Gantverfahren gegen Eberhard Graf von Württemberg, Rentenansprüche des Grafen Eberhard gegenüber dem Gräflich Württembergischen Familienfideikommiss
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, GU 109 Bü 2
A 12
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, GU 109 Bestand Eberhard Graf von Württemberg (1833-1896)
Bestand Eberhard Graf von Württemberg (1833-1896) >> 2. Gantverfahren gegen Eberhard Graf von Württemberg, Ansprüche gegenüber dem Gräflich Württembergischen Familienfideikommiss
1880-1896
Enthält:
Abschriften von Schuldscheinen des Grafen Eberhard, Liste der Zahlungen an die Gläubiger des Grafen Eberhard, Schriftwechsel des Geheimen Hofrates Karl von Schumacher junior mit Rechtsanwalt Benzinger in Esslingen, Bericht des Geheimen Hofrates Karl von Schumacher junior an die Hofdomänenkammer zur Beendigung des Gantverfahrens gegen Graf Eberhard, Renten aus dem Gräflich Württembergischen Familienfideikommiss für Eberhard Graf von Württemberg, Quittungen über die an Graf Eberhard ausbezahlten Beträge aus dem Familienfideikommiss, Abtretung der dem Grafen Eberhard zustehenden Renteneinkünfte aus dem Gräflich Württembergischen Familienfideikommiss an dessen Vetter Tassilo Graf Festetics de Tolna, den späteren ersten Fürsten Festetics de Tolna (siehe Bemerkungen), Schriftwechsel Karl von Schumachers mit Carl von Korper, Hof- und Gerichtsadvokat in Wien und Bevollmächtigter des Tassilo Graf Festetics de Tolna, zu der Abtretung und der Ausbezahlung der Renten an den Grafen Festetics de Tolna; Schreiben des Wilhelm (II.) Herzog von Urach Graf von Württemberg zum Ableben des Grafen Eberhard 1896, "Berechnung des Reinertrags des Vermögens auf den 14. Januar 1896, den Todestag des (...) Grafen Eberhard von Württemberg", Ausbezahlung der dem Grafen Eberhard zustehenden Rente aus dem Gräflich Württembergischen Familienfideikommiss an Tassilo Graf Festetics de Tolna nach dem Ableben des Grafen Eberhard 1896, Schreiben des k. k. Wiener Notars Franz von Patruban an Hofrat Schumacher dazu
Darin:
Bericht des Geheimen Hofrats Karl von Schumacher junior über die Hinterlassenschaft der Marie Fürstin zu Hohenlohe-Kirchberg (geb. Gräfin von Urach Freiin zu Rottenburg); Anfrage des Archivsekretärs und Literarhistorikers Rudolf Krauß an Hofrat Karl von Schumacher wegen eines geplanten Aufsatzes von Krauß zum fünfzigsten Todestag von Alexander Graf von Württemberg; Schreiben des Carl von Korper zur Falschmeldung im Gothaischen Taschenkalender 1894 über das Ableben des Grafen Eberhard (siehe Bemerkungen), Bemühungen bei der Redaktion des Gothaischen Taschenkalenders um Richtigstellung; Ausbezahlung eines Geldbetrages für die Erziehung der Helene Kis (nach Verleihung des neuen Familiennamens Helene von Eberhard, siehe Bemerkungen) durch Herzog Wilhelm (II.)
Bemerkungen:
Unterlagen zu den Schulden des Grafen Eberhard, zu dem Gantverfahren und zu den Ansprüchen des Grafen gegenüber dem Gräflich Württembergischen Familienfideikommiss verwahrt das Hauptstaatsarchiv Stuttgart auch in den folgenden Beständen: E 14 (Königliches Kabinett) Büschel 136, E 70 a (Württembergische Gesandtschaft in Paris) Büschel 45, E 70 b (Württembergische Gesandtschaft in Wien) Büschel 26, G 321 (Eberhard Graf von Württemberg) Büschel 1-4, GU 10 (Vermögensverwaltung des Hauses Urach) Büschel 80-86, 102, 166, 197 und 199 sowie GU 20 (Schloss Lichtenstein: Bau, Nutzung und Verwaltung) Büschel 43, 55 und 362. Nähere Einzelheiten dazu in der Einführung zu diesem Bestand.
