Markgraf Christian zu Brandenburg belehnt Christian Joachim von Varell, Rittmeister, als Lehenträger seiner Schwester Anna Dorothea Praecklin, geb. Varell, nach Mannlehenrecht mit dem Rittergut und Schloß Klein Ziegenfeldt mit samt Viehhaus, Stallung und Zugehörungen ("beim letzten Krieg in Abgang kommen"), einem Baumgarten am Viehhaus und einem kleinen Garten am Schloß; folgende Hölzer ("holzwachs"): Hain (ca. 100 Tgw.), Götzlesberg (9 Tgw.), Putzendorffer Stökig ( 2 Tgw. und einhalbes Tgw. Feld), Kleinlohe am Hollfelder Weg gel. (3 Tgw.), Unter- und Oberlohe (5 Tgw.), Hochberg (9 Tgw.), Leite ob der oberen Mühle gelegen (1/2 Tgw.); ein Fischwasser (von der oberen Mühle bei Kleinziegenfeld bis zu einer großen Weide an einem Wehr); ein Feld, das Herren Feld gen. (7 Tgw.); ein Zehntlein von den Giechschen Lehenfeldern zu geben, dann der große und kleine Zehnt zu Welckendorff (Wölkendorf, Lk Bamberg), zu Statelhoff (Stadelhofen, Lk Bamberg) und zu Weyden (Weiden, Lk Lichtenfels); folgende Wiesen: Gartten (3 Tgw.), Großschupffen (3 Tgw.), Breit (1 Tgw.), Weyerwiese (1/2 Tgw.), Mühlwiese (1 Tgw.), Unterzipffel (1 1/2 Tgw.), Oberzipffel (1 Tgw.), Kleinschupffen (1 Tgw.); ferner folgende Höfe: Hof des Ott Schabtach (Vorbes.: Claus Schabtach), ein öder Hof (Vorbes.: Hans Rauscher), ein abgebrannter Hof, dessen Felder nun vom Schloß aus bewirtschaftet werden (Vorbes.: Hans Peck, Newbaurer), Hof des Hans Geiger, Hühnerbauer, jetzt öd und abgebrannt; folgende Selden: Selde des Adam Eberlein (Vorbes.: Claus Eberlein), des Hans Rauscher, jetzt öd, des Endres Eberlin, Wirt (Vorbes.: Cunz Eberlin), des Cunz Schneider (Vorbes.: Paula Endres), des Fritz Endres, des Hans Schmidt, jetzt öd, des Paulus Auerbach, jetzt abgebrannt; dann die untere Mühle des Hans Sterzer; ein Gütlein, darauf sitzt Hans Ziegler (Vorbes.: Georg Zoller); die obere Mühle des Christoph Deinhardt (Vorbes.: Lorenz Deinhardt); die Schmiede des Hans Scheder, jetzt öd; Badstube des Lorenz Kurz, das Gütlein des Cunz Geiger, beides öd und abgebrannt, Schenkstatt des Hans Eberlin (Vorbes.: Cunz Eberlin); die Schäferei, jetzt abgebrannt; folgende Acker: im Kleinlohe, den hat Michael Dieterich aus Statelhof inne (vom Hof des Gromanns abgetrennt), im Stoffel, den hat Endres Linns inne (vom Hof des Cunz Dieterich abgetrennt), einen Acker, den hat Fritz Dieterich aus Welckendorff inne (vom Hof der Dieterich zu Ziegelfeld abgetrennt) und der Acker des Caspar Nickel zu Weyden (von der Selde des Pangraz Endres zu Ziegelfeld abgetrennt). Der Verkäufer sichert der Anna Dorothea Praecklin zu, daß, falls sie ohne männliche Erben stürbe, ihre Töchter das Rittergut an einen Adelsgenossen als Rittermannslehen weiterverkaufen könnten. S: A, U: A - Geben in unserer Stadt Bayreuth ...