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Rechnung 1571/72
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 256 Landschreiberei
Landschreiberei >> Bände
1571-1572
Einnahmen aus Schuldrückzahlungen und Gülten sowie aus den Ämtern (grundherrliche Abgaben, Zoll, Geleit etc.), Ausgaben für Schulden, Zinsen, Botenlöhne, Geschenke, Dienstleistungen usw.
Ausgaben für (kunst-)handwerkliche Erzeugnisse:
- an Martin Waibel, Plattner, 18 fl. für Arbeiten an einem Turnierharnisch des Herzogs (fol. 306r), 207 fl. für 12 Kürasse und 12 Rossstirnen (fol. 341r);
- an einen Rotgießer von Augsburg 365 fl. 4 kr. "von einem passament und gegossen wasserwerckh" für den fürstlichen Lustgarten (fol. 306v);
- an Georg Schnee, Spießmacher zu Heidenheim, 13 fl. 36 kr. für 24 Knebelspieße, 9 fl. für 15 Knebelspieße (fol. 306v), 14 fl. 44 kr. für 26 Schweinsspieße, 6 fl. 14 kr. für 12 Knebelspieße (fol. 307r);
- an Hans Maier, Schlosser, und Christoph ("Stoffel") Gunzer 69 fl. 31 kr. für Spieße und anderes zum Ringstechen (fol. 307r);
- an Hans Meß, Goldschmied, 26 fl. 12 kr. für ein "silberin glas", das der Herzog dem Daniel von Remchingen zur Hochzeit verehrt hat (fol. 335r);
- an Dionysius Dreytwein 3 fl. 36 kr. für ein Buch (fol. 335v);
- 56 fl. 10 kr. für ein Duplet-Trinkgeschirr, das dem Johann von Hertinghausen zur Hochzeit geschenkt wurde (fol. 335v);
- an Hans Raiser, Goldschmied zu Augsburg, 136 fl. 2 kr. für zwei vergoldete Duplets, von denen das eine dem Innozenz von Dornstetel zur Hochzeit, das andere dem Andreas Junius, brandenburgischem Sekretär, verehrt wurde (fol. 335v), 60 fl. 10 kr. für ein Duplet, das der Gemahlin des Christoph Schenk von Limpurg ins Kindbett verehrt wurde (fol. 336r), 3851 fl. für allerlei Kleinodien, die Raiser in Kassel für die Anhaltische Heimführung gekauft hat, 501 fl. 38 kr. für weitere Goldarbeiten, nämlich "bickel", Armbänder, Ketten und "bellen", die er auf Vorrat gekauft hat, 27. fl. 7 kr. für allerlei Unkosten, 400 fl. für ein Kleinod (250 fl.) und eine Kette (150 fl.), die der Herzog dem Fräulein von Bayern (d.h. Maria Anna von Bayern) anlässlich ihrer Hochzeit mit Erzherzog Karl von Österreich geschenkt hat (fol. 338r), 8652 fl. 41 kr. für Silbergeschirr, Ketten, Kleinodien, Ringe, Armbänder u.a. (fol. 341v), 43 fl. 43 kr. Zehrgeld, als er nach Schleusingen geschickt wurde (fol. 365cv), 276 fl. 56 kr. Abzahlung von Silbergeschirr und anderem, das er auf Vorrat hergestellt hat (fol. 373v);
- an Elias ("Helie") Kreutlin, der dem Herzog eine Laute aus Fischbein geschenkt hat, 20 fl. (fol. 336r);
