Appellationis Auseinandersetzung um Aufteilung der Erbschaft
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(1) 1579
Wismar K 9 (W K 1 n. 9)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 11. 1. Kläger K
(1640-1660) 04.09.1660-14.10.1662
Kläger: (2) Klaus Köppe, Brauer zu Wismar
Beklagter: Conrad Willers, Goldschmied zu Wismar, seit 1665 Anna Köppe als Witwe und Schwester des Kl.s
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Hinrich Schabbelt (A & P) Bekl.: Dr. Heinrich Christoph Gerdes (A & P)
Fallbeschreibung: Beim Tode Köppes ist unter den verschwägerten Parteien Streit um Aufteilung des Erbes entstanden. Kl. appelliert gegen das Ratsgerichtsurteil, Bekl. weisen die Appellation als frivol zurück. Das Tribunal fordert die Akten der Vorinstanz an und eröffnet diese am 04.09.1660. Am 29.10. ordnet das Tribunal an, das Erbe aufzuteilen, nachdem durch vereidigte Schlichter die Schulden und gegensenitigen Forderungen geprüft wurden. Am 16.12. bittet Bekl. die Assessoren Schlüter und Dreyer zu Kommissaren zu verordnen, am 17.12.1660 setzt das Gericht eine entsprechende Kommisison zur Klärung der Ansprüche ein. Am 16.02.1661 bittet Kl. anstelle des kranken Assessors Dreyer den Prokurator Henning Christoph Gerdes als Kommissar zu verordnen. Das Tribunal stimmt dem am selben Tag zu. Am 07.05. beschwert sich Bekl. über den Fortgang der Verhandlungen und bittet um Anweisung an Kommissare, ihn gleichberechtigt anzuhören. Das Tribunal weist die Kommissare am 10.06. entsprechend an. Am 15.05. berichten Kommissare über die Verhandlungen, am 18.07. bittet Kl. um Erweiterung und Verlängerung der Kommission, da Bekl. Schwierigkeiten bei der Umsetzung des ausgehandelten Vergleichs macht. Am 12.08. berichten Kommissare von ihrer Mission. Am 14.08. macht Bekl. Einwände gegen die Beweise des Kl.s und den von Kommissaren vermittelten Vergleich geltend, am 12.09. bittet Kl. um Prozeßbeschleunigung. Am 21.10.1661 bestätigt das Tribunal den Vergleich und weist die Forderungen des Kl.s zurück. Am 19.09.1662 bittet Bekl., Dr. Dreyer anstelle Schlüters mit der Kommission zu beauftragen und Kl. aufzufordern, zur nächsten Verhandlung alle erforderlichen Beweise vorzulegen. Das Tribunal lehnt das Gesuch am selben Tag ab. Am 14.10. erneuert Bekl. seine Bitte, der das Tribunal am selben Tag folgt und Dreyer mit der Vermittlung beauftragt. Am 25.05.1665 bittet Anna Köppe um Durchsetzung des Vergleichs und Auszahlung bestimmter Gelder durch Kl. Das Tribunal weist Kl. am 26.05. entsprechend an. Am 16.06. weist Kl. die Beschuldigung seiner Schwester zurück und bezichtigt sie der Verletzung des Vergleichs. Das Tribunal fordert Bekl. am 28.06.1665 zur Antwort auf, weiteres erhellt nicht.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1660 2. Tribunal 1660-1661
Prozessbeilagen: (7) Verschreibung des Kl.s für Anne Köppe über 100 Mk. lüb vom ??.??.1640; Aufstellung über Kosten für Hochzeit des Kl.s vom ??.??.1640; Aufstellung, was ich Catharina Trendelenburg, sehl. Claus Köppes hinterlassene Wittbe, meiner Tochter Anna Köppe, Conradt Willers Haußfrau, auß ihres sehl. Vaternn und Muttern Güther annoch zu geben schuldig bin" (o.D.); von Notar Johannes Röding aufgenommene Zeugenaussage von Hinricus Tancke und Carsten Asmus Hauskenmacher vom 03.07.1660; Prozeßvollmacht des Kl.s für Dr. Schabbelt vom 01.09.1660; Kommissionsberichte Schlüters und Gerdes vom 05., 19. und 22.03., 02.08.1661; Vergleiche vom 05. und 22.03.1661; Schreiben des Kl.s an Kommissare vom 27.04.1661
