Heinrich, Bischof von Naumburg, genehmigt die Stiftung eines Altars zur Ehre der Jungfrau Maria und der Heiligen Fabian und Sebastian durch Bürgermeister und Rat zu Reichenbach in der Georgenkapelle innerhalb dieser Stadt. Ausgestattet wird der Altar mit einer Wiese am Gewässer, das Mila genannt wird, und jährlichen Zinsen von wiederkäuflich gekauften 15 Rheinischen Gulden gemäß der von Johannes Metzsch, Vormund des minderjährigen Konrad Netztuch, ausgestellten Urkunde. Die Rechte am Altar werden in näher bestimmter Weise zwischen den Komtur des Deutschordenshauses Reichenbach, der Stadt, dem Besitzer des Schlosses Mylau (Milan) Konrad Metzsch und dem Offizial der Stiftskirche in Zeitz aufgeteilt.