Der Gürtler und Ulmer Bürger Matthias Cellarius verkauft das ihm als Gläubiger der Witwe des Gürtlers Balthasar Heyd übertragene Haus mit Hofstatt und Zubehör in Ulm Im Süßenloch [Lit. A Nr. 207 = Paradiesgasse 3] an den Dreher und Ulmer Bürger Johann Christoph Sorg. Das Haus ist der Stiftung der Familie Besserer, dem Heiliggeistspital [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch 261/2, 254] und der Pfarrkirchenbaupflege in Ulm zinspflichtig. Außerdem ist es für verschiedene Darlehen als Pfand eingetragen. Der Käufer hat die Rückzahlung der Darlehen in Höhe von 380 Gulden übernommen und ihm noch zusätzlich 50 Gulden Ulmer Stadtwährung bezahlt.
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Der Gürtler und Ulmer Bürger Matthias Cellarius verkauft das ihm als Gläubiger der Witwe des Gürtlers Balthasar Heyd übertragene Haus mit Hofstatt und Zubehör in Ulm Im Süßenloch [Lit. A Nr. 207 = Paradiesgasse 3] an den Dreher und Ulmer Bürger Johann Christoph Sorg. Das Haus ist der Stiftung der Familie Besserer, dem Heiliggeistspital [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch 261/2, 254] und der Pfarrkirchenbaupflege in Ulm zinspflichtig. Außerdem ist es für verschiedene Darlehen als Pfand eingetragen. Der Käufer hat die Rückzahlung der Darlehen in Höhe von 380 Gulden übernommen und ihm noch zusätzlich 50 Gulden Ulmer Stadtwährung bezahlt.
A Urk., 4951
2558
A Urk. A Urkunden
A Urkunden
1740 November 18.
Archivale
Sprache: Deutsch
Aussteller: Matthäus Cellarius, Gürtler und Bürger in Ulm
Siegler: Markus Anton Krafft von Dellmensingen [Stadt Erbach/Alb-Donau-Kreis] und Johann Matthäus Kiechel, Oberrichter, Hospitalpfleger, Handwerksherren und Stadtrechner in Ulm, auf Bitte des Verkäufers
Überlieferung: Orig.
Beschreibstoff: Perg.
Siegelbefund: Ursprünglich zwei an Pergamentstreifen anhängende Siegel; beide verloren
Rückvermerke: Inhaltsangabe (18. Jh.); Hinweise auf Pfandbucheintragungen (18. Jh.); weitere Notizen zu diesem Besitz auf Rückseite und Plica(18./19. Jh.)
Datum: Der geben ist freytags, den achtzehenden monathstag novembris, 1740.
Aussteller: Matthäus Cellarius, Gürtler und Bürger in Ulm
Siegler: Markus Anton Krafft von Dellmensingen [Stadt Erbach/Alb-Donau-Kreis] und Johann Matthäus Kiechel, Oberrichter, Hospitalpfleger, Handwerksherren und Stadtrechner in Ulm, auf Bitte des Verkäufers
Überlieferung: Orig.
Beschreibstoff: Perg.
Siegelbefund: Ursprünglich zwei an Pergamentstreifen anhängende Siegel; beide verloren
Rückvermerke: Inhaltsangabe (18. Jh.); Hinweise auf Pfandbucheintragungen (18. Jh.); weitere Notizen zu diesem Besitz auf Rückseite und Plica(18./19. Jh.)
Datum: Der geben ist freytags, den achtzehenden monathstag novembris, 1740.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 13:15 MESZ
Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International