Beklagter: Conrad Willers, Goldschmied zu Wismar, seit 1665 Anna Köppe als Witwe und Schwester des Kl.s
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Hinrich Schabbelt (A & P) Bekl.: Dr. Heinrich Christoph Gerdes (A & P)
Fallbeschreibung: Beim Tode Köppes ist unter den verschwägerten Parteien Streit um Aufteilung des Erbes entstanden. Kl. appelliert gegen das Ratsgerichtsurteil, Bekl. weisen die Appellation als frivol zurück. Das Tribunal fordert die Akten der Vorinstanz an und eröffnet diese am 04.09.1660. Am 29.10. ordnet das Tribunal an, das Erbe aufzuteilen, nachdem durch vereidigte Schlichter die Schulden und gegensenitigen Forderungen geprüft wurden. Am 16.12. bittet Bekl. die Assessoren Schlüter und Dreyer zu Kommissaren zu verordnen, am 17.12.1660 setzt das Gericht eine entsprechende Kommisison zur Klärung der Ansprüche ein. Am 16.02.1661 bittet Kl. anstelle des kranken Assessors Dreyer den Prokurator Henning Christoph Gerdes als Kommissar zu verordnen. Das Tribunal stimmt dem am selben Tag zu. Am 07.05. beschwert sich Bekl. über den Fortgang der Verhandlungen und bittet um Anweisung an Kommissare, ihn gleichberechtigt anzuhören. Das Tribunal weist die Kommissare am 10.06. entsprechend an. Am 15.05. berichten Kommissare über die Verhandlungen, am 18.07. bittet Kl. um Erweiterung und Verlängerung der Kommission, da Bekl. Schwierigkeiten bei der Umsetzung des ausgehandelten Vergleichs macht. Am 12.08. berichten Kommissare von ihrer Mission. Am 14.08. macht Bekl. Einwände gegen die Beweise des Kl.s und den von Kommissaren vermittelten Vergleich geltend, am 12.09. bittet Kl. um Prozeßbeschleunigung. Am 21.10.1661 bestätigt das Tribunal den Vergleich und weist die Forderungen des Kl.s zurück. Am 19.09.1662 bittet Bekl., Dr. Dreyer anstelle Schlüters mit der Kommission zu beauftragen und Kl. aufzufordern, zur nächsten Verhandlung alle erforderlichen Beweise vorzulegen. Das Tribunal lehnt das Gesuch am selben Tag ab. Am 14.10. erneuert Bekl. seine Bitte, der das Tribunal am selben Tag folgt und Dreyer mit der Vermittlung beauftragt. Am 25.05.1665 bittet Anna Köppe um Durchsetzung des Vergleichs und Auszahlung bestimmter Gelder durch Kl. Das Tribunal weist Kl. am 26.05. entsprechend an. Am 16.06. weist Kl. die Beschuldigung seiner Schwester zurück und bezichtigt sie der Verletzung des Vergleichs. Das Tribunal fordert Bekl. am 28.06.1665 zur Antwort auf, weiteres erhellt nicht.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1660 2. Tribunal 1660-1661
Prozessbeilagen: (7) Verschreibung des Kl.s für Anne Köppe über 100 Mk. lüb vom ??.??.1640; Aufstellung über Kosten für Hochzeit des Kl.s vom ??.??.1640; Aufstellung, was ich Catharina Trendelenburg, sehl. Claus Köppes hinterlassene Wittbe, meiner Tochter Anna Köppe, Conradt Willers Haußfrau, auß ihres sehl. Vaternn und Muttern Güther annoch zu geben schuldig bin" (o.D.); von Notar Johannes Röding aufgenommene Zeugenaussage von Hinricus Tancke und Carsten Asmus Hauskenmacher vom 03.07.1660; Prozeßvollmacht des Kl.s für Dr. Schabbelt vom 01.09.1660; Kommissionsberichte Schlüters und Gerdes vom 05., 19. und 22.03., 02.08.1661; Vergleiche vom 05. und 22.03.1661; Schreiben des Kl.s an Kommissare vom 27.04.1661
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:27 AM CET