- an die hinterlassenen Kinder des verstorbenen Goldschmieds und Wardeins Sebastian Scherding 84 fl. 34 kr. rückständige Zahlungen für Arbeiten ihres Vaters (fol. 337r); - an Karl Seckler, Goldschmied zu Stuttgart, 45 fl. 40 kr. für zwei silberne Gläser, von denen das eine dem Christoph von Degenfeld, das andere Wolf von Zillenhart "für den krannz, so inen uf erzherzog Carlins hochzeit gegeben, verert" wurde (fol. 337r), 111 fl. 1/2 kr. für zwei silberne Gläser mit Deckeln, von denen das eine dem Balthasar von Karpfen, das andere Maister Balthasar Biedenbach für Aufwartdienste für die Fürstin im Land Hessen wurde (fol. 337v), 127 1/2 fl. für ein vergoldetes Duplet, das der Herzog dem Simon Ungnad, Freiherr zu Sonneck, zur Hochzeit geschenkt hat (fol. 337br), 95 fl. 25 kr. für einen doppelten vergoldeten Kredenzbecher, der Hans von "Rottemburg" zur Hochzeit verehrt wurde (fol. 337bv), 121 fl. 25 kr. für ein doppeltes Trinkgeschirr, das dem Grafen Joachim von Ortenburg zur Hochzeit geschenkt wurde, 96 fl. 38 kr. für ein Trinkgeschirr, das Ludwig Wolf von Habsberg, Statthalter zu Durlach, verehrt wurde (fol. 337cv), 103 fl. 45 kr. für zwei doppelte, vergoldete, "knorrete" Trinkgeschirre, von denen das eine dem Hans Wendel von Wildenau zur Hochzeit geschenkt und das andere zunächst vorbehalten, dann mit einem Futter versehen (20 kr. an den Dreher), dann dem Gerson Heldt geschenkt wurde (fol. 339r), 224 fl. 9 kr. 2 h. für ein Schiff, das 12 Mark 7 Lot 1 Quint wiegt, 56 fl. 7 kr. 2 h. für ein vergoldetes Duplet (fol. 340r), 35 fl 23 kr. für ein silbernes Glas und einen Ring, die der Herzog bzw. Fräulein Emilia der Ehefrau des Hans Georg Schilling zur Geburt ihres Kindes geschenkt haben (fol. 340v), 14 fl. 15 kr. für 12 Paar "haften" für den Herzog (fol. 341r); 22 fl. 24 kr., um etliche Schilde zu dem vergoldeten Schiff u.a. zu machen (fol. 346v);
- an Georg Grabmann, Uhrmacher, 34 fl. 30 kr. für die Uhr, die er dem Herzog geschenkt hat (fol. 337br);
- an die Personen aus Waiblingen, die am Ostermontag 1572 die "Historien von dem Jüngsten Tag" auf dem Stuttgarter Markt aufgeführt haben, 20 fl. (fol. 337bv)
- an Doktor Philipp Apian, der dem Herzog "die bairisch mappen" (d.h. Apians "Bayerische Landtafeln") verehrt hat (fol. 337bv);
- an David Stölzlin, "teutschem schulmeistern zu Ulm", 30 fl. für ein Wappen, das er dem Herzog gewidmet hat (fol. 337cr);
- an Christoph Crispinus 8 fl. für seine Arbeit an einem württembergischen Stammbaum (fol. 339r);
- an Melchior Jäger, Sekretär, 1515 fl. 6 kr., die er u.a. für verschenkte Ringe, goldene "bickelin" mit Perlen und goldene Röslein ausgegeben hat, als der Herzog für die Heimführung (seiner Schwester Eleonore) nach Anhalt zog (fol. 339r);
- an den niederländischen Maler 30 fl. 42 kr. für den württembergischen Stammbaum, der dem Herzog von Braunschweig geschickt wurde (fol. 339v);
- an Aberlin Tretsch, Baumeister, 50 fl. für seine Versehung des Bauschreiberamts (fol. 339v);
- an Barthlin Altenhofer 33 fl. für die Ausbesserung der verbrannten Tapisserie (fol. 344r), ebenso 22 fl. (fol. 344v);
