Pfalzgraf Johann [von Pfalz-Neumarkt] gibt den Pfarrern und Priestern zu Pleystein (Pleistain), Kemnath (Kemnarth auf dem Orggen), zu Eslarn, zu Waidhaus (Waidhawsenn), zu Püchersreuth (Purckhartsreutt), zu "Lindren", zu Tännesberg (Tenesperg), zu Moosbach (Mospach) und zu Schmidgaden (Schmidgadenn) die nachgenannten Gnaden und Freiheiten. Sie dürfen ihre Habe nach dem Tod und zu Lebzeiten frei vererben, aber mit dem Vorbehalt, dass die pfalzgräflichen Rechte, Gewohnheiten, Vogteien, Steuern oder Dienste unverletzt bleiben. Ihr Gut dürfen sie in pfalzgräfliche Schlösser und Städte zum Schutz führen, was ihnen dann aber ungehindert weiter zu Nutzen und Gebrauch stehen soll. Jährlich sollen sie sich auf den Montag nach Quasimodogeniti zur Zeit der Vesper im Markt zu Tännesberg treffen, und dort zum Seelenheil des Pfalzgrafen, seiner Vor- und Nachfahren nachts Vigilien und tagsüber Seelenmessen feiern so wie gleichermaßen begnadete Pfarrer und Priester anderswo. Im Fall der Säumigkeit werden 60 Regensburger Pfennig fällig, die zum gemeinsamen Nutzen wie dem Kauf von Zehrung oder Wachs verwendet werden sollen. Den Pflegern, Amtleuten und Schergen wird geboten, die Pfarrer und ihre Nachfolger bei dieser Gnade bleiben zu lassen und sie dabei zu handhaben.
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Pfalzgraf Johann [von Pfalz-Neumarkt] gibt den Pfarrern und Priestern zu Pleystein (Pleistain), Kemnath (Kemnarth auf dem Orggen), zu Eslarn, zu Waidhaus (Waidhawsenn), zu Püchersreuth (Purckhartsreutt), zu "Lindren", zu Tännesberg (Tenesperg), zu Moosbach (Mospach) und zu Schmidgaden (Schmidgadenn) die nachgenannten Gnaden und Freiheiten. Sie dürfen ihre Habe nach dem Tod und zu Lebzeiten frei vererben, aber mit dem Vorbehalt, dass die pfalzgräflichen Rechte, Gewohnheiten, Vogteien, Steuern oder Dienste unverletzt bleiben. Ihr Gut dürfen sie in pfalzgräfliche Schlösser und Städte zum Schutz führen, was ihnen dann aber ungehindert weiter zu Nutzen und Gebrauch stehen soll. Jährlich sollen sie sich auf den Montag nach Quasimodogeniti zur Zeit der Vesper im Markt zu Tännesberg treffen, und dort zum Seelenheil des Pfalzgrafen, seiner Vor- und Nachfahren nachts Vigilien und tagsüber Seelenmessen feiern so wie gleichermaßen begnadete Pfarrer und Priester anderswo. Im Fall der Säumigkeit werden 60 Regensburger Pfennig fällig, die zum gemeinsamen Nutzen wie dem Kauf von Zehrung oder Wachs verwendet werden sollen. Den Pflegern, Amtleuten und Schergen wird geboten, die Pfarrer und ihre Nachfolger bei dieser Gnade bleiben zu lassen und sie dabei zu handhaben.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, {67 Nr. 820, 360 Verweisung 1}
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Perpetuum II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1427 Juni 22 (am sonntag vor Johannis Babtiste)
fol. 431r-432r
Urkunden
Siegler: Johann von Pfalz-Neumarkt
Die Urkunde ist inseriert in einer Bestätigungsurkunde Kurfürst Philipps von der Pfalz vom 15.06.1497, siehe GLAK 67 Nr. 820, fol. 431r-432r (Nr. 360). Kemnath "auf dem Orggen" dürfte sich auf Kemnath am Buchberg (veraltet Kemnath bei Neuneigen) beziehen. Was mit "Lindren" gemeint ist, lässt sich nicht identifizieren.
Eslarn NEW
Kemnath am Buchberg : Schnaittenbach AS
Moosbach NEW
Neunburg vorm Wald SAD
Pleystein NEW
Püchersreuth NEW
Schmidgaden SAD
Tännesberg NEW
Waidhaus NEW
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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