Rautenbach-Konzern, Solingen-Wernigerode (Leichtmetallguß) (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
I 25 (Benutzungsort: Magdeburg)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 07. Wirtschaft (mit Bergbehörden bis 1990 und Bankwesen) >> 07.04. Metallurgie
1935 - 1950
Findhilfsmittel: Findkartei
Registraturbildner: Im Jahre 1934 gründete die OHG Rudolf Rautenbach Aluminium- und Metallgießerei, Solingen-Wald die Leichtmetallwerke Rudolf Rautenbach GmbH, Wernigerode und baute hierzu seit 1937 die Rautal-Werke GmbH in Wernigerode zur Herstellung von Siluminguß auf. Zusätzlich erwarb die OHG 1938 die Harzer Modellwerke GmbH in Wernigerode und 1944 die Eisengießerei Rothehütte in Königshütte/Harz.
Diese vier Unternehmen in Solingen-Wald und Wernigerode, im Besitz der Söhne Arthur und Harry des Firmengründers Rudolf Rautenbach, bildeten ein Gesamtunternehmen, das sich auch Rudolf Rautenbach, Solingen Leichtmetallgießereien nannte und v. a. Zubehörteile aus Leichtmetallguß für Motoren, Maschinen und Apparate, insbesondere für die Kriegswirtschaft herstellte.
Am 11. April 1945 besetzten amerikanische Truppen diese Werke in Wernigerode und legten die Produktion still. Nach dem Abzug der britischen Besatzung am 30. Juni 1945 und der Übernahme durch die sowjetische Besatzungsmacht erlaubte diese am 5. Juli 1945 eine beschränkte Wiederinbetriebnahme der Rautal-Werke GmbH für die Herstellung von Haushaltswaren und Zubehörteilen für die Automobilindustrie und andere Industrien. Ab dem 28. Dez. 1945 ließ die SMAD die drei Werke in Wernigerode demontieren.
(Quelle: Quellen zur Geschichte der Juden in den Archiven der neuen Bundesländer, Bd 3, München 1999)
Registraturbildner: Im Jahre 1934 gründete die OHG Rudolf Rautenbach Aluminium- und Metallgießerei, Solingen-Wald die Leichtmetallwerke Rudolf Rautenbach GmbH, Wernigerode und baute hierzu seit 1937 die Rautal-Werke GmbH in Wernigerode zur Herstellung von Siluminguß auf. Zusätzlich erwarb die OHG 1938 die Harzer Modellwerke GmbH in Wernigerode und 1944 die Eisengießerei Rothehütte in Königshütte/Harz.
Diese vier Unternehmen in Solingen-Wald und Wernigerode, im Besitz der Söhne Arthur und Harry des Firmengründers Rudolf Rautenbach, bildeten ein Gesamtunternehmen, das sich auch Rudolf Rautenbach, Solingen Leichtmetallgießereien nannte und v. a. Zubehörteile aus Leichtmetallguß für Motoren, Maschinen und Apparate, insbesondere für die Kriegswirtschaft herstellte.
Am 11. April 1945 besetzten amerikanische Truppen diese Werke in Wernigerode und legten die Produktion still. Nach dem Abzug der britischen Besatzung am 30. Juni 1945 und der Übernahme durch die sowjetische Besatzungsmacht erlaubte diese am 5. Juli 1945 eine beschränkte Wiederinbetriebnahme der Rautal-Werke GmbH für die Herstellung von Haushaltswaren und Zubehörteilen für die Automobilindustrie und andere Industrien. Ab dem 28. Dez. 1945 ließ die SMAD die drei Werke in Wernigerode demontieren.
(Quelle: Quellen zur Geschichte der Juden in den Archiven der neuen Bundesländer, Bd 3, München 1999)
Laufmeter: 3.1
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