- an Hans Fries, Büchsenmacher zu Esslingen, 12 fl. für zwei Pirschbüchsen (fol. 344v);
- an Stefan Schön, Wappensteinschneider, 15 Ringlein zu dem Falkengeschirr (fol. 345r);
- an Niklas Thomas Schmid, Plattner zu Nürnberg, 116 fl. für zwei "stechzeug" (fol. 345v);
- an Johan de Witte, Maler, 70 fl. für Kontrafakturen, Brustbilder, "auch vererte teffelin" (fol. 346r);
- 7 fl. 45 kr., um ein Futter über das silberne Schiff zu machen (vgl. o.: Karl Seckler) (fol. 346r); - an Georg Galler, Maler, 32 kr. für eine Visierung für den Grabstein der Herzogin (fol. 346r);
- an Hans Adolf, Schreiner, 10 fl. für einen neuen Kasten mit 28 Schubladen sowie drei Geldtische für die Landschreiberei (fol. 346v);
- an Jakob Mayer, Schlosser, 6 fl. 22 kr. für die Beschläge an o.g. Kasten (fol. 346v);
- an den Spießmacher von Heidenheim 20 fl. 24 kr. für drei Dutzend Knebelspieße (fol. 346v);
- an Jakob Schludin 10 fl. für das Schäften einer Pirschbüchse (fol. 346v);
- an den Tapezierer Jakob de Karmis und den Patronenmaler 13721 fl. 28 kr. für allerlei Historien-Bildwerk (fol. 348r);
- an die Fuhrleute, die den Hausrat des Tapezierers Jakob nach Speyer geführt haben, 47 fl. 48 kr. (fol. 358r).
398 Bl.
Folio (Höhe x Breite)
Amtsbücher, Register und Grundbücher
Sprache: Deutsch
Normformat: Folio
Adolf, Hans; Schreiner
Altenhofer, Bartholomäus
Anhalt, Eleonora Fürstin von; geb. von Württemberg, später Landgräfin von Hessen-Darmstadt; 1552-1618 Apian, Philipp; Kartograph, Geograph, 1531-1589
Bayern, Maria Anna Prinzessin von, verh. Erzherzogin von Österreich; 1551-1608
Carnis, Jakob de
Crispinus, Christoph
Dornstetel, Innozenz von
Dreytwein, Dionysius; Kürschner, Chronist, 1498-1576
Fries, Hans; Büchsenmacher, Esslingen
Galler, Georg; Maler
Grabmann, Georg; Uhrmacher
Habsberg, Ludwig Wolf von
Hertinghausen, Johann von
Junius, Andreas; Sekretär
Karpfen, Balthasar von; Vogt, -1585
Kreutlin, Elias
Maier, Hans; Schlosser
Mayer, Jakob; Schlosser, Stuttgart
Mess, Hans; Goldschmied
Österreich, Maria Anna Erzherzogin von, geb. Prinzessin von Bayern; 1551-1608
Pfalz-Simmern, Emilie; Pfalzgräfin, geb. Herzogin von Württemberg, 1550-1589
Raiser, Johann; Goldschmied, Augsburg
Remchingen, Daniel von; Obervogt, 1526-1576
Schenk von Limpurg, Christoph, 16. Jh.
Scherdinger, Sebastian; Goldschmied, Münzwardein, Stuttgart
Schilling von Cannstatt, Hans Jörg
Schlude, Jakob; Büchsenschäfter
Schmid, Niklas Thomas; Plattner, Nürnberg
Schnee, Georg; Spießmacher, Heidenheim
Schön, Stefan; Steinschneider
Seckler, Karl; Goldschmied, Stuttgart
Stölzlin, David; Schulmeister
Tretsch, Aberlin; Baumeister, 1500-1577
Ungnad zu Sonneck, Simon
Waibel, Martin; Plattner, Stuttgart
Wendel, Hans
Witt, Johann de
Württemberg, Eleonora; Prinzessin, verh. Fürstin von Anhalt und Landgräfin von Hessen-Darmstadt, 1552-1618
Zillenhart, Wolf von
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.