Holzverwaltung Bissingen-Bietigheim: Rechnungen (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, F 1/116
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Untere Verwaltungsbehörden 1806-um 1945 >> Rechnungen der unteren Verwaltungsbehörden >> Geschäftsbereich Finanzministerium >> Holzverwaltungen
1807-1851
Überlieferungsgeschichte
Die Holzverwaltungen, die als 'herzogliche Holzfaktoreien' bereits im 18. Jahrhundert bestanden, hatten die sog. Holzgärten mit den die dort lagernden Holzvorräten zu verwalten. Bei den Holzgärten handelte es sich um Brennholzmagazine, in denen zur Brennholzversorgung des Unterlandes Holz aus dem Schwarzwald und dem Schwäbischen Wald vorgehalten wurde. Die Holzverwaltung Bissingen wurde 1842 nach Bietigheim verlegt und 1851 mit der Stuttgarter Holzverwaltung vereinigt.
Inhalt und Bewertung
Der Bestand, der ursprünglich zu dem Mischbestand der Neueren Rechnungen im Finanzarchiv gehörte, enthält Jahresrechnungen mit Beilagen. Akten der Holzverwaltung haben sich in Bestand F 120 erhalten.
Vorbemerkung: Die Holzverwaltungen, eine unter dem Namen "herzogliche Holzfaktorien" bereits im 18. Jahrhundert bestehende Einrichtung, hatten die sogenannten Holzgärten und die dort lagernden Holzvorräte zu verwalten. Bei den Holzgärten handelt es sich um Brennholzmagazine, in die zur Brennholzversorgung des Unterlandes Holz aus den waldreichen Gebieten des Schwarzwaldes und des Schwäbischen Waldes zum größten Teil geflößt, teilweise aber auch auf dem Landweg transportiert wurde. In diesen Holzgärten wurde das Holz getrocknet und von dort den staatlichen und privaten Abnehmern zugestellt. Nachdem 1823 die Holzverwaltung Berg aufgelöst und der Holzgarten in Berg in die Verwaltung des Kameralamts Cannstatt übergegangen war, gab es nur noch in Bissingen/Enz und Stuttgart eigenständige Holzverwaltungen, da die Verwaltung des Nagolder Holzgartens von dem dort zuständigen Förster übernommen wurde. Seit Ende der 1840er Jahre bestand für kurze Zeit auch eine Holzverwaltung in Friedrichshall. Die Holzverwaltung Stuttgart hatte Holzgärten in Stuttgart, Waiblingen, Neckarrems und (seit 1866) in Ludwigsburg unter sich, die Holzverwaltung Bissingen Holzgärten in Bissingen, Bietigheim und Vaihingen. 1842 wurde die Holzverwaltung Bissingen nach Bietigheim verlegt und 1851 mit der Holzverwaltung Stuttgart vereinigt, die bis 1901 bestand (Auszug aus der Vorbemerkung zum Repertorium F 120 Holzverwaltungen). Das Holzsamen-Magazin Stuttgart entstand 1806 durch Vereinigung der zuvor bei der Rentkammer und dem Kirchenrat bestandenen zwei Holzsamen-Magazine. Die Verwaltungsgeschäfte und die Rechnungsführung besorgten Forstbeamte, die sogen. Magazinverwalter. In der Zeit zwischen 1810 und 1818 befand sich sein Sitz vorübergehend in Leonberg beim Oberforstamt. Nachdem seit 1828 die Holzsameneinkäufe direkt durch die Forstämter durchgeführt wurden, verlor das Stuttgarter Magazin an Bedeutung. Es diente in der Folgezeit als Reservemagazin für Notfälle und vor allem den näher gelegenen Forsten des Neckar-, Jagst- und Donaukreises zur Versorgung mit Holzsamen. Die vorliegenden Rechnungsserien der Holzverwaltungen Berg, Bietigheim-Bissingen, Friedrichshall u. Stuttgart sowie der Holzsamen-Magazinverwaltung Stuttgart waren als Teil der sogenannten "Neueren Rechnungen" in das Finanzarchiv Ludwigsburg eingekommen und 1917 hier summarisch erfasst worden (vgl. altes Repertorium E 225/226). Sie wurden 1986 durch die Zeitangestellte Wally Vogler neu geordnet und verzeichnet. Die Abschlussarbeiten besorgte der Unterzeichnete. Während die Bandreihen der Holzverwaltungen lückenlos vorhanden sind, sind die des Holzsamenmagazins nur teilweise überliefert. Im Rahmen der Beständebereinigung mit dem Staatsarchiv Sigmaringen wurden die Rechnungen der Holzverwaltung Nagold 1977 an dieses abgegeben. Unterlagen gleicher Provenienz befinden sich im Staatsarchiv Ludwigsburg in Bestand F 120 Holzverwaltungen. Ludwigsburg, April 1986 Hofer
Rechner der Holzverwaltung Bissingen-Bietigheim: Carl Ferdinand Heyd (bis 1822/1823), Carl Friedrich Pickel (bis 1832/1833), Johann Eberhard Seeger (ab 1832/1833 bis 1850/1851) u. Rau (nur 1850/1851)
Die Holzverwaltungen, die als 'herzogliche Holzfaktoreien' bereits im 18. Jahrhundert bestanden, hatten die sog. Holzgärten mit den die dort lagernden Holzvorräten zu verwalten. Bei den Holzgärten handelte es sich um Brennholzmagazine, in denen zur Brennholzversorgung des Unterlandes Holz aus dem Schwarzwald und dem Schwäbischen Wald vorgehalten wurde. Die Holzverwaltung Bissingen wurde 1842 nach Bietigheim verlegt und 1851 mit der Stuttgarter Holzverwaltung vereinigt.