Im Gothaischen Genealogischen Hofkalender nebst diplomatisch-statistischen Jahrbuch 1894 ist Graf Eberhard in der Genealogie auf S. 498 und im Nekrolog auf S. 1195 fälschlicherweise als im Mai 1892 verstorben eingetragen. In den Gothaischen Genealogischen Taschenbüchern der Gräflichen Häuser 1895 (S. 1259) und 1896 (S. 1291) wird Eberhard Graf von Württemberg dagegen völlig richtig als noch am Leben genannt. Im Gothaischen Genealogischen Taschenbuch der Gräflichen Häuser 1897 wird Graf Eberhard auf S. 1257 mit dem korrekten Sterbedatum 17. Januar 1896 aufgeführt.
Helene Kis wurde am 24. Mai 1886 in Wien als uneheliche Tochter des Eberhard Graf von Württemberg geboren. Mit Entschließung des Königs wurde sie am 18. September 1891 legitimiert. Gleichzeitig wurde ihr der Familienname von Eberhard verliehen. Helene von Eberhard (Helene Kis) trat 1904 als Nonne in die Benediktinerinnenabtei St. Gabriel in Prag ein.
Tassilo Fürst Festetics de Tolna (1850-1933) war in der Zeit, als die vorliegenden Akten entstanden, noch Graf. Am 21. Juni 1911 wurde er zum 1. Fürsten Festetics de Tolna erhoben. Der Fürst war k. u. k. Kammerherr und Geheimer Rat und königlich ungarischer Obersthofmarschall.
Literatur:
- Gothaischer Genealogischer Hofkalender nebst diplomatisch-statistisches Jahrbuch 1894.
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser Jgge. 1895-1897.
- [Artikel über die Fürsten von Festetics de Tolna]. In: Genealogisches Handbuch des Adels Bd. 133. Fürstliche Häuser Bd. XVII. Limburg/Lahn 2004. S. 497-498.
- Schmierer, Wolfgang: [Artikel über] Eberhard Graf von Württemberg. In: Das Haus Württemberg. Ein biographisches Lexikon. Hg. von Sönke Lorenz, Dieter Mertens und Volker Press. Stuttgart 1997. S. 386.
Umfang: 1 Bü, Nr. 1-23 u. o. Nr. (2 cm)
Abschriften von Schuldscheinen des Grafen Eberhard, Liste der Zahlungen an die Gläubiger des Grafen Eberhard, Schriftwechsel des Geheimen Hofrates Karl von Schumacher junior mit Rechtsanwalt Benzinger in Esslingen, Bericht des Geheimen Hofrates Karl von Schumacher junior an die Hofdomänenkammer zur Beendigung des Gantverfahrens gegen Graf Eberhard, Renten aus dem Gräflich Württembergischen Familienfideikommiss für Eberhard Graf von Württemberg, Quittungen über die an Graf Eberhard ausbezahlten Beträge aus dem Familienfideikommiss, Abtretung der dem Grafen Eberhard zustehenden Renteneinkünfte aus dem Gräflich Württembergischen Familienfideikommiss an dessen Vetter Tassilo Graf Festetics de Tolna, den späteren ersten Fürsten Festetics de Tolna (siehe Bemerkungen), Schriftwechsel Karl von Schumachers mit Carl von Korper, Hof- und Gerichtsadvokat in Wien und Bevollmächtigter des Tassilo Graf Festetics de Tolna, zu der Abtretung und der Ausbezahlung der Renten an den Grafen Festetics de Tolna; Schreiben des Wilhelm (II.) Herzog von Urach Graf von Württemberg zum Ableben des Grafen Eberhard 1896, "Berechnung des Reinertrags des Vermögens auf den 14. Januar 1896, den Todestag des (...) Grafen Eberhard von Württemberg", Ausbezahlung der dem Grafen Eberhard zustehenden Rente aus dem Gräflich Württembergischen Familienfideikommiss an Tassilo Graf Festetics de Tolna nach dem Ableben des Grafen Eberhard 1896, Schreiben des k. k. Wiener Notars Franz von Patruban an Hofrat Schumacher dazu
Darin:
Bericht des Geheimen Hofrats Karl von Schumacher junior über die Hinterlassenschaft der Marie Fürstin zu Hohenlohe-Kirchberg (geb. Gräfin von Urach Freiin zu Rottenburg); Anfrage des Archivsekretärs und Literarhistorikers Rudolf Krauß an Hofrat Karl von Schumacher wegen eines geplanten Aufsatzes von Krauß zum fünfzigsten Todestag von Alexander Graf von Württemberg; Schreiben des Carl von Korper zur Falschmeldung im Gothaischen Taschenkalender 1894 über das Ableben des Grafen Eberhard (siehe Bemerkungen), Bemühungen bei der Redaktion des Gothaischen Taschenkalenders um Richtigstellung; Ausbezahlung eines Geldbetrages für die Erziehung der Helene Kis (nach Verleihung des neuen Familiennamens Helene von Eberhard, siehe Bemerkungen) durch Herzog Wilhelm (II.)
