Woltz Dettinger, und seine Gattin Katherin, wohnhaft zu Niedernburg beurkunden, dass Heinrich Gondram von Aldindorff, Vikar am S. Joh. Ev. - und S. Leonhard-Altar in der Stiftskirche zu S. Peter und Alexander zu Aschaffinburg, ihnen mit Genehmigung Dechant Johan Schonbrods und des Kapitels von der jährlichen Gült von 4 Malter Korn, die sie bisher an die Vikarie zu entrichten hatten, 1 Malter nachliess, und verpflichten sich, die restlichen 3 Malter jährlich zu entrichten von folgenden Äckern, Häusern, Hofstätten und Gärten zu Niedernburg, genannt "eyn schilling lant": In dem Oberrnfelde: 2 1/2 Morgen Acker unten an Pedir Elbir und oben an Henne Snabel; 3 Morgen Acker "in dem Goßweshole", mit einem Ende auf den "Windelsweck" stossend, neben dem Hofacker, den Hentze Thoman vom Erzbischof von Mainz hat; In dem Mittelnfelde: 2 Morgen Acker "off den Sneyten Heistern" zwischen Engilhart und Hentze Thoman, mit einem Ende "off die krommen eckir" stossend; 5 Morgen Acker "ynnewendig des Flutgraben" zwischen Pedir Elbir und dem "flutgrabin". In dem Niedernfelde: 3 Morgen Acker gelegen "zu der Solgruben" zwischen Henne Snabel dem Alten und Arnold Stumph; 2 Morgen Acker "obin dem Stuldewege" zwischen Pedir Fechir und des Woltze eigenem Acker, der in die "Heyner hube" gehört. Dazu ihre Hofstätte zu Niedernburg mit dem Haus, Hof, Scheuer und Garten hinter der Hoffstätte mit Zubehör, oben an Bau(e)ngertir, unten an Henne Snabel grenzend. Pfand: 1/2 Morgen Wingert "bij dem borne", oben zwischen Gerung Clemu(e)t und Ebirhard Sipel; 1 Stück Garten "obin neben der alten fargaßin hinden ann Contze von Walde". Die Schätzung der Güter nahmen Schultheiss und Schöffen zu Niedernburg vor, nämlich Gerung Czentgrefe, Schultheiss daselbst, der Henne Snabel den Alten und Henne Snabel den Jungen, Landschöffen daselbst, sowie Gerung Clemut, Pedir Fechir und Henne Sipel fragte, ob die genannten Güter für die genannte Gült genügten, nachdem schon vorher Gülten von 1/2 Malter Korn und 1/2 Malter Hafer an den Erzbischof von Mainz darauf lagen, was diese bejahten.

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Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg