Kläger: Claus von der Wisch (Pogwisch) zu Ascheberg, Bahrenfleth und Dänisch-Nienhof, Beklagter: Christoph Rantzau zu Quarnbek, Nebenbeklagte: die Landesfürsten, Prozessvertreter: Dr. Johann Jacob Kölblin, Lizentiat der Rechte Hartmann Cogman, Dr. Johann Jacob Kremer, Streitgegenstand: Beweisführung durch einen Zwölfmanneneid und Inrotulierung der Akten in einer Vorklage und Wiederklage um den Nachlass der Anna Rantzau, geb. Rantzau, Witwe des Steffen von Ahlefeldt, dann Frau des Henneke Rantzau zu Marutendorf, insbesondere um die Herausgabe eines Nachlass-Inventars und um die Einbringung eines Hauses zu Plön und des von Oswald von der Wisch gekauften Gutes Nehmten in die Erbschaftsmasse; Hinweise zu Streitigkeiten des Gutes Marutendorf unter den Rantzaus
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Kläger: Claus von der Wisch (Pogwisch) zu Ascheberg, Bahrenfleth und Dänisch-Nienhof, Beklagter: Christoph Rantzau zu Quarnbek, Nebenbeklagte: die Landesfürsten, Prozessvertreter: Dr. Johann Jacob Kölblin, Lizentiat der Rechte Hartmann Cogman, Dr. Johann Jacob Kremer, Streitgegenstand: Beweisführung durch einen Zwölfmanneneid und Inrotulierung der Akten in einer Vorklage und Wiederklage um den Nachlass der Anna Rantzau, geb. Rantzau, Witwe des Steffen von Ahlefeldt, dann Frau des Henneke Rantzau zu Marutendorf, insbesondere um die Herausgabe eines Nachlass-Inventars und um die Einbringung eines Hauses zu Plön und des von Oswald von der Wisch gekauften Gutes Nehmten in die Erbschaftsmasse; Hinweise zu Streitigkeiten des Gutes Marutendorf unter den Rantzaus
LASH, Abt. 390 Nr. 315
Abt. 390 Reichskammergericht zu Speyer bzw. Wetzlar
Abt. 390 Reichskammergericht zu Speyer bzw. Wetzlar >> 1 Prozessakten
1593-1623
Enthält: RKG 1593-1623; Schenkung des von den Erben des Joachim Sehestedt angekauften Gutes Nehmten am 22.01.1532 durch Steffen von Ahlefeldt an seine Frau Anna, Einsetzung als Lehnsträger Heinrich Rantzau und Paul Rantzau (Q 4, Beilagen A-C); Urteil des Landgerichts 1550 in dem Streit um die Lehnsqualität des Gutes Nehmten zwischen Schack Sehestedt und Henneke Rantzau (Q 4, Beilage D); Vertrag und Vergleich 1557 über die Beendigung des auch vor dem RKG ausgetragenen Streits um das Gut Nehmten zwischen Otto Sehestedt zu Kohöved und Henneke Rantzau (Q 4, Beilage E); Vertrag vom 13.06.1582 über den Verkauf des Gutes Nehmten durch Anna Rantzau an Oswald von der Wisch (Q 53); Vergleiche 1588 (Q 4, Beilagen G-H); Aktenstücke über Vergleichsverhandlungen der Schiedsleute 1588-1593, Schreiben und Erklärungen der "compromissarii" Heinrich Rantzau, königlicher Statthalter, Balthasar von Ahlefeldt zu Heiligenstedten, Detlef Rantzau zu Kletkamp und Benedict von Ahlefeldt zu Lehmkuhlen, Amtmann zu Steinburg 1593-1596 (Q 19, 25, 29, Beilage; Q 43, 45), Aktenstrücke 1595-1598 (Q 24-35); Aktenstücke aus dem Mandatsprozess des Christoph Rantzau 1597 gegen Jasper Blome (Q 51); Gutachten der Juristen-Fakultät Helmstedt 1593 (Q 4, Beilage N), Gutachten gebilligt von den Juristen-Fakultäten Leipzig 1600, Marburg und Rostock 1601 (nach Q 55); Präzedenzurteile 1557 (Q 9-10)
Verzeichnung
siehe auch Abt. 390 Nr. 340, 349, 354, 508; Akte unvollständig
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
26.01.2026, 12:52 MEZ