Erzbischof Adolf von Köln bekundet, Graf Godefrid von Arnsberg habe für eine von der Kirche zu Oelinghausen (Olinchusen) empfangene Summe mit Zustimmung seines Bruders Heinrich für sein und seiner Eltern Seelenheil zur Ehre Gottes und der Gottesmutter die Frankenmühle (Vrenkenmolen) genannte Mühle [Mühle schon im Güterverzeichnis von 1280 im Besitz von Oelinghausen nicht mehr nachgewiesen (vergl. Fischer, Wirtschaftsgeschichte S. 6 ff). Eine neben dem Salzhaus in Werl gelegene Mühle, die Kuckelmühle, befand sich jedoch später im Besitz des Stifts Fröndenberg.], ein Salzhaus in Werl (Werle) [nach F.J. Mehler, (Werl, 1891, S. 348) die Saline Höppe im Norden der Stadt.] und drei Hufen mit ihrem Zubehör übertragen. Von diesen Hufen liegt eine zu Oelinghausen, eine zu Effenberg (Effenes-) [südlich von Herdringen.] und die dritte zu Habbel (Hauebole) [Ksp. Hüsten.]. Außerdem hätten die Brüder Huio, Radolfus, Theodericus und Alard drei Höfe mit ihrem Zubehör dem Kloster übertragen. Der eine liege zu Lünern (Luneren), der zweite zu Kessebüren (Kirseburen) und der dritte zu Schlamme (Slammene) [Ksp. Büderich (Fischer, Wirtschaftsgeschichte S. 14.)]. Damit diese Schenkung gültig bleibt, hat Heinrich Rumescotele, der das Grafenrecht (ius comistie) über diese Höfe besaß, auf dieses in die Hand des Hermann von Altena und der wiederum in die des Grafen von Arnsberg verzichtet. Der Erzbischof billigt und bestätigt diese Schenkungen bzw. Verkäufe. Er befreit die Höfe und Güter von der öffentlichen Belastung (onere fiscali), genannt Grafenschuld (grascult). Den Spuren seines Vorgängers Philipp folgend, bestätigt er dem Kloster Oelinghausen die von dem Ritter Sigenand und seiner Frau Hatewiga gemachte Schenkung von Gütern zu Oelinghausen und Bachum (Bachem) mit den betreffenden Eigenhörigen sowie die nach dieser Schenkung rechtmäßig erworbenen Güter, insbesondere den von der Kirche zu Scheda (Sceyda) erworbenen Haupthof Mimberge (Emenberg) [Gut Mimberge südlich von Holzen.]. Er untersagt jedem, sich in das Vogteirecht einzumischen. Siegelankündigung des Erzbischofs und des Grafen Godfried von Arnsberg. Zuwiderhandelnden droht der Erzbischof den Bann an. Zeugen: Godefrid, Kaplan des Erzbischofs, Heinrich, Propst in Neuenkirchen (Nuowenkerken) [Kollegiatstift bei Höxter.], Sibodo, Propst in Odilienberg (Vdelenberge) [in holl. Limburg.], Hermann, Scholaster von St. Georg in Köln, Werner, Johannes custos, Johannes von St. Thomas, Erpo, Ecbertus, Radolfus, Kanoniker zu Soest (Susacienses), Elbertus, Rathardus und Albertus, Pfarrer der Kirchen von Soest, Graf Arnold von Altena, Graf Adolf von Berg (de Monte), Heinrich Schwarz (Niger), Herebertus von Overhagen (Ouer-), Ricbodo von Merklinkhausen (Merclinchusen) [Ksp. Horn.], Gozwinus, Sohn des Schultheißen (villici), Brunstenus Sconekint, Heinrich, Sohn des Hildeger, Ecbertus von Allagen. Geschehen 1203, als Papst Innozenz die römische Kirche leitete, im 10. Regierungsjahr des Erzbischofs, Sept. 27 (V Kalendas Octobris).

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
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