Geldverleih von Peter Schmits an die Eheleute Andreas Edmund Ludwigs und Maria Anna Graaff
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4KG 004 Aachen Aachen
Aachen >> Urkunden
11.11.1775
Regest: 1775 November 11 Wilhelm Gottfried von Lommessem, Statthalter des Richters, Johann Jakob Freiherr von Wylre und Caspar Aloysius von Limperes, Schöffen des kgl. Stuhls und der Stadt Aachen, realisieren auf Antrag des vereidigten Gerichtsprocurators Gerard Franz Corneli folgendes Notariatsinstrument: 1775 Oktober 26 (Aachen) Vor dem Notar Gerard Franz Corneli entleiht der Nadelfabrikant zu Aachen Andreas Edmund Ludwigs mit seiner Frau Maria Anna Graaff von Peter Schmits 1500 Reichstaler zu je 54 Aachener Mark gegen 5 % Zinsen, um seinen Verbindlichkeiten nachzukommen, die er aus dem lt. Vergleich von 5.Dezember 1774 vorgeschriebenen aber noch nicht erfolgten Verkauf von 28 Morgen Acker und Grasland zu befriedigen hoffte. Als Sicherheit setzt er die wiederum zum Verkauf gedachten 28 Morgen, auf die sein Stiefschwiegervater, Altwerkmeister Heinrich von der Gracht, und seine Schwiegermutter, die Witwe Edmund Bree, die das Leibzuchtrecht an dem Land besaßen, nochmals Verzicht leisten. Eine weitere Schuld von 1200 Reichstalern, die der Gläubiger am 20. März 1775 von der Witwe Andreas Ludwigs auf das Land aufgenommen hat, soll die Präferenz behalten. Zeugen: Goswyn Kuhnen und der Handwerker Konrad Lücken; approbiert am 11. November 1775 durch P. Gartzweiler. Siegler: Die Aussteller. Unterschrift: P. Gartzweiler, Licentiat.
Or. Perg. mit 3 Oblatensiegeln. (1775 Oktober 26 (Aachen))
Urkunden
Vermerk: Enreg. pour memoire a Aix la Chappelle le 28 Ventose an 8 (19.März 1800). Unterschrift:Lariot (?); acht Aachner Gülden; Herrn Peter Schmits ex Herrn Andreas Edm. Ludwigs, sodann Henrich von der Graacht und Frau Wittib Edmund Brée seel.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:40 MEZ