Grafschaft Wertheim: Schulsachen (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Wertheim, F-Rep. 24
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Wertheim (Archivtektonik) >> Freudenbergisches Archiv >> Altes Archiv >> Kanzlei, Regierung und Kammer
1630-1810
Inhalt und Bewertung
Im Bestand befinden sich Akten der Wertheimer Zentralverwaltung zu den Dorfschulen in der Grafschaft und den Schulen in der Stadt Wertheim (Lateinschule, Deutsche Schule, Mädchenschule). Der Bestand wurde vermutlich im 19. Jahrhundert formiert und im Jahr 2001 aus bislang unverzeichneten Nachträgen ergänzt. Die Bildung der Akten folgt dem Betreff der Lehrerstelle.
Vorbemerkung: Der vorliegende Bestand umfasst Schriftgut der Wertheimer Zentralverwaltung zu den Dorfschulen in der Grafschaft und den Schulen in der Stadt Wertheim (Lateinschule, Deutsche- oder Knabenschule, Mädchenschule). Er setzt etwa zu dem Zeitpunkt im dreißigjährigen Krieg ein, als das Gemeinschaftliche Archiv nach Frankfurt am Main geflüchtet wurde. Der Bestand dürfte im 19. Jahrhundert von der Hand eines Archivars formiert worden sein. Er beinhaltet neben Schriftgut der Regierung auch solches der gräflichen Kabinette sowie Schriftgut der Kanzlei des Grafen Ludwig Moritz (+ 1740). Wenn Akten solcherart gemischtprovenienziell vorliegen, ist dies dem Feld "Vorprovenienzen" zu entnehmen. Die Bildung der Akten folgt dem Betreff der Lehrerstelle. Unter diesem Betreff finden sich vor allem Bewerbungen bei Neubesetzungen und Besoldungsfragen; dazu kommen allgemeinere Unterlagen zur Verbesserung des Schulwesens in der Grafschaft - ein im 18. Jahrhundert beständig formuliertes Anliegen der Obrigkeit. Die Vergabe der Lehrerstellen gehörte zu den Rechten, die die Grafen ihrem persönlichen Regiment vorbehielten. Sie erfolgte demnach im 18. Jahrhundert, wie die Vergabe anderer Stellen auch, nach Turnus unter den Grafen, d.h. wurde eine Stelle vakant, konnte der Graf, der an der Reihe war, einen Kandidaten präsentieren. In den Dorfschulen wurden bisweilen ehemalige herrschaftliche Lakaien als Lehrer eingesetzt. Auch Alumni, also Stipendiaten der Wertheimer Lateinschule kamen für diese Posten in Frage. Für die ersten drei Lehrerstellen (Rektor, Konrektor, Cantor) an der Lateinschule dagegen war das Studium an einer Universität erforderlich. Durch die Verbindung des Konrektorats mit der Pfarrei Waldenhausen kamen für dieses Amt nur ordinierte Pfarrer in Frage. Der Cantor mußte zusätzlich Kirchenmusiker sein, denn sein Amt war mit der Organistenstelle in der Stadtkirche verbunden. Den damit verbundenen Ansprüchen an die Qualifikation des Cantors entsprach die Besoldung der Stelle keineswegs, und so überlegte man nach dem Tod des Cantors Johann Wendelin Glaser 1783, diese Verbindung aufzugeben (Nr. 53). Die Besoldung der anderen Lehrerstellen an der Lateinschule war ebenfalls wenig attraktiv, weshalb man sich schwertat, geeignete Interessenten zu finden bzw. in Wertheim zu halten (vgl. etwa zum Rektorat Nr. 7 und 57). Die Nummern 1-50 bilden den Altbestand Rep. 24 ("Wertheimer Schulsachen I"). Sie wurden nicht neu verzeichnet, sondern Titel und Laufzeit lediglich überprüft und ggflls. bearbeitet. Hinzugekommen sind die Nummern 51-78, die teils im Rahmen einer Provenienzbereinigung aus Rep. 25 (bisher: "Wertheimer Schulsachen II", vgl. die Konkordanz in Rep. 25) entnommen wurden, teils einem unverzeichneten Nachtrag entstammen. Da keine eigentliche Neuverzeichnung erfolgte, wurde auf eine Klassifikation verzichtet. Einen gewissen Ersatz bietet der Index, in dem sich etwa die Wertheimer Schulen mit einem je eigenen Stichwort finden. Der Personenindex ermöglicht - ähnlich wie in Rep. 25 und 25 A - den Zugriff auf einzelne Lehrernamen. Der Bestand umfasst 1 lfd. Meter in 69 Einheiten. Bronnbach, im September 2001 Robert Meier
Im Bestand befinden sich Akten der Wertheimer Zentralverwaltung zu den Dorfschulen in der Grafschaft und den Schulen in der Stadt Wertheim (Lateinschule, Deutsche Schule, Mädchenschule). Der Bestand wurde vermutlich im 19. Jahrhundert formiert und im Jahr 2001 aus bislang unverzeichneten Nachträgen ergänzt. Die Bildung der Akten folgt dem Betreff der Lehrerstelle.
