Klage auf Bezahlung der klägerischen Dotalforderung von 10000 Goldgulden aus dem Ehevertrag zwischen Junggraf Johann von Manderscheid und Margarethe von der Marck und Arenberg, Tochter des Grafen Everhard von der Marck und Arenberg und der Margarethe von Bocholtz, von 1480 und von bisher unbezahlten jährlichen Pensionen von 412 Goldgulden aus dem Vergleich von 1497 zuzüglich Zinsen und Klage auf Sukzession in die verschriebene Herrschaft Kommern (Kr. Euskirchen). Die Ansprüche werden auf einen Wert von über 100000 Goldgulden geschätzt. Litispendenzeinrede des Beklagten gegen das RKG, denn der ursprüngliche Kläger Graf Hermann von Manderscheid, der Sohn der Margarethe von der Marck und Arenberg, habe bei seiner Einlassung am RKG verschwiegen, daß die Sache bereits damals vor etwa 70 Jahren vor dem Rat von Luxemburg und um 1599 vor dem Hohen Rat zu Mechelen als Appellationsinstanz anhängig gemacht worden und dort noch schwebend sei. Gegen das RKG-Urteil vom 8. März 1747 geht Herzog Leopold Philipp Karl Joseph von Arenberg in Revision.
Vollständigen Titel anzeigen
Klage auf Bezahlung der klägerischen Dotalforderung von 10000 Goldgulden aus dem Ehevertrag zwischen Junggraf Johann von Manderscheid und Margarethe von der Marck und Arenberg, Tochter des Grafen Everhard von der Marck und Arenberg und der Margarethe von Bocholtz, von 1480 und von bisher unbezahlten jährlichen Pensionen von 412 Goldgulden aus dem Vergleich von 1497 zuzüglich Zinsen und Klage auf Sukzession in die verschriebene Herrschaft Kommern (Kr. Euskirchen). Die Ansprüche werden auf einen Wert von über 100000 Goldgulden geschätzt. Litispendenzeinrede des Beklagten gegen das RKG, denn der ursprüngliche Kläger Graf Hermann von Manderscheid, der Sohn der Margarethe von der Marck und Arenberg, habe bei seiner Einlassung am RKG verschwiegen, daß die Sache bereits damals vor etwa 70 Jahren vor dem Rat von Luxemburg und um 1599 vor dem Hohen Rat zu Mechelen als Appellationsinstanz anhängig gemacht worden und dort noch schwebend sei. Gegen das RKG-Urteil vom 8. März 1747 geht Herzog Leopold Philipp Karl Joseph von Arenberg in Revision.
AA 0627, 3602 - M 215/-
AA 0627 Reichskammergericht, Teil VI: M-O
Reichskammergericht, Teil VI: M-O >> 1. Buchstabe M
1599 - 1747 (1473 - 1806) - 2
Enthaeltvermerke: Kläger: Graf Hermann von Manderscheid und Blankenheim, Herr zu Gerolstein modo Graf Franz Joseph Georg Ludwig von Manderscheid, 1747 Graf Johann Wilhelm von Manderscheid, seit 1781 Gräfin Augusta von Sternberg, geb. Gräfin von Manderscheid, Blankenheim Beklagter: Herzog Johann Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg und Konsorten: Fürsten Karl und Robert von Arenberg, Herzog Leopold Wilhelm von Arenberg, 1747 Herzog Leopold Philipp Karl Joseph von Arenberg, seit 1779 Herzog Ludwig Peter Engelbert von Arenberg und Croy, Herr zu Aarschot, seit 1803 Herzog Prosper Ludwig von Arenberg, Herr zu Aarschot Prokuratoren (Kl..): Lic. Johann Wilhelm Weylach (1739) - Dr. Johann Albert Ruland 1765 - Subst.: Lic. Hermann Joseph Valentin Schick - Dr. Franz Karl von Sachs 1781 - Subst.: Lic. F. W. A. Helffrich Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Melchior Deuren (1738) und 1751 - Subst.: Lic. Johann Werner 1751 - Notar