Notar Mattheus Herbrot, Bürger zu Ravensburg, beurkundet: Johann Lupperger, Ammann, und Klas Wild erscheinen als Anwälte von Johann [IV.] Christoph [Raitner], Abt zu Weingarten, vor dem Zollhaus in Hepbach und fragen den Zöllner Martin Schwarzhans, ob er Befehle von seinen Obrigkeiten betreffend die Zollerhebung habe. Dieser antwortet, von Graf Joachim von Fürstenberg-Heiligenberg keine besonderen Befehle erhalten zu haben, jedoch habe ihn Paulus von Appetshofen, Verwalter der Landvogtei in Schwaben, durch den Landwaibel Konrad Spieß angewiesen, auch vom Abt zu Weingarten Zoll zu nehmen. Dagegen prostestieren die Weingartener Anwälte. Aus dem überreichten Protestationsschreiben ist zu entnehmen, daß das Kloster in der Sache gegen Graf Joachim am Reichskammergericht eine Mandat- und Pfändungssache anhängig gemacht hat. Man behält sich vor, den Prozeß weiter zu betreiben, wenn künftig Zoll erhoben wird.
Vollständigen Titel anzeigen
Notar Mattheus Herbrot, Bürger zu Ravensburg, beurkundet: Johann Lupperger, Ammann, und Klas Wild erscheinen als Anwälte von Johann [IV.] Christoph [Raitner], Abt zu Weingarten, vor dem Zollhaus in Hepbach und fragen den Zöllner Martin Schwarzhans, ob er Befehle von seinen Obrigkeiten betreffend die Zollerhebung habe. Dieser antwortet, von Graf Joachim von Fürstenberg-Heiligenberg keine besonderen Befehle erhalten zu haben, jedoch habe ihn Paulus von Appetshofen, Verwalter der Landvogtei in Schwaben, durch den Landwaibel Konrad Spieß angewiesen, auch vom Abt zu Weingarten Zoll zu nehmen. Dagegen prostestieren die Weingartener Anwälte. Aus dem überreichten Protestationsschreiben ist zu entnehmen, daß das Kloster in der Sache gegen Graf Joachim am Reichskammergericht eine Mandat- und Pfändungssache anhängig gemacht hat. Man behält sich vor, den Prozeß weiter zu betreiben, wenn künftig Zoll erhoben wird.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 K U 329
GLAK 7/380
00851
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 K Weingarten, Benediktinerkloster, Karlsruher Ablieferung: Urkunden
Weingarten, Benediktinerkloster, Karlsruher Ablieferung: Urkunden >> Urkunden
1578 Oktober 22 (mittwuchen den zwen und zwainzigisten tag Octobris)
65,7 x 71,1 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Notar Mattheus Herbrot, Bürger zu Ravensburg
Empfänger: Johann Lupperger, Ammann, und Klas Wild als Anwälte von Johann [IV.] Christoph [Raitner], Abt zu Weingarten
Zeugen: Hans Ülin von Raderach, Konrad Miller, Bürger zu Markdorf
Überlieferungsart: Ausfertigung
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Signet des Ausstellers
Empfänger: Johann Lupperger, Ammann, und Klas Wild als Anwälte von Johann [IV.] Christoph [Raitner], Abt zu Weingarten
Zeugen: Hans Ülin von Raderach, Konrad Miller, Bürger zu Markdorf
Überlieferungsart: Ausfertigung
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Signet des Ausstellers
Appetshofen, Paul von; Landvogteiverwalter
Herbrot, Matthäus; Notar
Lupperger, Johann, Ammann
Miller, Konrad
Raitner, Johann IV. Christoph; Abt von Weingarten, -1586
Schwarzhans, Martin
Spieß, Konrad, Landwaibel
Ülin, Hans
Weingarten, Johann IV. Raitner; Abt
Wild, Klaus
Hepbach : Riedheim, Markdorf FN; Zoll
Markdorf FN; Einwohner
Raderach : Friedrichshafen FN; Einwohner
Ravensburg RV; Einwohner
Ravensburg RV; Notar
Schwaben, Landvogtei; Landwaibel
Schwaben, Landvogtei; Verwalter
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:29 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Neuwürttembergische Herrschaften vor 1803/1806-1810 (Tektonik)
- Bistümer, Stifte, Klöster und Pfarreien (Tektonik)
- Augustinerkloster Kreuzlingen - Restituierte Klöster (Tektonik)
- Weingarten, Benediktinerkloster, Karlsruher Ablieferung: Urkunden (Bestand)
- Urkunden (Gliederung)