Appellationis Auseinandersetzung um Besitzrechte
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(1) 2804
Wismar R 119 (W R 4 n. 119)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 18. 1. Kläger R
(1750-1752) 18.01.1752-16.02.1752
Kläger: (2) Johann Niclaus Redlien, Kaufmann in Wismar (Kl. in 1. Instanz)
Beklagter: Peter Bruer, Ernst Hinrich Hundt, N N Rüter und N N Schriever als Rheeder des gestrandeten Schiffes "Der gekrönte Frieden" (Bekl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (A & P) Bekl.: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse (A), Dr. Theodor Johann Quistorp (P)
Fallbeschreibung: Das Schiff "Der gekrönte Frieden" hat im Dezember 1749 vor Misdroy Schiffbruch erlitten, bei dem nur die Takelage gerettet werden konnte. Bekl. haben ihren Mitrheeder, den Schiffer Peter Bruer, aufgefordert, die Takelage vor Ort versteigern zu lassen. Kl. hat sie in Absprache mit Bruer über Preis und geteilte Eigentumsrechte ersteigert und läßt sie nach Wismar bringen, wo sie von Rüter und Schriever beschlagnahmt wird. Der Wismarer Rat, bei dem Kl. um seinen anteiligen Besitz an der Takelage klagt, bittet den Rat von Cammin um Amtshilfe bei der Befragung von Zeugen und beauftragt Kl., einen Vertreter in Cammin zu benennen. Dagegen appelliert Kl. vor dem Tribunal. Nachdem die Bekl. am 18.01. ihre Sicht auf den Fall dargestellt und um Fristverkürzung zur Einbringung der Appellation gebeten haben, fordert das Tribunal am 19.01. Kl. auf, seinen Schriftsatz binnen 14 Tagen einzureichen. Kl. trägt seine Beschwerden am 22.01. vor, erbittet die Aufhebung des Ratsgerichtsurteils und den Verweis Rüters mit seinen Forderungen an seinen Mitrheeder Bruer, das Tribunal lehnt dies am 15.02.1752 ohne Angabe von Gründen ab.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1751 2. Tribunal 1752
Prozessbeilagen: (7) von Bekl. vorgelegte Articuli probatoriales zum Verhör der Zeugen Bürgerworthalter Ahrens, Schiffer Derlin, Schiffer Martin Mantey, Hans Ventsch und Michael Krüger aus Cammin, Schiffer Jacob Berndt und Erdtmann Krüger aus Wollin; Schreiben des Kl.s an Rat zu Wismar (o.D.); von Notar Jochim Christoph Lehmann aufgenommene Appellation vom 24.12.1751; Ratsgerichtsurteile vom 15.12.1751 und 11.01.1752; Quittung Bruers über Empfang von 40 Rtlr von Kl. vom 25.02.1750
Beklagter: Peter Bruer, Ernst Hinrich Hundt, N N Rüter und N N Schriever als Rheeder des gestrandeten Schiffes "Der gekrönte Frieden" (Bekl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (A & P) Bekl.: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse (A), Dr. Theodor Johann Quistorp (P)
Fallbeschreibung: Das Schiff "Der gekrönte Frieden" hat im Dezember 1749 vor Misdroy Schiffbruch erlitten, bei dem nur die Takelage gerettet werden konnte. Bekl. haben ihren Mitrheeder, den Schiffer Peter Bruer, aufgefordert, die Takelage vor Ort versteigern zu lassen. Kl. hat sie in Absprache mit Bruer über Preis und geteilte Eigentumsrechte ersteigert und läßt sie nach Wismar bringen, wo sie von Rüter und Schriever beschlagnahmt wird. Der Wismarer Rat, bei dem Kl. um seinen anteiligen Besitz an der Takelage klagt, bittet den Rat von Cammin um Amtshilfe bei der Befragung von Zeugen und beauftragt Kl., einen Vertreter in Cammin zu benennen. Dagegen appelliert Kl. vor dem Tribunal. Nachdem die Bekl. am 18.01. ihre Sicht auf den Fall dargestellt und um Fristverkürzung zur Einbringung der Appellation gebeten haben, fordert das Tribunal am 19.01. Kl. auf, seinen Schriftsatz binnen 14 Tagen einzureichen. Kl. trägt seine Beschwerden am 22.01. vor, erbittet die Aufhebung des Ratsgerichtsurteils und den Verweis Rüters mit seinen Forderungen an seinen Mitrheeder Bruer, das Tribunal lehnt dies am 15.02.1752 ohne Angabe von Gründen ab.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1751 2. Tribunal 1752
Prozessbeilagen: (7) von Bekl. vorgelegte Articuli probatoriales zum Verhör der Zeugen Bürgerworthalter Ahrens, Schiffer Derlin, Schiffer Martin Mantey, Hans Ventsch und Michael Krüger aus Cammin, Schiffer Jacob Berndt und Erdtmann Krüger aus Wollin; Schreiben des Kl.s an Rat zu Wismar (o.D.); von Notar Jochim Christoph Lehmann aufgenommene Appellation vom 24.12.1751; Ratsgerichtsurteile vom 15.12.1751 und 11.01.1752; Quittung Bruers über Empfang von 40 Rtlr von Kl. vom 25.02.1750
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:26 MEZ