1368, 6. Indiktion, im 6. Jahr der Krönung des Papstes Urbans V., 17. August, "den man nennet in dem dutsche der Äugest", um die Nonezeit, im Dorf Schimsheim bei Wallertheim auf dem Gau ("Schimmeshem by Waldertheim uf dem Gauwe"), nächst der Kirchhofspforte, wo das weltliche Dorfgericht des jungen Herzogs von Bayern zu tagen pflegt, vor Schultheiß ("Sibel Wicker") und Hübnern ("Henne Kedinhemer", "Emerich Leitgaste", Peter "Kedinbisser", Henne "Leufride" und Peter "Hofemannes sone"), vor Notar und Zeugen: Bestehen der Edelknecht Werner "Halbsteder" von Gau-Algesheim ("Algenshem") u.s. Fr. Lene von Dekan (Herrman) und Kapitel von Mariengreden zu Erbe alle Güter, die die + Katherina Lutze von Gau-Algesheim ("Algenshem") daselbst besessen hat, es sei Haus oder Hof, Äcker, Weingärten, Wiesen oder Gärten, gegen 19 Pfd. Heller Mainzer ("Mentzer") Währung Ewiggült, fällig auf Martini. Sie setzen zu Unterpfand 7 Malter Gült Binger Maß von 13 Maltern ewiger Korngült zu Schimsheim ("Schymmesheim"), die Johann "Grymberger" von Wallertheim ("Waldirthem") von dem Gut gen. der "Otterbirger gut", in dem "Westervelde", reicht. - Auf die Frage des Vertreters des Stiftes, des Amtmanns und Vikars Heinrich von Bernkastel, bestätigt das Gericht, daß diese Güter freies Eigen sind. Wiederkauf jeweils vor Johanni mit 100 schweren kleinen Gulden, wie sie zu Mainz gang und gäbe sind, vorbehalten. Zeugen: "Hildiger", Pastor der Pfarrei Gau-Algesheim ("Algensheim"), Johann von Gau-Algesheim ("Algenshem"), Kaplan der Kirche "Waldirthen", Friedrich, Junker Wilhelms' Sohn von "Rudenshem", und "Kindeln" von Armsheim ("Armeshem"), Edelknecht. Signet und Unterschrift des kaiserl. Notars "Johannes von Heymersdorf", Baseler Bistums.

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