Pressedokumentation Prinz Max von Baden / Kurt Hahn (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 Baden, Salem-15
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Dynastie und Regierung >> Bodensee-Fideikommiss
1905-1932
Überlieferung: Die Sammlung politischer Druckschriften im Nachlass des Prinzen Max von Baden wurde wohl in den 1960er Jahren in Salem neu und wenig glücklich formiert, d.h. ohne Rücksicht auf Jahrgangsfolgen bei Zeitschriften und auf Doubletten bei Broschüren vermutlich im vorgefundenen, ungeordneten Zustand zu Faszikeln zusammengebunden. Sie bildete nach der Lagerung zwar einen Block im schriftlichen Nachlass, berührte inhaltlich jedoch den Salemer Bibliotheksbestand. So sind die Grenzen nach beiden Seiten fließend: Broschüren und Einzelnummern von Zeitschriften finden sich hier wie auch eingelegt in den Akten und Korrespondenzen des Nachlasses, zugleich stecken in der Druckschriftensammlung auch selbständige Publikationen, die man eher in der Bibliothek erwarten würde. Auch nach ihren Provenienzen ist die Druckschriftensammlung nicht eindeutig zu definieren. Ein nicht unbeträchtlicher Teil stammt wohl aus der Tätigkeit Kurt Hahns als Presselektor im Auswärtigen Amt oder aus seinen anderen Interessengebieten. Ob die englischen Tageszeitungen oder die Dokumentationen Paul Rohrbachs (des Vorgesetzten Hahns im Auswärtigen Amt) und anderer zur osteuropäischen Politik aber nur von Hahn und nicht doch auch vom Prinzen selbst gelesen wurden, wird sich nicht mehr klären lassen. Bei der Hinterlegung des Nachlasses des Prinzen im Jahr 2014 im Generallandesarchiv Karlsruhe wurde die Pressedokumentation aus dem Nachlass im engeren Sinn selektiert und als eigener Bestand aufgestellt. Die genannten engen Bezüge zum Nachlass selbst bleiben aber bestehen. Nur wirkliche Formierungsfehler wurden korrigiert, Dubletten in der Regel nach Salem zurückgegeben.
Inhalt und Ordnung: Die Dokumentation repräsentiert auf eine sehr dichte Weise den politischen Diskurs in Deutschland zu den wichtigsten Themen des Kriegs und der Nachkriegszeit. Durch Flugblätter, Aufrufe und kleine Broschüren vereinigt sie Graue Literatur mit regulären Periodica und amtlichen Quellenpublikationen vor allem der Nachkriegszeit, etwa zur Kriegsschuldfrage. Das reiche Bildmaterial zur Lage der Kriegsgefangenen dürfte von Prinz Max selbst gesammelt worden sein. Die Themen der sog. Heidelberger Vereinigung, der durch Prinz Max gegründeten Arbeitsgemeinschaft für eine Politik des Rechts, sind in Schriften ihrer Mitglieder wie Max Graf Montgelas oder Hermann Oncken präsent. Breiten Raum nimmt auch die Auseinandersetzung mit der französischen Rheinlandpolitik ein. Der Bestand wurde im Rahmen eines Inventarisierungsprojekts der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg 2015 erschlossen. Da keine ältere Ordnung bestand, wurden die Schriften redaktionell zu Themen der Kriegs- und Nachkriegszeit gruppiert. Da der Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits wesentlich zum Verständnis beiträgt, wurde auf Reihung nach dem Autorenalphabet verzichtet; hier kann der Personenindex Ersatz leisten. Ausnahmsweise wurde auch ein Sachindex gebildet, um darin die Zeitschriftentitel erfassen zu können. Der Bestand umfasst 777 Nummern in ca. 11 lfd.m. Karlsruhe, im Januar 2017 Konrad Krimm
Inhalt und Ordnung: Die Dokumentation repräsentiert auf eine sehr dichte Weise den politischen Diskurs in Deutschland zu den wichtigsten Themen des Kriegs und der Nachkriegszeit. Durch Flugblätter, Aufrufe und kleine Broschüren vereinigt sie Graue Literatur mit regulären Periodica und amtlichen Quellenpublikationen vor allem der Nachkriegszeit, etwa zur Kriegsschuldfrage. Das reiche Bildmaterial zur Lage der Kriegsgefangenen dürfte von Prinz Max selbst gesammelt worden sein. Die Themen der sog. Heidelberger Vereinigung, der durch Prinz Max gegründeten Arbeitsgemeinschaft für eine Politik des Rechts, sind in Schriften ihrer Mitglieder wie Max Graf Montgelas oder Hermann Oncken präsent. Breiten Raum nimmt auch die Auseinandersetzung mit der französischen Rheinlandpolitik ein. Der Bestand wurde im Rahmen eines Inventarisierungsprojekts der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg 2015 erschlossen. Da keine ältere Ordnung bestand, wurden die Schriften redaktionell zu Themen der Kriegs- und Nachkriegszeit gruppiert. Da der Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits wesentlich zum Verständnis beiträgt, wurde auf Reihung nach dem Autorenalphabet verzichtet; hier kann der Personenindex Ersatz leisten. Ausnahmsweise wurde auch ein Sachindex gebildet, um darin die Zeitschriftentitel erfassen zu können. Der Bestand umfasst 777 Nummern in ca. 11 lfd.m. Karlsruhe, im Januar 2017 Konrad Krimm
777 Akten (Nr. 1-784)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