Nicolaus Colbré 1747 - Subst.: Notar Johann Henrich Schick - Dr. Johann Wilhelm Mainone 1779 - Subst.: Lic. Johann Georg Vergenius - Lic. Ferdinand Wilhelm Mainone 1803 - Subst.: Lic. (P. P. ?) Helffrich Prozeßart: Citationis, nunc (1733) citationis ad reassumendum die arenbergische Dotalforderung betreffend, nunc (1747) revisionis, auch (1748) simplicis querelae Instanzen: 1. RKG 1599 - 1747 (1473 - 1806) - 2. Erzbischof von Mainz als Revisionsgericht 1747 - 1806 Beweismittel: Urteil des Rats zu Luxemburg von 1539 in Sachen Freiin Margarethe von der Marck und Arenberg, Witwe des Grafen Johann von Manderscheid, Blankenheim und Gerolstein ./. Graf Ruprecht von der Marck und Arenberg betr. Zahlung der rückständigen Mitgift gemäß der Heiratsverschreibung von 1480 (in Q 66 mit zahlreichen weiteren Dokumenten aus dem 16. Jh.). RKG-Ladung bzw. -Mandatum poenale sine clausula von 1616 in Sachen Karl von Arenberg ./. Arnold von Manderscheid als Erbe und Bruder des verstorbenen Hermann von Manderscheid, Hans Gerhard von Manderscheid, Anna Helena von Manderscheid, Witwe zu Brederode (Bredenradt), und Anna Margaretha von Manderscheid, Witwe des Grafen Ludwig von Nassau (Q 102). Urkunden des Grafen Ruprecht von der Marck und Arenberg (nach 1497) für seine Schwester Margaretha von der Marck und Arenberg (Q 115f.) sowie weitere arenberg.-manderscheidische Schreiben aus dem 16. Jh. Gerichtsakten des Rats von Luxemburg von 1535 - 1539 als 1. Instanz in Sachen Margarethe von der Marck und Arenberg ./. ihren Bruder Ruprecht von der Marck und Arenberg betr. Erbschaft ihres Vaters Everhard und ihres Bruders Gerhard von der Marck und Arenberg (Ahrburg) und ihre Dotalforderung, darin: Eheabrede von 1473 zwischen den Grafen Everhard von der Marck und Arenberg und Dietrich von Manderscheid bzgl. ihrer Kinder Margaretha von der Marck und Arenberg und Junggraf Johann von Manderscheid; Ehevertrag von 1480; Vergleich von 1497 zwischen Junggraf Johann von Manderscheid und Graf Everhard von der Marck und Arenberg (Q 137 = Q 140). Sammlung von Urteilen im Dotalstreit (Q 146). Verzeichnis der an Johannes Schoell 1613 übersandten Dokumente in französischer und niederländischer Sprache mit deutscher Übersetzung (Q 157). Auszug aus den zehnjährigen Rentmeistereirechnungen der Herrlichkeit Kommern von 1548 (Q 177). Originalvollmacht der Klägerpartei von 1773 mit herausgeschnittenen Siegeln von 1773 (Q 178). „Actenmäßiger Geschichts- und Rechtsabdruck in vermeintlichen Dotal- Anspruchs- Sachen Herrn Grafen von Manderscheid zu Blankenheim wider Seine Herzogliche Durchlaucht zu Arenberg“ mit Urkundenanhang prod. 1786 (Q 196). Beschreibung: 4 Bde, 24,5 cm; Bd. II: 6 cm, Bl. 273 - 653, gebunden, Q 66 - 132; Bd. III: 7,5 cm, Bl. 654 - 1156, gebunden, Q 133 - 146 und 1 Beilage (Bl. 1 - 44) = Vota und Relationen des RKG von 1728 - 1786 in Sachen Manderscheid ./. Jülich und Arenberg betr. Dotalforderung, 1806 versiegelt; Bd. IV: 5,5 cm, Bl. 1157 - 1468, gebunden, Q 147 - 159; Bd. V: 5,5 cm, Bl. 1469 - 1775, gebunden, Q 160 - 198. Der Prozeß ist mit nur vier erhaltenen Bänden unvollständig. Es fehlen mindestens das Protokoll und Bd. I mit Bl. 1 - 272 und Q 1 - 65.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:49 MESZ