Dr. Kaspar von Kaltental [Stadt Stuttgart] und der Vikar Dr. Jakob Heinrichmann, beide Domherren zu Augsburg, sowie Dr. Wolfgang Räm, alle drei Richter des Schwäbischen Bundes, legen einen Streit zwischen Graf Ludwig von Oettingen [Lkr. Donau-Ries] dem Älteren und dem Arzt Dr. Georg Strölin bei. Es geht dabei um einen jährlichen Zins in Höhe von 30 rheinischen Gulden, den der Graf von Oettingen an den Arzt zu entrichten hat und der mit 600 rheinischen Gulden abgelöst werden kann. Strittig ist, ob dieser Zins mit Gold oder mit Münzen zu bezahlen ist. Die Richter entscheiden nun, dass Graf Ludwig von Oettingen und seine Erben diesen Zins in Gold bezahlen oder aber für jeden Goldgulden 62 Kreuzer geben sollen. Die Ablösung des Zinses hat mit Goldgulden zu erfolgen.