Schenk, Florian (Bestand)
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BArch NY 4108
call number: NY 4108
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> S
1953-1957
Bestandsbeschreibung: Biographische Angaben
15. Dez. 1894 in Nieder-Soor/Bezirk Trautenau geboren
1912 Mitglied des Österreichischen Metallarbeiterverbandes
1914 Mitglied der Deutschen Sozialdemokratischen Partei in der Tschechoslowakischen Republik (DSAP)
1923 Wahl zum Gemeinderat und zum Vorsitzenden der sozialdemokratischen Fraktion in Jungbuch
1925 Teilnahme an der ersten Delegation von Arbeitern der Tschechoslowakei in die UdSSR, aufgrund der positiven Berichterstattung darüber im März 1926 Ausschluss aus der DSAP
April 1926 Begründer der KPC in Oberjungbuch
1927 - 1938 Sekretär der KPC in Nordwest- und Nordböhmen
1929 Mitglied des Komotauer Stadtrates
1932 Vorsitzender des Regierungsstreikkomitees während des Bergarbeiterstreiks im Bezirk Komotau
1935 - 1938 Mitglied der Nationalversammlung der CSR
Jan. 1939 - Juni 1945 Emigration Großbritannien
Sept./Okt. 1945 von Komotau Übersiedlung in die SBZ/Dresden
1947 - 1949 Abteilungsleiter in der SED-Landesleitung Sachsen
1950 - 1953 Vorsitzender des ZV der Gewerkschaft Land, Nahrungsgüter und Forst
Mai 1953 - 1957 Bundesvorstand des FDGB, u. a. Leiter des Büros für Landwirtschaft (1956-1957)
20. Sept. 1957 in Berlin verstorben
Inhaltliche Charakterisierung: Die hier vorliegenden Dokumente aus dem schriftlichen Nachlass von Florian Schenk wurden nach dessen Ableben von der Witwe an das Zentrale Archiv der Gewerkschaften übergeben. Von dort gelangten die Unterlagen im Jahre 1960 an das Zentrale Parteiarchiv der SED.
Neben den im Nachlass vorliegenden Erinnerungen werden auch in der Sammlung Erinnerungen unter der Signatur SgY 30/ 1227 und in der Sammlung Deutsche Kommunisten in der Tschechoslowakischen Kommunistischen Partei unter der Signatur SgY 3/V 148/2/15 Aufzeichnungen von Florian Schenk über seine Tätigkeit in Böhmen vor 1945 verwahrt.
Der Nachlass ist auf der Grundlage des Bundesarchivgesetzes für die Forschung frei zugänglich. Bei eventuellen Veröffentlichungen ist wie folgt zu zitieren:
Langform: Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv NY 4108/1
Kurzform: BArch NY 4108/1 (Zitierung für die Akte mit der Nummer 1).
Grit Ulrich
Umfang, Erläuterung: 5 AE
Zitierweise: BArch NY 4108/...
15. Dez. 1894 in Nieder-Soor/Bezirk Trautenau geboren
1912 Mitglied des Österreichischen Metallarbeiterverbandes
1914 Mitglied der Deutschen Sozialdemokratischen Partei in der Tschechoslowakischen Republik (DSAP)
1923 Wahl zum Gemeinderat und zum Vorsitzenden der sozialdemokratischen Fraktion in Jungbuch
1925 Teilnahme an der ersten Delegation von Arbeitern der Tschechoslowakei in die UdSSR, aufgrund der positiven Berichterstattung darüber im März 1926 Ausschluss aus der DSAP
April 1926 Begründer der KPC in Oberjungbuch
1927 - 1938 Sekretär der KPC in Nordwest- und Nordböhmen
1929 Mitglied des Komotauer Stadtrates
1932 Vorsitzender des Regierungsstreikkomitees während des Bergarbeiterstreiks im Bezirk Komotau
1935 - 1938 Mitglied der Nationalversammlung der CSR
Jan. 1939 - Juni 1945 Emigration Großbritannien
Sept./Okt. 1945 von Komotau Übersiedlung in die SBZ/Dresden
1947 - 1949 Abteilungsleiter in der SED-Landesleitung Sachsen
1950 - 1953 Vorsitzender des ZV der Gewerkschaft Land, Nahrungsgüter und Forst
Mai 1953 - 1957 Bundesvorstand des FDGB, u. a. Leiter des Büros für Landwirtschaft (1956-1957)
20. Sept. 1957 in Berlin verstorben
Inhaltliche Charakterisierung: Die hier vorliegenden Dokumente aus dem schriftlichen Nachlass von Florian Schenk wurden nach dessen Ableben von der Witwe an das Zentrale Archiv der Gewerkschaften übergeben. Von dort gelangten die Unterlagen im Jahre 1960 an das Zentrale Parteiarchiv der SED.
Neben den im Nachlass vorliegenden Erinnerungen werden auch in der Sammlung Erinnerungen unter der Signatur SgY 30/ 1227 und in der Sammlung Deutsche Kommunisten in der Tschechoslowakischen Kommunistischen Partei unter der Signatur SgY 3/V 148/2/15 Aufzeichnungen von Florian Schenk über seine Tätigkeit in Böhmen vor 1945 verwahrt.
Der Nachlass ist auf der Grundlage des Bundesarchivgesetzes für die Forschung frei zugänglich. Bei eventuellen Veröffentlichungen ist wie folgt zu zitieren:
Langform: Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv NY 4108/1
Kurzform: BArch NY 4108/1 (Zitierung für die Akte mit der Nummer 1).
Grit Ulrich
Umfang, Erläuterung: 5 AE
Zitierweise: BArch NY 4108/...
Schenk, Florian, 1894-1957
5 Aufbewahrungseinheiten; 0,2 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