Perpetuum III (Kurfürst Philipps von der Pfalz)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 821
Generallandesarchiv Karlsruhe, Kopialbücher, Nr. 478
Generallandesarchiv Karlsruhe, Kopialbuch Pfalz, Nr. 19
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp
(1345) 1500-1508 (1518)
361 Blatt
Amtsbücher
Einleitung/Verweise: Das Kopialbuch 67 Nr. 821 enthält vornehmlich Urkunden aus der Regierungszeit Kurfürst Philipps von der Pfalz (1449-1508). Zeitgenössisch als "Perpetuum" oder "Liber perpetuum" bezeichnet, sollte das Buch im Gegensatz zum "Liber ad vitam" jene Urkunden umfassen, deren Rechtsgeschäfte zeitlich unbegrenzte Gültigkeit beanspruchten. Es handelt sich dabei um den dritten von drei erhaltenen Bänden der Regierungszeit Philipps. Siehe auch Band I (GLAK 67 Nr. 1662) und Band II (GLAK 67 Nr. 820). Auf insgesamt 333 Blatt finden sich 155 Urkundeneinträge, die meist zeitgenössische Kopfregesten tragen. Hinzu kommen 15 inserierte Urkunden. Vorangestellt ist ein 26 Blatt umfassendes zeitgenössisches Register. Die Foliierung ist bis auf wenige Ausnahmen durchgängig. Die eigentliche Urkundenserie beginnt im Jahr 1500 und schließt damit unmittelbar an den vorhergehenden Band an. Die ältesten Einträge finden sich im Rahmen eines Registers über 57 Urkunden, die Zwingenberg betreffen (Nr. 138). Zwei Urkunden datieren ins 14. Jahrhundert, 16 Urkunden ins 15. Jahrhundert, zwei Einträge lassen sich nicht datieren. Drei Einträge (Nr. 100, 153 und 155) gehen über Philipps Herrschaftszeit hinaus und reichen bis ins Jahr 1518. Darunter befindet sich ein 99 Einträge umfassendes Register über Urkunden, die die vordere Grafschaft Sponheim betreffen (Nr. 153). Inhaltlich bietet das Kopialbuch ein vielseitiges Material, u. a. Güterübertragungen, Willebriefe, Kundschaften, Privilegienbestätigungen, Schirmbriefe, Satzungen und Ordnungen. Enthalten sind neun Urkunden König Maximilians I. sowie weitere Urkunden, die nicht von Kurfürst Philipp ausgestellt wurden. Zahlreiche Urkunden weisen einen Bezug zum Landshuter Erbfolgekrieg auf, wobei besonders die Urkunden über die Lösung von Bann und Acht (Nr. 89 und 103) von Bedeutung sind. Eine kleinere Urkundenserie betrifft Streitigkeiten zwischen dem Kurfürsten und Konrad Schott von Schottenstein (Nr. 76-79), ein größere Serie betrifft die Ehe zwischen Philipps Tochter Elisabeth, verwitwete Landgräfin von Hessen, und Markgraf Philipp von Baden (Nr. 142 u. Nr. 146-152). Die vorletzte Urkunde enthält den letzten Willen Kurfürst Philipps (Nr. 156). Die Erschließung mit Regesten und Indices erfolgte 2022-2025 im Rahmen des DFG-Projekts "Urkunden der Pfalzgrafen bei Rhein. Erschließung, Digitalisierung und virtuelle Zusammenführung zwischen 1449 und 1508 entstandener Dokumente aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz als Themenportal im Archivportal-D" durch Benjamin Torn (Regesten) und Stefan Bröhl und Chiara Wolf (beide Korrektur).
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
04.04.2025, 08:18 MESZ
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