Nadolny, Paul (Bestand)
Show full title
7.232
Staatsarchiv Bremen (Archivtektonik) >> Gliederung >> 7. Nichtamtliche Überlieferung >> 7.1. Nachlässe von Einzelpersonen und Familien >> Nachlässe L - O
1940-1947
Enthält: Briefwechsel mit der Familie aus dem Krieg und der Kriegsgefangenschaft
Geschichte des Bestandsbildners: Paul Nadolny wurde am 29. März 1921 in Bremen geboren. Sein Vater Peter Nadolny (*20.11.1885) stammte aus Juschken, Kreis Berent/Westfalen. Er arbeitete bei der Post und kam 1909 nach Bremen. Hier heiratete er am 31.3.1913 Marie Anna Vogelsang (*31.7.1889).
Paul Nadolny besuchte von 1927-1934 die katholische St. Johannis-Schule in Bremen. Am 1. April 1934 begann er eine kaufmännische Lehre bei der Autofabrik Borgward - Hansa - Lloyd - Goliath, Bremen. Von 1940-1943 war er Soldat in Frankreich, Russland und Afrika, wo er am 12.5.1943 gefangen genommen wurde. In den USA (Texas) und England verbrachte er die Jahre bis 1947 in Gefangenschaft.
Nach der Rückkehr heiratete er am 20.9.1950 Margarete Pauline Fleige (* 20.10.1925), mit der er fünf Söhne hatte. Sie wohnten im Elternhaus in der Sebaldstraße 10. Er wechselte seinen Beruf und wurde 1955 Vertreter für Lacke im norddeutschen Raum. Vor allem belieferte er Möbelfabriken und Tischlereien. 1962 wurde er Inhaber seiner eigenen Firma Paul Nadolny.
Paul Nadolny verstarb am 3. Juli 1998. Seine Ehefrau Gretchen folgte ihm im Jahre 2006. In den im Bestand vorliegenden Briefen schildert Paul Nadolny das Leben als Soldat und vor allem später die Langeweile und Eintönigkeit in der Gefangenschaft. Sein katholischer Glaube hilft ihm, grausame Erlebnisse und eigene Verwundungen zu überstehen. Politische Äußerungen sind nur sehr selten zu finden. Man muss bedenken, dass der Briefverkehr im Kriege und auch in der Gefangenschaft der Zensur unterlag. Auch die Eltern und Schwestern schildern kaum ihre Nöte. Die Überlieferung der Briefe aus Bremen endet bereits am 18.2.1945. Wo Paul Nadolny vom Kriegsende bis 1946 gefangen war, ist nicht ersichtlich. In welchen englischen Lagern er sich bis zu seiner Entlassung aufgehalten hat, ist auch nicht lückenlos dokumentiert.
Geschichte des Bestandsbildners: Paul Nadolny hatte zwei Schwestern: Maria Anna (*3.3.1915), genannt Mia und Hildegard Anna (* 7.4.1926), genannt Hilde. Diese heiratete am 25.6.1946, als ihr Bruder Paul sich noch in Kriegsgefangenschaft befand. Hildegard Kondering-Ritz hat alle Kriegsbriefe transkribiert. Sie lebt in Cloppenburg und hat die gebundene Abschrift und alle Briefe dem Staatsarchiv Bremen am 7.10.2008 übereignet. Sie waren in einem hervorragend sortierten und nummerierten Zustand. Aus Erhaltungsgründen sind die Originalbriefe aus Klarsichthüllen und den fünf Ordnern entfernt worden und in holzfreies Kanzleipapier und Mappen umgebettet worden. Insgesamt umfasst der Bestand acht Verzeichnungsnummern, die in einem Archivkarton Platz gefunden haben.
Bremen, Januar 2009
Dorothea Breitenfeldt
Geschichte des Bestandsbildners: Paul Nadolny wurde am 29. März 1921 in Bremen geboren. Sein Vater Peter Nadolny (*20.11.1885) stammte aus Juschken, Kreis Berent/Westfalen. Er arbeitete bei der Post und kam 1909 nach Bremen. Hier heiratete er am 31.3.1913 Marie Anna Vogelsang (*31.7.1889).
Paul Nadolny besuchte von 1927-1934 die katholische St. Johannis-Schule in Bremen. Am 1. April 1934 begann er eine kaufmännische Lehre bei der Autofabrik Borgward - Hansa - Lloyd - Goliath, Bremen. Von 1940-1943 war er Soldat in Frankreich, Russland und Afrika, wo er am 12.5.1943 gefangen genommen wurde. In den USA (Texas) und England verbrachte er die Jahre bis 1947 in Gefangenschaft.
Nach der Rückkehr heiratete er am 20.9.1950 Margarete Pauline Fleige (* 20.10.1925), mit der er fünf Söhne hatte. Sie wohnten im Elternhaus in der Sebaldstraße 10. Er wechselte seinen Beruf und wurde 1955 Vertreter für Lacke im norddeutschen Raum. Vor allem belieferte er Möbelfabriken und Tischlereien. 1962 wurde er Inhaber seiner eigenen Firma Paul Nadolny.
Paul Nadolny verstarb am 3. Juli 1998. Seine Ehefrau Gretchen folgte ihm im Jahre 2006. In den im Bestand vorliegenden Briefen schildert Paul Nadolny das Leben als Soldat und vor allem später die Langeweile und Eintönigkeit in der Gefangenschaft. Sein katholischer Glaube hilft ihm, grausame Erlebnisse und eigene Verwundungen zu überstehen. Politische Äußerungen sind nur sehr selten zu finden. Man muss bedenken, dass der Briefverkehr im Kriege und auch in der Gefangenschaft der Zensur unterlag. Auch die Eltern und Schwestern schildern kaum ihre Nöte. Die Überlieferung der Briefe aus Bremen endet bereits am 18.2.1945. Wo Paul Nadolny vom Kriegsende bis 1946 gefangen war, ist nicht ersichtlich. In welchen englischen Lagern er sich bis zu seiner Entlassung aufgehalten hat, ist auch nicht lückenlos dokumentiert.
Geschichte des Bestandsbildners: Paul Nadolny hatte zwei Schwestern: Maria Anna (*3.3.1915), genannt Mia und Hildegard Anna (* 7.4.1926), genannt Hilde. Diese heiratete am 25.6.1946, als ihr Bruder Paul sich noch in Kriegsgefangenschaft befand. Hildegard Kondering-Ritz hat alle Kriegsbriefe transkribiert. Sie lebt in Cloppenburg und hat die gebundene Abschrift und alle Briefe dem Staatsarchiv Bremen am 7.10.2008 übereignet. Sie waren in einem hervorragend sortierten und nummerierten Zustand. Aus Erhaltungsgründen sind die Originalbriefe aus Klarsichthüllen und den fünf Ordnern entfernt worden und in holzfreies Kanzleipapier und Mappen umgebettet worden. Insgesamt umfasst der Bestand acht Verzeichnungsnummern, die in einem Archivkarton Platz gefunden haben.
Bremen, Januar 2009
Dorothea Breitenfeldt
1 Karton
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
30.06.2025, 11:55 AM CEST