Bemerkungen:
Unterlagen zu den Schulden des Grafen Eberhard, zu dem Gantverfahren und zu den Ansprüchen des Grafen gegenüber dem Gräflich Württembergischen Familienfideikommiss verwahrt das Hauptstaatsarchiv Stuttgart auch in den folgenden Beständen: E 14 (Königliches Kabinett) Büschel 136, E 70 a (Württembergische Gesandtschaft in Paris) Büschel 45, E 70 b (Württembergische Gesandtschaft in Wien) Büschel 26, G 321 (Eberhard Graf von Württemberg) Büschel 1-4, GU 10 (Vermögensverwaltung des Hauses Urach) Büschel 80-86, 102, 166, 197 und 199 sowie GU 20 (Schloss Lichtenstein: Bau, Nutzung und Verwaltung) Büschel 43, 55 und 362. Nähere Einzelheiten dazu in der Einführung zu diesem Bestand.
Im Gothaischen Genealogischen Hofkalender nebst diplomatisch-statistischen Jahrbuch 1894 ist Graf Eberhard in der Genealogie auf S. 498 und im Nekrolog auf S. 1195 fälschlicherweise als im Mai 1892 verstorben eingetragen. In den Gothaischen Genealogischen Taschenbüchern der Gräflichen Häuser 1895 (S. 1259) und 1896 (S. 1291) wird Eberhard Graf von Württemberg dagegen völlig richtig als noch am Leben genannt. Im Gothaischen Genealogischen Taschenbuch der Gräflichen Häuser 1897 wird Graf Eberhard auf S. 1257 mit dem korrekten Sterbedatum 17. Januar 1896 aufgeführt.
Helene Kis wurde am 24. Mai 1886 in Wien als uneheliche Tochter des Eberhard Graf von Württemberg geboren. Mit Entschließung des Königs wurde sie am 18. September 1891 legitimiert. Gleichzeitig wurde ihr der Familienname von Eberhard verliehen. Helene von Eberhard (Helene Kis) trat 1904 als Nonne in die Benediktinerinnenabtei St. Gabriel in Prag ein.
Tassilo Fürst Festetics de Tolna (1850-1933) war in der Zeit, als die vorliegenden Akten entstanden, noch Graf. Am 21. Juni 1911 wurde er zum 1. Fürsten Festetics de Tolna erhoben. Der Fürst war k. u. k. Kammerherr und Geheimer Rat und königlich ungarischer Obersthofmarschall.
Literatur:
- Gothaischer Genealogischer Hofkalender nebst diplomatisch-statistisches Jahrbuch 1894.
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser Jgge. 1895-1897.
- [Artikel über die Fürsten von Festetics de Tolna]. In: Genealogisches Handbuch des Adels Bd. 133. Fürstliche Häuser Bd. XVII. Limburg/Lahn 2004. S. 497-498.
- Schmierer, Wolfgang: [Artikel über] Eberhard Graf von Württemberg. In: Das Haus Württemberg. Ein biographisches Lexikon. Hg. von Sönke Lorenz, Dieter Mertens und Volker Press. Stuttgart 1997. S. 386.
Umfang: 1 Bü, Nr. 1-23 u. o. Nr. (2 cm)
siehe oben
Archivale
Benzinger; Rechtsanwalt in Esslingen
Eberhard, Helene von; Helene Kis, uneheliche Tochter des Eberhard Graf von Württemberg, Benediktinerin in der Abtei St. Gabriel in Prag 1886-
Kis, Helene; Helene von Eberhard, uneheliche Tochter des Grafen Eberhard von Württemberg, Benediktinerin in der Abtei St. Gabriel in Prag, 1886-
Korper, Carl von; Dr., Hof- und Gerichtsadvokat in Wien, Gerichtsdolmetscher, Bevollmächtigter des Grafen Festetics de Tolna
Patruban, Franz von; Dr., k. k. Notar in Wien
Rottenburg, Marie Freiin, Gräfin von Urach, verh. Fürstin zu Hohenlohe-Kirchberg, 1802-1882
Schumacher, Karl von; Geheimer Hofrat, 1831-1915
Prag [CZ]; Abtei St. Gabriel
Württemberg; Hofdomänenkammer
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 3:20 PM CET
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Archiv der Herzöge von Urach (Archival tectonics)
- Bestand Eberhard Graf von Württemberg (1833-1896) (Archival holding)
- 2. Gantverfahren gegen Eberhard Graf von Württemberg, Ansprüche gegenüber dem Gräflich Württembergischen Familienfideikommiss (Classification)