Domänenkanzlei: Kirchen- und Schulpatronate (Bestand)
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Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein, Oe 106
Landesarchiv Baden-Württemberg, Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein (Archivtektonik) >> Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein >> Archiv Öhringen >> Zentrale Verwaltungen nach der Mediatisierung
(Vorakten) 1806-1884 (-1900)
Inhalt und Bewertung
Der Bestand enthält eine Gruppe von in der Domänenkanzlei Öhringen entstandenen Akten, die Ende des 19. Jh. aus der Registratur ausgesondert wurde. Thematisch bildet sie eine klar abgegrenzte Einheit. Es geht um die Wahrnehmung der Patronatsrechte durch die hohenlohe-oehringische Standesherrschaft von der Mediatisierung 1806 bis zur Ablösung dieser Rechte in den 60er Jahren des 19. Jh. (Komplexlastenablösung). Hiernach verloren die Akten ihren Wert für die Verwaltung. So konnten sie - wohl in den 80er Jahren - aus der Registratur der Domänenkanzlei ausgesondert werden.
Die Akten thematisieren hauptsächlich die Besetzung der Lehrer- und Pfarrerstellen durch den Fürsten bzw. dessen Mitwirkung daran, ferner die Besoldung der Stelleninhaber und die Versorgung von deren Witwen sowie die materielle Ausstattung von Kirchen und Schulen bis hin zu Baumaßnahmen im Bereich der Standesherrschaft Hohenlohe-Oehringen. Auch finden sich Zusammenstellungen über die "Kultkosten" für die Standesherrschaft und Beschreibungen der Pfarreien einzelner Orte.
Gliederung: 1. Allgemeines; 2. Kirchenpatronate (Ortsalphabet); 3. Schulpatronate (Ortsalphabet).
Der vorliegende Bestand enthält eine Gruppe von in der Domänenkanzlei Öhringen entstandenen Akten, die Ende des 19. Jh. aus der Registratur ausgesondert wurde. Er ist damit vergleichbar mit den Unterlagen des Bestandes Oe 105 Domänenkanzlei (rote Nummern). Jedoch bildet der vorliegende Bestand eine thematisch klar abgegrenzte Einheit, während der Bestand Oe 105 thematisch diffuse ist. Im vorliegenden Bestand geht es um die Wahrnehmung der Patronatsrechte durch die hohenlohe-oehringische Standesherrschaft von der Mediatisierung 1806 bis zur Ablösung dieser Rechte in den 60er Jahren des 19. Jh. (Komplexlastenablösung). Hiernach verloren die Akten ihren Wert für die aktuelle Verwaltung. Deswegen konnten sie - wohl in den 80er Jahren - aus der Registratur der Domänenkanzlei ausgesondert werden. Die vorliegenden Akten thematisieren hauptsächlich die Besetzung der Lehrer- und Pfarrerstellen durch den Fürsten bzw. dessen Mitwirkung daran, ferner die Besoldung der Stelleninhaber und die Versorgung von deren Witwen sowie die materielle Ausstattung von Kirchen und Schulen bis hin zu Baumaßnahmen im Bereich der Standesherrschaft. Auch finden sich im Bestand interessante Zusammenstellungen über die "Kultkosten" für die Standesherrschaft und Beschreibungen der Pfarreien in einzelnen Orten. Im Gegensatz zu den roten Nummern sind die vorliegenden Akten in vorarchivischer Zeit nie zu einer Gruppe formiert worden, die einheitlich signiert oder gar mittels einer Liste erfasst und konstituiert wurde. Die Akten wurden bei ihrer ersten Behandlung im Hohenlohe-Zentralarchiv 1973 dem Bestand "rote Nummern" (jetzt Oe 105) zugeschlagen, diesem als eigene Gruppe am Schluss angehängt und listenartig erfasst. Gemeinsam ist ihnen, dass sie aus der Registratur der Domänenkanzlei Ende des 19. Jh. herausgelöst wurden, worin ein Grund für die Zusammenfügung zu einem Bestand gesehen wurde. Die gesamten Unterlagen wurden Anfang 2007 vor seinem Ausscheiden aus dem Archivdienst von Wilfried Beutter nach modernen archivischen Kriterien erschlossen. Bei der Endbearbeitung, die durch den Unterzeichnenden erfolgte, wurden die Akten zu den Kirchen- und Schulpatronaten aus dem Bestand Oe 105 herausgelöst und zu einem eigenen Bestand formiert. Denn es handelt sich durchaus um zwei unterschiedliche Gruppen, und die Akten des vorliegenden Bestandes tragen eindeutig keine roten Nummern als vorarchivische Signatur. Weitere Akten zum Thema und aus der Provenienz Domänenkanzlei Öhringen, die inzwischen ohne Bestandszusammenhang aufgefunden worden waren, wurden bei der Bestandsbildung dem Bestand Oe 106 hinzugefügt. Die meisten Akten sind ortsbezogen geführt worden. Der Bestand gliedert sich daher in einen allgemeinen Teil ohne Ortbetreffe, in Akten zu den Kirchenpatronaten und drittens in Akten zu den Schulpatronaten. Innerhalb der beiden letzten Gruppen sind die Akten nach dem Ortsalphabet des Betreffortes gereiht, innerhalb der ersten chronologisch. Der Bestand, der die Bezeichnung "Oe 106 Domänenkanzlei: Kirchen- und Schulpatronate" erhielt, umfasst 224 Büschel in 3 lfd. m. Die Laufzeit reicht mit früheren Vorakten von 1806 bis 1884, Nachakten gehen bis 1900. Neuenstein, im Juli 2008 Dr. Schiffer
224 Bü (3 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