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Abbildung eines Kupferstichs einer Frau mit Keuschheitsgürtel
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Schwarz-Weiß-Fotografie eines Kupferstichs, auf dem zwei Personen in einem Zimmer von der Seite abgebildet sind. Eine der Personen, eine Frau, sitzt links in einem Himmelbett, ein Bein vor sich auf der Matratze, eines am Boden. Bis auf einen sog. „Keuschheitsgürtel“ ist sie unbekleidet. Ihr Rücken lehnt an einem Kissen, in der ausgestreckten Hand hält sie einen Schlüssel, den sie einem ihr gegenüberstehenden Mann übergibt und ihn dabei ansieht. Der Mann, rechts im Bild, trägt Stiefel, Hosen, eine Jacke, einen Umhang und einen Hut mit Federschmuck auf seinem Kopf, ein Degen oder ein langes Schwert steckt in einer Hülle auf Hüfthöhe, die an einem Riemen befestigt ist. Er sieht die Frau an und nimmt mit einer Hand den Schlüssel entgegen, die andere hat er in die Hüfte gestemmt. Im Hintergrund des Zimmers ist ein Fenster zu sehen. Unter dem Himmelbett steht ein Paar Schuhe.
Kontext:
Die Abbildung wurde in der 1698 erschienenen Publikation „L'école des maris jaloux ou les fureurs de l'amour jaloux“ von Matthieu Fortin abgedruckt. Der*/die Urheber*in des Stichs ist unbekannt. In den beiden Publikationen, in denen das Bild abgedruckt wurde, ist auf Textebene keine Kontextualisierung zu finden.
Vereinzelte Belege für Keuschheitsgürtel gibt es erst für die Zeit nach den Kreuzzügen ab dem späten 14. Jahrhundert bis ins 17. Jahrhundert. Wie weit sie verbreitet waren und für welchen Zweck sie genutzt wurden, ob zum Schutz vor sexuellen Übergriffen, als Sexspielzeug, als Druckmittel und Körperstrafe oder um sexuelle Abstinenz zu garantieren (wie die Apparate zur Verhinderung von Onanie aus dem 19. Jahrhundert), ist unter Fachleuten immer noch umstritten.