entrichteten. Sie unterstanden lediglich der Rentkammer und leisteten ihre Abgaben und Zahlungen an sie. Die Bestände enthalten keine Membra, sondern setzen sich ausschließlich aus Aktenabgaben lokaler Nachfolgebehörden zusammen (vgl. die "Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart. Altwürttembergisches Archiv", Stuttgart 1975, S. 150). Der vorliegende Bestand A 427 L wurde 1969 vom Staatsarchiv Ludwigsburg im Rahmen eines umfangreichen Archivalienaustausches an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart abgegeben (Az.: H.I.11a; 1969). Weitere Überlieferung dieser Provenienz sowie Archivalien betr. den Kammerort Berg finden sich vor allem in folgenden Beständen: A 249 Rentkammer: Ämterakten A 302 Weltliche Ämterrechnungen H 112 Lagerbücher für Kondominate und gemeinschaftliche Rechte Außerdem sei auf den Bestand F 120 Holzverwaltung Berg u. a. im Staatsarchiv Ludwigsburg hingewiesen. 14 Büschel waren im Staatsarchiv Ludwigsburg in der Vorkriegszeit von Karl Otto Müller aufgenommen worden; ein Büschel (Bü. 15) wurde nachträglich maschinenschriftlich verzeichnet. Die übrigen Akten waren unverzeichnet. Die seitherigen Büschelnummern wurden so weit wie möglich beibehalten. Vgl. die Konkordanz am Ende des Repertoriums. Bei der Neuaufnahme wurde nach einer Sachgliederung, die Barbara Hoen zur Verzeichnung der altwürttembergischen Amtsbestände entwickelt hat, klassifiziert (vgl. Az. 7511.0 vom 1.1.1997). Die Neuverzeichnung erfolgte im März 1999 unter Mitwirkung des Anwärters Andreas Müller und mit Hilfe des Computerprogramms MIDOSA. Der Bestand besteht nun aus 38 Büscheln im Umfang von 0,6 lfd. m. Das Archivverzeichnis von K.O. Müller wurde in den Bestand A 605 Ältere Repertorien eingeordnet. Stuttgart, im März 1999 Christine Bührlen-Grabinger
Abkürzungsverzeichnis:
Abschr. Abschrift
Az. Aktenzeichen
betr. betreffend
Bl. Blatt
Bü. Büschel
desgl. desgleichen
Hz. Herzog
L Ludwigsburg
lfd. m laufende Meter
o. D. ohne Datum
S. Seite
Schr. Schriftstück(e)
St. Stück
StAL Staatsarchiv Ludwigsburg
Tgb.Nr. Tagebuchnummer
vgl. vergleiche
Konkordanz:
alte Bü.-Nr. neue Bü.-Nr. Ordnungs-Nr.
1 1 33
2 2 26
3 3 34
4 4 35
5 5 37
6 6 38
7 7 18
8 8 13
8 16 36
9 9 14
10 10 27
11 11 22
12 12 23
13 13 24
14 14 25
15 15 12
unverzeichnet 17 1
unverzeichnet 18 2
unverzeichnet 19 3
unverzeichnet 20 4
unverzeichnet 21 5
unverzeichnet 22 6
unverzeichnet 23 7
unverzeichnet 24 8
unverzeichnet 25 9
unverzeichnet 26 10
unverzeichnet 27 11
unverzeichnet 28 15
unverzeichnet 29 16
unverzeichnet 30 17
unverzeichnet 31 19
unverzeichnet 32 20
unverzeichnet 33 21
unverzeichnet 34 28
unverzeichnet 35 29
unverzeichnet 36 30
unverzeichnet 37 31
unverzeichnet 38 32
2 Zur Geschichte und Verzeichnung des Bestandes: Die Rentkammerämter umfassen nur wenige, erst im 17. und 18. Jahrhundert erworbene Orte und Besitzungen, die nicht der "Landschaft" eingegliedert wurden, keine Vertreter in den Landtag entsandten und daher keine Beiträge an die Landschaftskasse entrichteten. Sie unterstanden lediglich der Rentkammer und leisteten ihre Abgaben und Zahlungen an sie. Die Bestände enthalten keine Membra, sondern setzen sich ausschließlich aus Aktenabgaben lokaler Nachfolgebehörden zusammen (vgl. die "Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart. Altwürttembergisches Archiv", Stuttgart 1975, S. 150). Der vorliegende Bestand A 427 L wurde 1969 vom Staatsarchiv Ludwigsburg im Rahmen eines umfangreichen Archivalienaustausches an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart abgegeben (Az.: H.I.11a; 1969). Weitere Überlieferung dieser Provenienz sowie Archivalien betr. den Kammerort Berg finden sich vor allem in folgenden Beständen: A 249 Rentkammer: Ämterakten A 302 Weltliche Ämterrechnungen H 112 Lagerbücher für Kondominate und gemeinschaftliche Rechte Außerdem sei auf den Bestand F 120 Holzverwaltung Berg u. a. im Staatsarchiv Ludwigsburg hingewiesen. 14 Büschel waren im Staatsarchiv Ludwigsburg in der Vorkriegszeit von Karl Otto Müller aufgenommen worden; ein Büschel (Bü. 15) wurde nachträglich maschinenschriftlich verzeichnet. Die übrigen Akten waren unverzeichnet. Die seitherigen Büschelnummern wurden so weit wie möglich beibehalten. Vgl. die Konkordanz am Ende des Repertoriums. Bei der Neuaufnahme wurde nach einer Sachgliederung, die Barbara Hoen zur Verzeichnung der altwürttembergischen Amtsbestände entwickelt hat, klassifiziert (vgl. Az. 7511.0 vom 1.1.1997). Die Neuverzeichnung erfolgte im März 1999 unter Mitwirkung des Anwärters Andreas Müller und mit Hilfe des Computerprogramms MIDOSA. Der Bestand besteht nun aus 38 Büscheln im Umfang von 0,6 lfd. m. Das Archivverzeichnis von K.O. Müller wurde in den Bestand A 605 Ältere Repertorien eingeordnet. Stuttgart, im März 1999 Christine Bührlen-Grabinger
Abkürzungsverzeichnis:
Abschr. Abschrift
Az. Aktenzeichen
betr. betreffend
Bl. Blatt
Bü. Büschel
desgl. desgleichen
Hz. Herzog
L Ludwigsburg
lfd. m laufende Meter
o. D. ohne Datum
S. Seite
Schr. Schriftstück(e)
St. Stück
StAL Staatsarchiv Ludwigsburg
Tgb.Nr. Tagebuchnummer
vgl. vergleiche
Konkordanz:
alte Bü.-Nr. neue Bü.-Nr. Ordnungs-Nr.
1 1 33
2 2 26
3 3 34
4 4 35
5 5 37
6 6 38
7 7 18
8 8 13
8 16 36
9 9 14
10 10 27
11 11 22
12 12 23
13 13 24
14 14 25
15 15 12
unverzeichnet 17 1
unverzeichnet 18 2
unverzeichnet 19 3
unverzeichnet 20 4
unverzeichnet 21 5
unverzeichnet 22 6
unverzeichnet 23 7
unverzeichnet 24 8
unverzeichnet 25 9
unverzeichnet 26 10
unverzeichnet 27 11
unverzeichnet 28 15
unverzeichnet 29 16
unverzeichnet 30 17
unverzeichnet 31 19
unverzeichnet 32 20
unverzeichnet 33 21
unverzeichnet 34 28
unverzeichnet 35 29
unverzeichnet 36 30
unverzeichnet 37 31
unverzeichnet 38 32
38 Büschel
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