Appellation gegen das Urteil der Vorinstanz, wonach alle Eingesessenen der vier Dörfer Mehr, Leuth (hier: Larth), Niel und Kekerdom verpflichtet waren, ihr Korn in der Homoitischen Mühle (in der Düffel bei Griethausen) mahlen zu lassen. Vinzenz Bernhardt von Tondi war 1661 mit der Mühle belehnt worden und bemühte sich seit 1675 verstärkt, seinen Anspruch durchzusetzen. 1693 verkaufte er sie an Johann Sigismund, Grafen von Byland. Zur Klärung werden die ältesten Verlehnungen der Mühle herangezogen.
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Appellation gegen das Urteil der Vorinstanz, wonach alle Eingesessenen der vier Dörfer Mehr, Leuth (hier: Larth), Niel und Kekerdom verpflichtet waren, ihr Korn in der Homoitischen Mühle (in der Düffel bei Griethausen) mahlen zu lassen. Vinzenz Bernhardt von Tondi war 1661 mit der Mühle belehnt worden und bemühte sich seit 1675 verstärkt, seinen Anspruch durchzusetzen. 1693 verkaufte er sie an Johann Sigismund, Grafen von Byland. Zur Klärung werden die ältesten Verlehnungen der Mühle herangezogen.
AA 0627, 1415 - D 737/1858
AA 0627 Reichskammergericht, Teil II: C-D
Reichskammergericht, Teil II: C-D >> 2. Buchstabe D
1695 (1370 - 1696)
Enthaeltvermerke: Kläger: Eingesessene des Amtes Düffel (Hzm.Kleve), (Bekl.) Beklagter: Vinzenz Bernhardt von Tondi, (Kl.), jetzt sein Zessionär Graf Johann Sigismund von Byland, Freiherr zu Rheydt, bzw. dessen Witwe und der kurfürstl. brandenburgische fiskalische Anwalt Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Conrad Albrecht 1694 - Subst.: Lic. Johann Heinrich Flender Prokuratoren (Bekl.): Für Friedrich III. von Brandenburg: Dr. Johann Ulrich Zeller [1688] 1695 - Subst.: Dr. Johann Marx Giesenbier - Für die Witwe von Byland: Conrad Franz Steinhausen 1694 - Subst.: Dr. (Johann Friedrich ?) Hoffmann Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Kurfürstl. klevisches Justizkollegium 1683 - 2. Hofgericht Kleve 1687 - 3. RKG 1695 (1370 - 1696) Beweismittel: Urkunde des Herzogs Eduard von Geldern 1370: Er erlaubt Walram von Oy, auf seinem Land in der Düffel eine Windmühle zu bauen (64 - 66). Kaufvertrag 1440: Reinalt von Oy, Herberts Sohn, verkauft dem Elbert von Alpen, Herrn zu Hönnepel (Honpel, Honnepel) die „Hoenoetsche“ Mühle (66 - 71). Belehnung des Elbert von Alpen mit der Mühle durch Herzog Arnold von Geldern 1441 (71 - 73). Urkunden von 1370 und 1441 (83 - 86, 89 - 93 und im folgenden noch mehrfach). Zeugenaussagen (269 - 276). Beschreibung: 7 cm, 382 Bl., gebunden; Q 1 - 16 außer 14 (Priora, aber vorhanden); 2 Beilagen 1695/1696.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:14 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
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- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil II: C-D (Bestand)
- 2. Buchstabe D (Gliederung)