Schlossarchiv Haggn (Bestand)
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Schlossarchiv Haggn
Staatsarchiv Landshut (Archivtektonik) >> Archivtektonik des Staatsarchivs Landshut >> IV. Nichtstaatliches Archivgut >> B. Archive des Adels, adelige Standesherrschaft und Jurisdiktion >> 1.) Adelsarchive
1396 - 1992
Vorwort: Das Schlossarchiv Haggn wurde mit Schenkungsvertrag vom 10. August 1935 vom damaligen Besitzer Baron Otto von Berchem dem Staatsarchiv überlassen. Ein zweiter Teil, der sich anscheinend weiterhin im Schlossarchiv Haggn befand, gelangte erst 1953 in das Staatsarchiv. Zu diesen Archivalien gesellen sich noch etliche Briefprotokolle der Hofmarken bzw. Patrimonialgerichte Haggn und Pürgl, die durch die Einziehung der Patrimonialgerichtsbarkeit 1848 über die späteren Amtsgerichte an das Staatsarchiv abgegeben wurden. Außerdem gelangten einige Ansässigmachungs- und Verehelichungsakten sowie Konzessionsakten dieser Patrimonialgerichte über Abgaben des früheren Landratsamts Bogen in das Staatsarchiv. Der jüngste Zugang als kleiner Nachtrag stammt vom Jahr 2012 und wurde von Pankraz Freiherr von Freyberg stellvertretend für die jetzige Besitzerin von Schloss Haggn, Freifrau von Gienanth, Tochter von Freifrau Marlies von Berchem-'Falk dem Staatsarchiv schenkungsweise überlassen. Während zur zweiten Abgabe eine sehr in die Tiefe gehende Erschließung stattfand, die wohl auch auf das persönliche Interesse von Staatsarchivrat Freiherr von Rehlingen an seiner Familiengeschichte zurückzuführen war, blieb die Erstabgabe von 1935 lange Zeit unerschlossen. In den 70er Jahren nahm Freiherr von Rehlingen eine Grobordnung mit Steckfahnen vor, eine Verzeichnung selbst unterblieb jedoch bedauerlicherweise. Die in dieser alten Abgabe enthalten Bände, Protokolle und Rechnungen sowie einen Teil der Urkunden verzeichnete in den 80er Jahren der frühere Amtsvorstand Dr. Geier. Der Unterzeichnende erfasste von den mit Steckfahnen versehenen Archivalien und dem ungeordneten Rest weitere ca. 350 Archivalien. Vorläufig blieben noch vier Schachteln mit ca. 200 Archivalieneinheiten, darunter vielen Einzelurkunden und -schriftstücken übrig, die sich zur Verzeichnung für eine Fachkraft des höheren Dienstes in den nächsten Jahren anbieten würden. Ein kurzer Abriss der Besitzgeschichte von Haggn, erstellt anhand der Literatur, soll über die Inhaber von Haggn und Pürgl einen Überblick verschaffen: 1454 - 1542 Waldauer 1549 - 1559 Türrigl 1559 - 1562 Hans Joachim von Lobenstein 1562 - 1658 Kürmreuther 1658 - 1663 Breu von Stephanskirchen 1663 - 1737 Freiherrn von Rehlingen 1737 - 1841 Freiherrn von Asch 1841 - 1920 Freiherrn von Schrenk-Notzing 1920 - 1949 Freiherrn von Berchem bzw. Falk seit 1960 Familie Falk im Alleineigentum Das Schlossarchiv enthält neben familiengeschichtlich interessanten Dokumenten zur Genealogie der Freiherrn von Rehlingen, Asch und Schrenk-Notzing, von Letztgenannten auch eine Reihe von Archivalien über deren Besitzungen in der Oberpfalz, nämlich Gutmaning , Birnbrunn, Wetterfeld und Hillstett, sowie in Niedererlbach (Lkr. Landshut), überwiegend aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Landshut, den 20.07.2009 und 29.01.2013 Sendlinger
Schlossarchiv Haggn
911
Bestand
Akten
ger
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
12.08.2025, 09:29 MESZ