Vorbemerkung: Der vorliegende Bestand umfasst Schriftgut der Wertheimer Zentralverwaltung zu den Dorfschulen in der Grafschaft und den Schulen in der Stadt Wertheim (Lateinschule, Deutsche- oder Knabenschule, Mädchenschule). Er setzt etwa zu dem Zeitpunkt im dreißigjährigen Krieg ein, als das Gemeinschaftliche Archiv nach Frankfurt am Main geflüchtet wurde. Der Bestand dürfte im 19. Jahrhundert von der Hand eines Archivars formiert worden sein. Er beinhaltet neben Schriftgut der Regierung auch solches der gräflichen Kabinette sowie Schriftgut der Kanzlei des Grafen Ludwig Moritz (+ 1740). Wenn Akten solcherart gemischtprovenienziell vorliegen, ist dies dem Feld "Vorprovenienzen" zu entnehmen. Die Bildung der Akten folgt dem Betreff der Lehrerstelle. Unter diesem Betreff finden sich vor allem Bewerbungen bei Neubesetzungen und Besoldungsfragen; dazu kommen allgemeinere Unterlagen zur Verbesserung des Schulwesens in der Grafschaft - ein im 18. Jahrhundert beständig formuliertes Anliegen der Obrigkeit. Die Vergabe der Lehrerstellen gehörte zu den Rechten, die die Grafen ihrem persönlichen Regiment vorbehielten. Sie erfolgte demnach im 18. Jahrhundert, wie die Vergabe anderer Stellen auch, nach Turnus unter den Grafen, d.h. wurde eine Stelle vakant, konnte der Graf, der an der Reihe war, einen Kandidaten präsentieren. In den Dorfschulen wurden bisweilen ehemalige herrschaftliche Lakaien als Lehrer eingesetzt. Auch Alumni, also Stipendiaten der Wertheimer Lateinschule kamen für diese Posten in Frage. Für die ersten drei Lehrerstellen (Rektor, Konrektor, Cantor) an der Lateinschule dagegen war das Studium an einer Universität erforderlich. Durch die Verbindung des Konrektorats mit der Pfarrei Waldenhausen kamen für dieses Amt nur ordinierte Pfarrer in Frage. Der Cantor mußte zusätzlich Kirchenmusiker sein, denn sein Amt war mit der Organistenstelle in der Stadtkirche verbunden. Den damit verbundenen Ansprüchen an die Qualifikation des Cantors entsprach die Besoldung der Stelle keineswegs, und so überlegte man nach dem Tod des Cantors Johann Wendelin Glaser 1783, diese Verbindung aufzugeben (Nr. 53). Die Besoldung der anderen Lehrerstellen an der Lateinschule war ebenfalls wenig attraktiv, weshalb man sich schwertat, geeignete Interessenten zu finden bzw. in Wertheim zu halten (vgl. etwa zum Rektorat Nr. 7 und 57). Die Nummern 1-50 bilden den Altbestand Rep. 24 ("Wertheimer Schulsachen I"). Sie wurden nicht neu verzeichnet, sondern Titel und Laufzeit lediglich überprüft und ggflls. bearbeitet. Hinzugekommen sind die Nummern 51-78, die teils im Rahmen einer Provenienzbereinigung aus Rep. 25 (bisher: "Wertheimer Schulsachen II", vgl. die Konkordanz in Rep. 25) entnommen wurden, teils einem unverzeichneten Nachtrag entstammen. Da keine eigentliche Neuverzeichnung erfolgte, wurde auf eine Klassifikation verzichtet. Einen gewissen Ersatz bietet der Index, in dem sich etwa die Wertheimer Schulen mit einem je eigenen Stichwort finden. Der Personenindex ermöglicht - ähnlich wie in Rep. 25 und 25 A - den Zugriff auf einzelne Lehrernamen. Der Bestand umfasst 1 lfd. Meter in 69 Einheiten. Bronnbach, im September 2001 Robert Meier
1,1 lfd. m in 80 Einheiten
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