Finanzämter: Finanzamt Groß-Gerau (Bestand)
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H 22 Gross-Gerau
Hessisches Staatsarchiv Darmstadt (Archivtektonik) >> Gliederung >> Staatsbehörden Land Hessen (seit 1945) >> Finanzverwaltung >> Finanzämter
1945-1995
Enthält: Besitzsteuerakten, bislang unverzeichnet
Geschichte des Bestandsbildners: Das Finanzamt Groß-Gerau ist mit Verordnung vom 16. Dezember 1822 als 'Steuerbezirk 4' eingerichtet worden. 1853 erhielt es zunächst den Namen 'Steuerkommissariat', seit 1908 wird es offiziell als 'Finanzamt' bezeichnet. 1919 fielen die Finanzämter an die Reichsfinanzverwaltung, so auch Groß-Gerau. Es unterstand dem Landesfinanzamt (Oberfinanzpräsidium) Darmstadt.
Ursprünglich umfasste das Finanzamt Groß-Gerau die Gemeinden und Gemarkungen des damaligen Bezirkes des Landratsamtes Dornberg, der Kreis Groß-Gerau wurde erst 1832 gebildet. Mit der Umbenennung 1853 ging eine Neueinteilung einher: das Amt bestand aus den Gemeinden der drei Distrikteinnehmereien
a) Groß-Gerau I (Berkach, Büttelborn, Dornberg, Dornheim, Geinsheim, Groß-Gerau, Groß-Gerauer Forst, Klein-Gerau, Wallerstädten und Worfelden)
b) Groß-Gerau II (Astheim, Bauschheim, Bischofsheim, Ginsheim, Haßloch, Königstädten, Nauheim, Raunheim, Rüsselsheimer Mark, Trebur) sowie
c) Wolfskehlen (Biebesheim, Crumstadt, Erfelden, Goddelau mit Hospital, Hofheim, Griesheim, Kornsand, Leeheim, Stockstadt und Wolfskehlen).
Die territorialgeschichtliche Situation, die der Zweite Weltkrieg mit sich brachte, schlug sich auch im Bereich des Finanzamtes Groß-Gerau nieder. Da der Rhein nunmehr die Grenze zwischen französischer und amerikanischer Besatzungszone markierte, konnten rechtsrheinische Gemeinden (Bischofsheim, Gustavsburg, Ginsheim, Raunheim und Rüsselsheim) nicht mehr vom Finanzamt Mainz verwaltet werden. Sie fielen an den Finanzamtsbezirk Groß-Gerau.
Während seiner Geschichte wechselte und verlagerte das Finanzamt Groß-Gerau häufig seine Unterbringung.
Seit 1987 ist es nun in den Räumen des Zweckbaus am Europaring 11-13 untergebracht.
Finanzamtsvorsteher (Auszug):
01.11.1970 - 09.02.1975: RD Dr. Müller-Planitz
13.05.1975 - 30.09.1982: RD Adamski
01.02.1983 - 31.03.1995: LRD Lyding
16.10.1995 - 14.12.1997: LRD Dinges
29.12.1997 - 09.10.2001: LRD Klein
seit 18.02.2002: LRD'in Foß
(Uhl, Quelle: Amtsübersicht des Finanzamtes Groß-Gerau)
Referent: Rainer Maaß; Eva Haberkorn
Geschichte des Bestandsbildners: Das Finanzamt Groß-Gerau ist mit Verordnung vom 16. Dezember 1822 als 'Steuerbezirk 4' eingerichtet worden. 1853 erhielt es zunächst den Namen 'Steuerkommissariat', seit 1908 wird es offiziell als 'Finanzamt' bezeichnet. 1919 fielen die Finanzämter an die Reichsfinanzverwaltung, so auch Groß-Gerau. Es unterstand dem Landesfinanzamt (Oberfinanzpräsidium) Darmstadt.
Ursprünglich umfasste das Finanzamt Groß-Gerau die Gemeinden und Gemarkungen des damaligen Bezirkes des Landratsamtes Dornberg, der Kreis Groß-Gerau wurde erst 1832 gebildet. Mit der Umbenennung 1853 ging eine Neueinteilung einher: das Amt bestand aus den Gemeinden der drei Distrikteinnehmereien
a) Groß-Gerau I (Berkach, Büttelborn, Dornberg, Dornheim, Geinsheim, Groß-Gerau, Groß-Gerauer Forst, Klein-Gerau, Wallerstädten und Worfelden)
b) Groß-Gerau II (Astheim, Bauschheim, Bischofsheim, Ginsheim, Haßloch, Königstädten, Nauheim, Raunheim, Rüsselsheimer Mark, Trebur) sowie
c) Wolfskehlen (Biebesheim, Crumstadt, Erfelden, Goddelau mit Hospital, Hofheim, Griesheim, Kornsand, Leeheim, Stockstadt und Wolfskehlen).
Die territorialgeschichtliche Situation, die der Zweite Weltkrieg mit sich brachte, schlug sich auch im Bereich des Finanzamtes Groß-Gerau nieder. Da der Rhein nunmehr die Grenze zwischen französischer und amerikanischer Besatzungszone markierte, konnten rechtsrheinische Gemeinden (Bischofsheim, Gustavsburg, Ginsheim, Raunheim und Rüsselsheim) nicht mehr vom Finanzamt Mainz verwaltet werden. Sie fielen an den Finanzamtsbezirk Groß-Gerau.
Während seiner Geschichte wechselte und verlagerte das Finanzamt Groß-Gerau häufig seine Unterbringung.
Seit 1987 ist es nun in den Räumen des Zweckbaus am Europaring 11-13 untergebracht.
Finanzamtsvorsteher (Auszug):
01.11.1970 - 09.02.1975: RD Dr. Müller-Planitz
13.05.1975 - 30.09.1982: RD Adamski
01.02.1983 - 31.03.1995: LRD Lyding
16.10.1995 - 14.12.1997: LRD Dinges
29.12.1997 - 09.10.2001: LRD Klein
seit 18.02.2002: LRD'in Foß
(Uhl, Quelle: Amtsübersicht des Finanzamtes Groß-Gerau)
Referent: Rainer Maaß; Eva Haberkorn
4,125 m
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.07.2025, 12:49 MESZ