C Rep. 112 Magistrat von Berlin, Abteilung Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft (Bestand)
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C Rep. 112
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> C Bestände (Ost-) Berliner Behörden bis 1990 >> C 2 Magistrat von Berlin und nachgeordnete Einrichtungen >> C 2.1 Magistratsverwaltungen
Vorwort: C Rep. 112 Magistrat von Berlin, Abteilung Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft
Behördengeschichte
Von 1945 bis 1949 waren die landwirtschaftlichen und gärtnerischen Betriebe in Berlin dem Magistrat, Abteilung Ernährung, Dezernat Landwirtschaft, Gartenbau, Tierzucht unterstellt. Leiter der Abteilung war bis zum 31. Juli 1945 Andreas Hermes und ab dem 29. Mai 1946 kommissarisch Josef Orlopp. Am 5. Dezember wählte die Stadtverordnetenversammlung einen neuen Magistrat, dem Paul Fuellsack als Stadtrat für Ernährung angehörte.
Mit Wirkung vom 1. Oktober 1949 wurde die Abteilung Ernährung in die "Abteilung Handel und Versorgung" umgebildet. Bis zum 2. November 1949 fungierte Hermann Spangenberg als Stadtrat für Handel und Versorgung. Er wurde von Kurt Hermann (bis Juli 1950) und dieser von Walter Schiffmann (August 1950 bis Dezember 1952) abgelöst. Das bisherige Hauptamt Handel und Versorgung wurde aus der Abteilung Wirtschaft herausgelöst und fachlich der neuen Abteilung Handel und Versorgung eingegliedert. Innerhalb der Abteilung existierte ab 1. Januar 1950 ein "Hauptamt Land- und Forstwirtschaft" mit den Referaten Landwirtschaft und Viehzucht, Forsten, Wasserwirtschaft, Schädlingsbekämpfung und der Zuständigkeit für das Grünflächenamt, das Fischereiamt, das Veterinäruntersuchungsamt, den Vieh- und Schlachthof, die Markthallen und die Rennbahn Karlshorst.
Ab dem 1. Januar 1953 existierte in der Magistratsverwaltung eine selbständige "Abteilung Land- und Forstwirtschaft", in die zum 15. Oktober 1955 die "Abteilung Volkseigene Güter" und 1960 die "Abteilung Erfassung und Ankauf" eingegliedert wurden.
Stellvertreter des Oberbürgermeisters und verantwortlich für die kommunale Wirtschaft und die Land- und Forstwirtschaft war von Februar 1953 bis November 1958 Arnold Gohr. Er wurde von Gerhard Mattner abgelöst.
Am 8. März 1963 wurde die Abteilung zum "Bezirkslandwirtschaftsrat", nach Eingliederung des Bereiches Nahrungsgüterwirtschaft 1968 in den "Rat für landwirtschaftliche Produktion und Nahrungsgüterwirtschaft" (RLN) umgebildet. Zum Vorsitzenden des RLN und Stadtrat wurde Hans Joost berufen. Sein Nachfolger war Franz Eichner, der 1970 von Kurt Fritz abgelöst wurde.
Der RLN wurde bereits zum 1. Juni 1976 wieder aufgelöst und die Magistratsabteilungen "Land- und Nahrungsgüterwirtschaft" und "Forstwirtschaft" gebildet. Kurt Fritz übernahm ab 1. Februar 1976 die Leitung der Abteilung "Land- und Nahrungsgüterwirtschaft". Die Abteilungen wurden dem Stellvertreter des Oberbürgermeisters für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft unterstellt. Er war u. a. verantwortlich für die Anleitung und Kontrolle der unterstellten Kombinate der Nahrungsgüterwirtschaft, der Volkseigenen Güter (VEG), der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG), der Gärtnerischen Produktionsgenossenschaften (GPG), der Produktionsgenossenschaft werktätiger Fischer, des Staatlichen Forstwirtschaftsbetriebes, des Veterinärwesens, des Pflanzenschutzamtes, der Investitionsgruppe Bau und Melioration sowie der Betriebsschule der Abteilung Land- und Nahrungsgüterwirtschaft.
Die Funktion des Stadtrates übte ab Februar 1976 Kurt Aland aus. Er wurde 1981 von Hans-Günter Burbach abgelöst. Im 1986 gewählten Magistrat übernahm Fritz Schmaler dieses Amt.
