Ausgabe von 2 Hufen zu Landsiedelrecht
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Urk. 15, 412
Urk. 15 Kloster Ahnaberg - [ehemals: A II]
Kloster Ahnaberg - [ehemals: A II] >> 1461-1470
1463 Oktober 18
Ausfert. Pergt. das Siegel an Pergamentstreifen anhängend.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum anno 1463, uff St. Lucas tagk des h. Ev.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Katharina Langkschenckils, Priorin, Hans Grebin, Propst, und der Konvent zum Ahnaberg (Anenberge) bekunden, daß Meister Johann Flecke, des Landgrafen Jägermeister, und seine Schwäger 'die Wegkere' 2 Hufen Land in der Feldmark Waldau (zur Walda), die sie bis da gegen einen jährl. Zins von 10 Vierteln, einer Gans und 2 Hühnern besessen haben, dadurch verloren haben, daß sie nicht getreue Landsiedel gewesen sind, sondern das Land ohne des Klosters Wissen versetzt haben. Auf Fürbitte des Landgrafen aber belehnen sie nun Meister Johann Flegke und seine Frau Katharina und ihre Erben als getreue Landsiedel mit diesen 2 Hufen gegen einen jährlichen Zins zu Martini von 10 Vierteln halb und halb, einer Gans und 2 Hühnern. Sie gestatten auf Johanns Bitte, daß seine Schwäger bei ihrem Rechte bleiben dürfen, zumal diese ihre Teile nicht verbracht hätten; sie sollen ihre Teile behalten und jährlich vor Martini dem Meister Johann 5 Viertel halb und halb, 1 Gans und 2 Hühner bezahlen; halten sie das nicht ein, soll ihr Land an Johann fallen, dem sie es auch zuerst anbieten müssen, wenn sie es veräußern wollen. Den Teil, den ihr [der Wegkere?] Bruder Rudewigk gehabt hat, soll Meister Johann von Stund an haben.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Rubrum des 16. Jahrh.: Wacker zcu der Walda. - Signatur: 96.
Vermerke (Urkunde): Siegler: die Priorin mit ihrem Amtssiegel.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Gedr.: Lennep, Landsiedel-Recht cod. prob., Nr. 288 S. 630. - Vgl. Schultze, Reg. Nr. 452. Regest Schultze Nr. 451
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Katharina Langkschenckils, Priorin, Hans Grebin, Propst, und der Konvent zum Ahnaberg (Anenberge) bekunden, daß Meister Johann Flecke, des Landgrafen Jägermeister, und seine Schwäger 'die Wegkere' 2 Hufen Land in der Feldmark Waldau (zur Walda), die sie bis da gegen einen jährl. Zins von 10 Vierteln, einer Gans und 2 Hühnern besessen haben, dadurch verloren haben, daß sie nicht getreue Landsiedel gewesen sind, sondern das Land ohne des Klosters Wissen versetzt haben. Auf Fürbitte des Landgrafen aber belehnen sie nun Meister Johann Flegke und seine Frau Katharina und ihre Erben als getreue Landsiedel mit diesen 2 Hufen gegen einen jährlichen Zins zu Martini von 10 Vierteln halb und halb, einer Gans und 2 Hühnern. Sie gestatten auf Johanns Bitte, daß seine Schwäger bei ihrem Rechte bleiben dürfen, zumal diese ihre Teile nicht verbracht hätten; sie sollen ihre Teile behalten und jährlich vor Martini dem Meister Johann 5 Viertel halb und halb, 1 Gans und 2 Hühner bezahlen; halten sie das nicht ein, soll ihr Land an Johann fallen, dem sie es auch zuerst anbieten müssen, wenn sie es veräußern wollen. Den Teil, den ihr [der Wegkere?] Bruder Rudewigk gehabt hat, soll Meister Johann von Stund an haben.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Rubrum des 16. Jahrh.: Wacker zcu der Walda. - Signatur: 96.
Vermerke (Urkunde): Siegler: die Priorin mit ihrem Amtssiegel.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Gedr.: Lennep, Landsiedel-Recht cod. prob., Nr. 288 S. 630. - Vgl. Schultze, Reg. Nr. 452. Regest Schultze Nr. 451
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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