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Stadt Warendorf Urkunden
1598 Juni 27
Regest: Testament der Eheleute Johann und Margarete Vrielmann wegen der "strengen seuche der pest". Sie setzen sich gegenseitig zu Erben ein. Nach ihrer beider Tod ist Haupterbe Johann Vrielmann, Sohn von Johann Vrielmann und Margareta Reuter, Kirchspiel Füchtorp, der z.Zt. bei Schulte Ostdarsell Kirchspiel Telgte, dient. Außerdem erhalten die Lambertinger Armen 1 Reichstaler, die Alte Kirche 1 Reichstaler, die Schule 1/2 Reichstaler, ihre Mutter Gertrud, Witwe des Jurgen Crampe, 1 Reichstaler und ihren Rock, der Sohn seines Vetters Evert Meier zu Henge in Versmold 1 Reichstaler und seine beste Kappe, der bei dem Tode des Sohnes Johann Haupterbe werden soll mit Gertrud, der Witwe des Jurgen Crampe. Die Lambertinger Armen erben dann 10 Reichtaler. Testamentsvollstrecker werden mangels Verwandter in Warendorf die Ratsherren Johann Dorsel und Hinrich Kramer, die dafür je 1 Reichstaler erhalten. Zeugen: Antonius Leiffer und Johannes Kobrink. Die Ratsherren unterschreiben und siegeln. Notariatsinstrument des Johann Holtrup.
Ausfertigung - 2 Foliobogen, Notariatssignet, Unterschriften der Ratsherrren, drei Siegel ab. Alt: Abt. 2 D IV 1a, jetzt: A 237.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.