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Balthasar [von Dernbach], Abt von Fulda, bekundet für sich und
seine Nachfolger, dass er seinen Untertanen und Getreuen, Heinrich
(Heintz) Weber d...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1601-1610
1605 März 22
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel in Holzkapsel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geben und geschehen in unser statt Fulda den zwey und zwainnzigsten Martii im sechtzehen hundert unnd fiunfften jhar
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Balthasar [von Dernbach], Abt von Fulda, bekundet für sich und seine Nachfolger, dass er seinen Untertanen und Getreuen, Heinrich (Heintz) Weber dem Alten und dessen Ehefrau Guta (Kuthae) sowie Heinrich (Heintz) Weber dem Jungen und dessen Ehefrau Gisela (Gezelae) und allen ihren Erben auf deren Bitte hin die Schäferei in Katzenberg mit allen Rechten und allem Zubehör nach fuldischem Lehnrecht als Erblehen verliehen hat. Zur Schäferei gehören ein Haus, eine Scheune, eine Hofreite sowie ein Krautgarten. Dazu kommen noch ein drei Viertel großer Acker bei Flieden, der in drei Felder unterteilt ist, mehrere Wiesenflecken und eine Rasenfläche (raßflecken). Die Lehnsnehmer sind gehalten, das ausgegebene Lehen nicht aufzuteilen oder zu verkaufen. Für den Erhalt des Lehns sind sie und ihre Nachkommen verpflichtet, dem Kloster jährlich an Michaelis [September 29] fünf Gulden, 15 Gulden zu je 44 Böhmischen [Groschen], aus ihrer Schäferei sowie 33 Böhmische [Groschen] von ihrem Acker als Erbzins in die Burg Neuhof (Newenhoff) abzuliefern. Dazu kommen noch ein Weidehammel, ein Osterlamm, sechzehn Schafskäse sowie zwei Viertel Korn und zwei Viertel Hafer zur Aussaat (für saat). Die Lehnsnehmer werden überdies zum Gehorsam und zur Unterstützung gegenüber dem Kloster verpflichtet. Siegelankündigung. Ausstellungs- und Handlungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Abt Balthasar
Böhmische Groschen werden auch als Prager Groschen bezeichnet.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.