Abt Martin, auch Prior und Konvent des Prämonstratenserklosters St. Verena zu Rot an der Rot (Rott) beurkunden, dass sich Maria Pfaltzger, eheliche Tochter des vormals zu "Kardorf Haus" gesessenen und jetzt verstorbenen Martin Pfaltzger und der Ursula Feurer, um eine nicht spezifizierte Gegenleistung oder Bezahlung ihrer Leibherrschaft entledigt hat. Fortan mag genannte Maria bei Herren, Städten und Ländern Schirm oder Bürgerrecht annehmen und mit Leib und Gut ziehen, wohin sie will, wobei sie keinerlei Behinderung seitens ihres Gotteshauses zu gewärtigen hat. Also entbinden die Aussteller die Freigelassene von ihrem Eid, sprechen dieselbe von der Eigenschaft ihres Leibes und Gutes samt den anhängenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los und garantieren ihr und ihren Erben, dass sie ihnen gegenüber von Leibeigenschafts wegen keine Gerechtigkeiten, Ansprüche oder Forderungen mehr geltend machen werden, weder gerichtlich noch außergerichtlich.
Vollständigen Titel anzeigen
Abt Martin, auch Prior und Konvent des Prämonstratenserklosters St. Verena zu Rot an der Rot (Rott) beurkunden, dass sich Maria Pfaltzger, eheliche Tochter des vormals zu "Kardorf Haus" gesessenen und jetzt verstorbenen Martin Pfaltzger und der Ursula Feurer, um eine nicht spezifizierte Gegenleistung oder Bezahlung ihrer Leibherrschaft entledigt hat. Fortan mag genannte Maria bei Herren, Städten und Ländern Schirm oder Bürgerrecht annehmen und mit Leib und Gut ziehen, wohin sie will, wobei sie keinerlei Behinderung seitens ihres Gotteshauses zu gewärtigen hat. Also entbinden die Aussteller die Freigelassene von ihrem Eid, sprechen dieselbe von der Eigenschaft ihres Leibes und Gutes samt den anhängenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los und garantieren ihr und ihren Erben, dass sie ihnen gegenüber von Leibeigenschafts wegen keine Gerechtigkeiten, Ansprüche oder Forderungen mehr geltend machen werden, weder gerichtlich noch außergerichtlich.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 3077
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1550-1599
1572 August 1
11,2 x 35,8 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Kloster Rot an der Rot
Empfänger: Maria Pfaltzger
Siegler: Die Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Empfänger: Maria Pfaltzger
Siegler: Die Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Feurer, Ursula
Pfaltzger, Maria
Pfaltzger, Martin
Rot an der Rot, Martin Ehrmann von Zell; Abt, (1560-1589)
Kardorf Haus (Wohnplatzbezeichnung) BC(?)
Rot an der Rot BC; Kloster
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:20 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Neuwürttembergische Herrschaften vor 1803/1806-1810 (Tektonik)
- Bistümer, Stifte, Klöster und Pfarreien (Tektonik)
- Augustinerkloster Kreuzlingen - Restituierte Klöster (Tektonik)
- Weingarten, Benediktinerkloster (Bestand)
- Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe (Bestand)
- Leibeigenschaftsbriefe (Gliederung)
- 1550-1599 (Gliederung)