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N 3 - Franz Anton Wilhelm Bergenthal (Bestand)
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Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv (Archivtektonik) >> N - Nachlässe
1827-1934
Beruf: Hüttenindustrieller (Geh. Kommerzienrat) Geboren am 4.2.1805 in Warstein, gestorben am 28.4.1893 in Warstein. Bergenthal entstammt einer altansässigen katholischen Familie des kurkölnischen Sauerlandes. Er war Begründer, Mitbegründer bzw. Teilhaber zahlreicher Unternehmen der Eisenindustrie und des Bergbaus, u.a.: 1834 Errichtung eines Stahlraffinierhammers in Warstein 1836 Errichtung eines Puddelwerks in Warstein, später einer Wagenachsenfabrik und eines Walzwerks, das 1860/63 nach Soest verlegt wurde. 1854 Bevollmächtigter der Handlung Christoph Gabriel in Eslohe 1854 Beteiligung an der Gründung des Bochumer Vereins 1856 Mitglied des Verwaltungsrats der AG für Bergbau, Blei- und Zinkfabrikation zu Stolberg und in Westfalen; in den folgenden Jahren Vorsitzender des Aufsichtsrats der Aplerbecker Hütte und Aufsichtsratsmitglied der Spinnerei Vorwärts in Brackwede 1863 Associé von Funcke & Elbers, Hagen 1865 Mitbegründer der Dortmunder Werkzeugmaschinenfabrik Wagner zusammen mit dem Hagener Industriellen Wilhelm Funcke und einem Konsortium 1876 Kommerzienrat 1878-1884 Präsident der Handelskammer für die Kreise Arnsberg, Meschede und Brilon 1881 Initiator der Warstein-Lippstädter Eisenbahn-Gesellschaft, Mitglied von Vorstand und Aufsichtsrat 1883 Geh. Kommerzienrat Ebenfalls auf Bergenthal zurück gehen im Sauerland das Hochofenwerk bei Lenhausen (heute Finnentrop), die Germaniahütte bei Grevenbrück und die Fischbacherhütte (Hüttseifen, Kreis Altenkirchen). 3 Kartons 1. Akten, u.a.: öffentliche Angelegenheiten 1842-1863; Gemeindeangelegenheiten 1837-1873; Städt. Sparkasse Warstein 1851-1852; Mutungen, insbes. auf Eisenerz, Galmei und Solquellen 1865-1866, 1889; Ruhrthal-Silbacher-Schieferbergbau-Gesellschaft Lex & Comp., Meschede 1847, 1855-1878. Persönliche Urkunden und geschäftliche Verträge von Wilhelm Bergenthal, u.a. auch zur Handelskammer Arnsberg, zu den gemeinsamen Unternehmen mit seinem Schwager Ferdinand Gabriel (1802-1864) und Wilhelm Funcke, zum Bochumer Verein und zur Aplerbecker Hütte 1850-1891. Familienurkunden und -papiere 1774-1881; Stammbaum und Stammtafeln der Familie Bergenthal 1929; Stammtafeln der Nachkommen von Wilhelm Bergenthal und Ferdinand Gabriel 1933; Baumaßnahmen auf dem sog. Kupferhammer 1849-1852, 1893-1896. Anstellung des Lehrers Eduard Reise durch den Kaufmann Constantin Wilhelm Bergenthal an einer Privat-Elementarschule in Wehringhausen bei Hagen 1876-1877; Separationssache zwischen dem Gewerken Wilhelm Bergenthal und der Stadt Warstein 1903-1923; Wassergerechtsame und Fischerei 1909-1930; Grundstücksverpachtung durch die Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und Hütten-AG bzw. die Vereinigte Stahlwerke AG an Wilhelm Bergenthal 1918-1934. 2. Korrespondenzen Briefe von Unternehmern und Privatpersonen des rheinisch-westfälischen Raumes an Bergenthal 1851-1884 (166), u.a.: Aktiengesellschaft für Bergbau, Blei- und Zinkfabrikation zu Stolberg und in Westfalen, Ramsbeck 1864 Bremicke, Mülheim/Dortmund 1867 Castendyck, Olsberger Hütte 1856 Dansier, Schladern 1868 Dham, Brilon 1858, 1868 v. Drenkhahn, Lippstadt 1867 Elfers, W.H., Brandenburg 1868 Epping, F.D., Lippstadt 1853, 1855 Epping, W., Lippstadt 1860-1861 Fellinger & Strebel, Aachen 1860 Funcke, Wilhelm (Funcke & Hueck, Hagen) 1858-1862, 1867-1872 Funcke & Elbers, Hagen 1878-1880 Gabriel, Mina, Soest 1867, 1871 Gustorff & Comp., Siegdorf 1861-1864 Hammacher sen., W., Dortmund 1856 Harkort, Friedrich, Wetter 1856 v.d. Heydt, Wilhelm, Aachen 1860, 1862 Hoffstätter, Mathias, Elberfeld 1856, 1858, 1863, 1867 Koch, C.A. Wtwe., Werne/Lippe 1850-1851 Koch, H., Haspe 1851 Köln-Mindener Eisenbahn, Köln 1864 Kropff, Caspar, Olsberg 1858, 1861 Langenschanz, Drahtfabrik Eschweiler 1863-1864 Dr. Müser, Harpener Bergbau-AG, Dortmund 1867 Nellessen, Theodor, Aachen 1858-1863 Nöllmann, W., Herzebrock 1857 Peiffer, Attendorn 1867 Sieg-Rheinischer Bergwerks- u. Hütten-Aktienverein in Köln, Friedrich-Wilhelms-Hütte bei Siegburg 1860 Schütte, Th., Sundern 1850 Springmann, David, West Derby bei Liverpool 1880 Tips, Carl, Kreuznach 1868 Viegener, Rüthen, 1867-1868 Wagner & Co., Dortmund 1868 Wuppermann, Otto, Düsseldorf 1868
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.