Alfred Wolters / Fritz, Ernst und Paul Beckmann (Bestand)
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Na 090
Stadtarchiv Solingen (Archivtektonik) >> Bestände nichtstädtischer Provenienz >> Nachlässe und Sammlungen
1837 - 1934
Vorwort Alfred Wolters (Wesel 16.6.1856-31.10.1934 Bonn), seit 21.2.1884 verheiratet mit Helena Louise Henckels, war durch seine Frau Mitinhaber der Firma Henckels. Auch ehrenamtlich war er vielfältig engagiert, ein Förderer der 1904 gegründeten Fachschule, 1897-1920 unbesoldeter Beigeordneter der Stadt Solingen, Mitglied des Provinziallandtags. Die Unterlagen zu A. Wolters (Na 90 7-10) hat Adolf Ibach in Schwelm, ein Nachfahre Alfred Wolters', 1990 dem Stadtarchiv Solingen überlassen. Außerdem übergebene Fotos sind im Bildarchiv (A 4) unter 1151 Familie Henckels bzw. Henckels/Wolters und 1422 J. A. Henckels eingeordnet (u.a. Anlieferung der 1. Dampfmaschine der Fa. Henckels, Fabrikbau und Kinderbilder aus 1870er Jahren). Fritz Beckmann (10.8.1850-25.7.1918), verheiratet seit 1875 mit Anna Henriette Henckels (1855-1911), war über seine Frau Mitinhaber der Fa. Henckels und Schwager von Alfred Wolters. Er war seiner Zeit einer der einflußreichsten Persönlichkeiten Solingens. Die Nachrufe, Anschriftenlisten und Beileidsbriefe geben einen Eindruck von dem sozialen Umfeld, in dem er sich bewegte und wirkte. Sein Bruder war der Chemiker Ernst Beckmann (4.7.1853-13.7.1923), sein Sohn Paul (12.3.1881-12.12.1963), der in der Firma seinem Vater nachfolgte. Zusammenhänge der Familien Beckmann: Der Stammvater der Solinger Brauereibesitzer und des Gründers der Schleifmittelfabrik, der Lutheraner Caspar Wilhelm Beckmann (* 6.11.1739 in Schwelm), heiratete in Solingen 1764 Anna Gertrud Elisabeth Buntenbach. Deren Sohn Joh. Daniel Beckmann (12.11.1772-16.4.1852, Landwirt im Wiedenhof) hatte u.a. den Sohn Joh. Wilhelm B. (1800-1851), den Stammvater der Brauereilinie.Wilhelms Sohn Carl Friedr. B. (1827-) war wie sein Vater Ackerer, Bierbrauer und Wirt. Ein Sohn Carls war der bekannte Brauereibesitzer Hugo B. (1856-1940). Joh. Daniel Beckmanns Sohn Friedr. Wilh. Beckmann (1809-1887), Vater von Fritz und Ernst Beckmann, gründete die Schleifmittelfirma in der Birker Str., die sein jüngster Sohn Paul Walter (1858-1897) übernahm. Über die Vorfahren der lutherischen Familie Beckmann im 18. Jh. geben handschriftliche Familieneintragungen Auskunft. Sie stehen in dem Buch: Joh. Gangolf Wilh. Forstmann: Die durch das Evangelium von Christo geoffenbarte Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, das ist: öffentlich gehaltene Reden über die in unserer Kirche an denen Sonntagen ... gewöhnliche Evangelien, 1757 (KA 3214). Eine Kopie der betr. Seiten ist Na 90-1 zugefügt. Die Unterlagen Na 90 1-6 stammen vermutlich von Paul Beckmann, von dem auch das Predigtbuch des Solinger lutherischen Pastors mit den Familiennotizen herrühren dürfte. Der Signatur KA 3214 nach zu schließen gelangte das Buch 1961 ins Stadtarchiv. Mit zu dem Bestand Beckmann gehören die wegen ihres Überformats im Eichenschrank in der Bibliothek in Rollen aufbewahrten Dokumente, die in Augias unter Urkunden Nr. 22 und 26 verzeichnet sind. Juli 2003 A. Poensgen
Eingrenzung und Inhalt: Fritz Beckmann (* 10.8.1850 † 25.7.1918). Paul Walter Beckmann (* 1858 † 1897). Bestand enthält u.a.: Unterlagen zur Fachschule; Schul- und Arbeits- und Militärdienstzeugnisse; Taufscheine; Todesanzeigen; Handakte des Postsekretärs Ferdinand Arnold Wolters
Eingrenzung und Inhalt: Fritz Beckmann (* 10.8.1850 † 25.7.1918). Paul Walter Beckmann (* 1858 † 1897). Bestand enthält u.a.: Unterlagen zur Fachschule; Schul- und Arbeits- und Militärdienstzeugnisse; Taufscheine; Todesanzeigen; Handakte des Postsekretärs Ferdinand Arnold Wolters
Findbuch: 15 AE
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