Inhalt und Bewertung
Der Bestand, der ursprünglich zu dem Mischbestand der Neueren Rechnungen im Finanzarchiv gehörte, enthält Jahresrechnungen mit Beilagen. Akten der Holzverwaltung haben sich in Bestand F 120 erhalten.
Vorbemerkung: Die Holzverwaltungen, eine unter dem Namen "herzogliche Holzfaktorien" bereits im 18. Jahrhundert bestehende Einrichtung, hatten die sogenannten Holzgärten und die dort lagernden Holzvorräte zu verwalten. Bei den Holzgärten handelt es sich um Brennholzmagazine, in die zur Brennholzversorgung des Unterlandes Holz aus den waldreichen Gebieten des Schwarzwaldes und des Schwäbischen Waldes zum größten Teil geflößt, teilweise aber auch auf dem Landweg transportiert wurde. In diesen Holzgärten wurde das Holz getrocknet und von dort den staatlichen und privaten Abnehmern zugestellt. Nachdem 1823 die Holzverwaltung Berg aufgelöst und der Holzgarten in Berg in die Verwaltung des Kameralamts Cannstatt übergegangen war, gab es nur noch in Bissingen/Enz und Stuttgart eigenständige Holzverwaltungen, da die Verwaltung des Nagolder Holzgartens von dem dort zuständigen Förster übernommen wurde. Seit Ende der 1840er Jahre bestand für kurze Zeit auch eine Holzverwaltung in Friedrichshall. Die Holzverwaltung Stuttgart hatte Holzgärten in Stuttgart, Waiblingen, Neckarrems und (seit 1866) in Ludwigsburg unter sich, die Holzverwaltung Bissingen Holzgärten in Bissingen, Bietigheim und Vaihingen. 1842 wurde die Holzverwaltung Bissingen nach Bietigheim verlegt und 1851 mit der Holzverwaltung Stuttgart vereinigt, die bis 1901 bestand (Auszug aus der Vorbemerkung zum Repertorium F 120 Holzverwaltungen). Das Holzsamen-Magazin Stuttgart entstand 1806 durch Vereinigung der zuvor bei der Rentkammer und dem Kirchenrat bestandenen zwei Holzsamen-Magazine. Die Verwaltungsgeschäfte und die Rechnungsführung besorgten Forstbeamte, die sogen. Magazinverwalter. In der Zeit zwischen 1810 und 1818 befand sich sein Sitz vorübergehend in Leonberg beim Oberforstamt. Nachdem seit 1828 die Holzsameneinkäufe direkt durch die Forstämter durchgeführt wurden, verlor das Stuttgarter Magazin an Bedeutung. Es diente in der Folgezeit als Reservemagazin für Notfälle und vor allem den näher gelegenen Forsten des Neckar-, Jagst- und Donaukreises zur Versorgung mit Holzsamen. Die vorliegenden Rechnungsserien der Holzverwaltungen Berg, Bietigheim-Bissingen, Friedrichshall u. Stuttgart sowie der Holzsamen-Magazinverwaltung Stuttgart waren als Teil der sogenannten "Neueren Rechnungen" in das Finanzarchiv Ludwigsburg eingekommen und 1917 hier summarisch erfasst worden (vgl. altes Repertorium E 225/226). Sie wurden 1986 durch die Zeitangestellte Wally Vogler neu geordnet und verzeichnet. Die Abschlussarbeiten besorgte der Unterzeichnete. Während die Bandreihen der Holzverwaltungen lückenlos vorhanden sind, sind die des Holzsamenmagazins nur teilweise überliefert. Im Rahmen der Beständebereinigung mit dem Staatsarchiv Sigmaringen wurden die Rechnungen der Holzverwaltung Nagold 1977 an dieses abgegeben. Unterlagen gleicher Provenienz befinden sich im Staatsarchiv Ludwigsburg in Bestand F 120 Holzverwaltungen. Ludwigsburg, April 1986 Hofer
Rechner der Holzverwaltung Bissingen-Bietigheim: Carl Ferdinand Heyd (bis 1822/1823), Carl Friedrich Pickel (bis 1832/1833), Johann Eberhard Seeger (ab 1832/1833 bis 1850/1851) u. Rau (nur 1850/1851)
87 Bände (3,3 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik)
- Untere Verwaltungsbehörden 1806-um 1945 (Tektonik)
- Rechnungen der unteren Verwaltungsbehörden (Tektonik)
- Geschäftsbereich Finanzministerium (Tektonik)
- Holzverwaltungen (Tektonik)
- Holzverwaltung Bissingen-Bietigheim: Rechnungen (Bestand)