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Die Karlsschüler
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Weimarische Zeitung, Nr. 93, 22.04.1873, S. 2: „Wenn wir nun, im eigentlichen Sinne des Wortes, rückwärts gehen, so haben wir das Gastspiel des Hrn. Straßmann aus München als Tell [in: Wilhelm Tell], Herzog Karl und Wallenstein [in: Wallensteins Tod] zu besprechen. Herr Straßmann verfügt über günstige äußere Mittel, gebraucht sie aber meist nur recht äußerlich. Neben manchen ganz warm empfundenen Einzelheiten, die auch den Schauspieler im größeren Styl bekunden, muß man sehr viel hohlen Pathos mitnehmen und gelangt von Scene zu Scene, ohne das Interesse für eine konsequente künstlerische Auffassung fassen zu können. Wir gehen den drei Leistungen in ihren Einzelheiten nicht nach; sie waren weder verfehlt noch tadelnswerth, aber sie haften wohl auch in keines Hörers Erinnerung als Gebilde von wirklich künstlerischer Bedeutung. Herr Straßmann, dessen Name keineswegs unbekannt in der Künstlerwelt, verdankt dies wohl mit Recht seinem schauspielerischen Talent, nicht aber einer künstlerischen Ausbildung.“