Am 30. Mai 1990 wählte die Stadtverordnetenversammlung den letzten Magistrat von Berlin (Ost). Holger Brandt wurde Stadtrat für Umwelt und Naturschutz. Die Fachabteilung gliederte sich nun in vier Bereiche: I Natur und Landschaftsschutz, II Immissionsschutz und Umweltüberwachung, III Abfallwirtschaft, IV Wasser- und Gewässerschutz. Der Abteilung unterstellt waren das Umweltamt, das Stadtforstamt, das Pflanzenschutzamt, die Oberflussmeisterei und das Fischereiamt.
Mit dem Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 endete auch die administrative Teilung Berlins. Die Magistratsverwaltung von Berlin (Ost) wurde aufgelöst; die Aufgaben der Magistratsverwaltung für Umwelt und Naturschutz wurden von einer gemeinsamen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz wahrgenommen.
Bestandsinformation
Die Überlieferungen der verschiedenen Magistratsverwaltungen mit Zuständigkeit für die Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft gelangte ab den 1970er Jahren aus dem Verwaltungsarchiv des Magistrats in das Stadtarchiv Berlin und sind hier unter der Rep. 112 "Magistrat von Berlin, Abteilung Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft" zusammengefasst worden. Ende der 1980er Jahre erfolgte für diese Archivalien eine handschriftliche Karteiverzeichnung.
Ein weiterer Überlieferungsteil - die Aktengruppen Forsten, Naturschutz und Jagdwesen - gelangte 1997 über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz in das Landesarchiv Berlin und wurde ebenfalls vorläufig verzeichnet.
Im Jahre 2006 ist die Findkartei im Rahmen der Retrokonversion in eine Datenbank übertragen worden, die die Grundlage für dieses Findbuch bietet.
Der Bestand umfasst 397 Akten und dokumentiert einen Zeitraum von 1945 bis 1990.
Ein weiterer Teil der Überlieferung im Umfang von 19,5 lfm ist noch unbearbeitet und nur über Abgabeverzeichnisse nutzbar.
Zahlreiche Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs Berlin. [Ergänzung 2017]
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren: Landesarchiv Berlin, C Rep. 112, Nr. …
Korrespondierende Bestände
-> LAB C Rep. 112-01 Magistrat von Berlin, Abteilung Volkseigene Güter
-> LAB C Rep. 112-02 Magistrat von Berlin, Bezirkslandwirtschaftsrat/Rat für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft (RLN)
-> LAB C Rep. 113 Magistrat von Berlin, Abteilung Handel und Versorgung
Berlin, November 2006 Kerstin Bötticher und Heike Schroll
Behördengeschichte
Von 1945 bis 1949 waren die landwirtschaftlichen und gärtnerischen Betriebe in Berlin dem Magistrat, Abteilung Ernährung, Dezernat Landwirtschaft, Gartenbau, Tierzucht unterstellt. Leiter der Abteilung war bis zum 31. Juli 1945 Andreas Hermes und ab dem 29. Mai 1946 kommissarisch Josef Orlopp. Am 5. Dezember wählte die Stadtverordnetenversammlung einen neuen Magistrat, dem Paul Fuellsack als Stadtrat für Ernährung angehörte.
Mit Wirkung vom 1. Oktober 1949 wurde die Abteilung Ernährung in die "Abteilung Handel und Versorgung" umgebildet. Bis zum 2. November 1949 fungierte Hermann Spangenberg als Stadtrat für Handel und Versorgung. Er wurde von Kurt Hermann (bis Juli 1950) und dieser von Walter Schiffmann (August 1950 bis Dezember 1952) abgelöst. Das bisherige Hauptamt Handel und Versorgung wurde aus der Abteilung Wirtschaft herausgelöst und fachlich der neuen Abteilung Handel und Versorgung eingegliedert. Innerhalb der Abteilung existierte ab 1. Januar 1950 ein "Hauptamt Land- und Forstwirtschaft" mit den Referaten Landwirtschaft und Viehzucht, Forsten, Wasserwirtschaft, Schädlingsbekämpfung und der Zuständigkeit für das Grünflächenamt, das Fischereiamt, das Veterinäruntersuchungsamt, den Vieh- und Schlachthof, die Markthallen und die Rennbahn Karlshorst.
Ab dem 1. Januar 1953 existierte in der Magistratsverwaltung eine selbständige "Abteilung Land- und Forstwirtschaft", in die zum 15. Oktober 1955 die "Abteilung Volkseigene Güter" und 1960 die "Abteilung Erfassung und Ankauf" eingegliedert wurden.
Stellvertreter des Oberbürgermeisters und verantwortlich für die kommunale Wirtschaft und die Land- und Forstwirtschaft war von Februar 1953 bis November 1958 Arnold Gohr. Er wurde von Gerhard Mattner abgelöst.
Am 8. März 1963 wurde die Abteilung zum "Bezirkslandwirtschaftsrat", nach Eingliederung des Bereiches Nahrungsgüterwirtschaft 1968 in den "Rat für landwirtschaftliche Produktion und Nahrungsgüterwirtschaft" (RLN) umgebildet. Zum Vorsitzenden des RLN und Stadtrat wurde Hans Joost berufen. Sein Nachfolger war Franz Eichner, der 1970 von Kurt Fritz abgelöst wurde.
Der RLN wurde bereits zum 1. Juni 1976 wieder aufgelöst und die Magistratsabteilungen "Land- und Nahrungsgüterwirtschaft" und "Forstwirtschaft" gebildet. Kurt Fritz übernahm ab 1. Februar 1976 die Leitung der Abteilung "Land- und Nahrungsgüterwirtschaft". Die Abteilungen wurden dem Stellvertreter des Oberbürgermeisters für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft unterstellt. Er war u. a. verantwortlich für die Anleitung und Kontrolle der unterstellten Kombinate der Nahrungsgüterwirtschaft, der Volkseigenen Güter (VEG), der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG), der Gärtnerischen Produktionsgenossenschaften (GPG), der Produktionsgenossenschaft werktätiger Fischer, des Staatlichen Forstwirtschaftsbetriebes, des Veterinärwesens, des Pflanzenschutzamtes, der Investitionsgruppe Bau und Melioration sowie der Betriebsschule der Abteilung Land- und Nahrungsgüterwirtschaft.
Die Funktion des Stadtrates übte ab Februar 1976 Kurt Aland aus. Er wurde 1981 von Hans-Günter Burbach abgelöst. Im 1986 gewählten Magistrat übernahm Fritz Schmaler dieses Amt.
Am 30. Mai 1990 wählte die Stadtverordnetenversammlung den letzten Magistrat von Berlin (Ost). Holger Brandt wurde Stadtrat für Umwelt und Naturschutz. Die Fachabteilung gliederte sich nun in vier Bereiche: I Natur und Landschaftsschutz, II Immissionsschutz und Umweltüberwachung, III Abfallwirtschaft, IV Wasser- und Gewässerschutz. Der Abteilung unterstellt waren das Umweltamt, das Stadtforstamt, das Pflanzenschutzamt, die Oberflussmeisterei und das Fischereiamt.
Mit dem Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 endete auch die administrative Teilung Berlins. Die Magistratsverwaltung von Berlin (Ost) wurde aufgelöst; die Aufgaben der Magistratsverwaltung für Umwelt und Naturschutz wurden von einer gemeinsamen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz wahrgenommen.
Bestandsinformation
Die Überlieferungen der verschiedenen Magistratsverwaltungen mit Zuständigkeit für die Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft gelangte ab den 1970er Jahren aus dem Verwaltungsarchiv des Magistrats in das Stadtarchiv Berlin und sind hier unter der Rep. 112 "Magistrat von Berlin, Abteilung Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft" zusammengefasst worden. Ende der 1980er Jahre erfolgte für diese Archivalien eine handschriftliche Karteiverzeichnung.
Ein weiterer Überlieferungsteil - die Aktengruppen Forsten, Naturschutz und Jagdwesen - gelangte 1997 über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz in das Landesarchiv Berlin und wurde ebenfalls vorläufig verzeichnet.
Im Jahre 2006 ist die Findkartei im Rahmen der Retrokonversion in eine Datenbank übertragen worden, die die Grundlage für dieses Findbuch bietet.
Der Bestand umfasst 397 Akten und dokumentiert einen Zeitraum von 1945 bis 1990.
Ein weiterer Teil der Überlieferung im Umfang von 19,5 lfm ist noch unbearbeitet und nur über Abgabeverzeichnisse nutzbar.
Zahlreiche Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs Berlin. [Ergänzung 2017]
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren: Landesarchiv Berlin, C Rep. 112, Nr. …
Korrespondierende Bestände
-> LAB C Rep. 112-01 Magistrat von Berlin, Abteilung Volkseigene Güter
-> LAB C Rep. 112-02 Magistrat von Berlin, Bezirkslandwirtschaftsrat/Rat für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft (RLN)
-> LAB C Rep. 113 Magistrat von Berlin, Abteilung Handel und Versorgung
Berlin, November 2006 Kerstin Bötticher und Heike Schroll
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 MESZ